Zinnenberg (1565 m), Chiemgauer Alpen

Parkplatz – Karrenweg – Schoßrinnalm – Nordostrücken – Zinnenberg (– Gh. Klausen) – retour
Exposition - Ost, Nordost / Lawinengefahr: mittel, v.a. im Gipfelbereich (Autor: Christian Schneeweiß)
11 km
900 m
4.00 h
Kurz zu Fuß an der Straße südwestwärts, rechts (westwärts) ab in den lichten Wald auf den Karrenweg Richtung Gasthaus Klausen und nach Rechts-Links-Schleife links aufwärts queren, abschließend rechts zu einem Forstweg (800 m). Oberhalb von diesem dem Schild Klausen/Spitzstein folgend rechts aufwärts in ein Tälchen, aus dem man in Links-Rechts-Schleife an einem Rücken ansteigend herauskommt (oder einfach linkshaltend den Einschnitt hinauf) zum abgekürzten Forstweg. Dessen nächste Schleifen werden laut Beschilderung rechts aufwärts bzw. mittels Linksquerung abgekürzt, wonach es links auf dem Forstweg weiter und um eine Rechtskehre geht. Bei einem Schild zweigt man links ab (1070 m; hier quert oberhalb des Forstwegs der Sommerweg) und steigt leicht links haltend (nordwestwärts) weglos in relativ dichtem Wald steil hinauf zu einem Fahrweg. Variante - Bei hoher Lawinengefahr kann man im Wald steil gerade weiter hinaufsteigen zu einem freien Bergsporn, der evtl. als Ausweichziel der Tour dient und spaziert links über den ebenen Kamm zu einem Sattel. Auf dem Fahrweg geht man links zur freien Schoßrinnalm (1180 m), quert dahinter auf der geringsten Hangneigung im Bogen weglos rechts aufwärts und steigt links haltend in einer Mulde relativ steil hinauf zu einem Sattel (1310 m) im bewaldeten Nordostrücken des Zinnenbergs. Über den kammartigen Rücken links flach aufwärts und ins Freie bei einer Verflachung (an deren oberem Ende ist eine leicht ansteigende Rechtsquerung zum Gasthaus Klausen, auch Klausenalm, möglich, 1450 m; evtl. Lawinengefahr!). Relativ steil über Latschen (wegen überhängender Wechten nicht am linken Rand, aber zu weit rechts evtl. Lawinengefahr) hinauf zum freien Gipfelplateau. Der Abstieg erfolgt entlang der Aufstiegsroute. Zum Gasthaus Klausen kann man südwestwärts vom Gipfel absteigen, rechts (nordwärts) durch die Latschen queren und von einem Sattel kurz zur Klausen aufsteigen (1508 m). Zurück lässt sich der Nordhang des Zinnenbergs zur Aufstiegsroute queren, sofern keine hohe Lawinengefahr herrscht.

Schneeschuhtour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied900 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAschau im Chiemgau (606 m). Parkplatz links der Straße zwischen Lokalitätsschild Hainbach und Flussschild Prien, 665 m
TourencharakterDie Chiemgauer Alpen gehören vor allem im Sommer, weniger im Winter zu den beliebtesten Ausflugszielen der Münchner. Die mit Seilbahnen bestückten Berge Hochries und Kampenwand erhalten dabei nur unwesentlich mehr Besuch als Spitzstein und Geigelstein, mit 1813Metern der höchste Punkt dieses Gebirges. In Südbayern kennt zwar jedes Kind dieses Viergestirn; aber der dazwischen liegende Bergkamm mit dem Kulminationspunkt des Zinnenbergs erfreut sich freundlicher Missachtung. Glücklicherweise, denn so ist man an der Ostseite dieses Bergs im Winter mit Ausnahme des Gipfels meist unter sich – zumal die Skitour ganz vorne in Hohenaschau-Hammerbach startet und für viele in der Almwirtschaft Klausen endet, die etwas abseits liegt. Die Schneeschuhtour ist bei viel Schnee ideal für Routentüftler - Der Aufstieg über den Karrenweg verlangt dann von Schneeschuhgehern Weggespür, während die weglose Route ab der treffend benannten, relativ steilen Schoßrinnenalm mehr oder weniger vorgegeben ist. Letztere lässt sich bei hoher Lawinengefahr umgehen, der relativ steile Gipfelrücken aber nicht. Das Gipfelpanorama ist eine Pracht: das Viergestirn drumherum, der Penken überm Inntal im Westen und der Zahme Kaiser mit seinen schneegefüllten Steilkaren im Süden hinter dem von hier seinem Namen Ehre machenden Spitzstein. Bei klarer Sicht reicht der Blick vom Chiemsee im Norden bis zu den Felshörnern der Steinberge vor den Berchtesgadener Alpen. Auf dem sonnengeneigten Gipfelplateau lässt sich zwischen dem schmiedeeisernen Kreuz und dem schneeweißen Vermessungsstein der bayerisch-tirolerischen Grenze gemütlich Brotzeit machen. Wer eher dampfige Hüttenatmosphäre liebt, der muss einen kleinen Umweg zur »Klausen« in Kauf nehmen.
Beste Jahreszeit
KartentippBayer. Landesvermessungsamt 1 - 50000, UK L7 »Chiemsee und Umgebung«; Kompass 1:50000, Nr. 10 »Chiemsee-Simssee«
VerkehrsanbindungAuto - Von München auf der Salzburger Autobahn A8 bis Ausfahrt Frasdorf und über Aschau auf der Landstraße Richtung Kufstein.
GastronomieGasthaus Klausen (wochenends bewirtet); in Aschau
Tipps
Schneeschuhtyp - Moderns oder Alpin-Classics
Unterkunft
Wie Einkehr.
Tourismusbüro
Tourist-Info Aschau, Tel. 08052/9049–37, www.aschau.de

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