Unbenannter Kopf vor dem Zahnjoch, 2898 m

Die abwechslungsreiche Route folgt nur anfangs der »offiziellen« zum Zahnjoch, um durch Tälchen und Rücken von hinten das dem Joch vorgelagerte Köpfl zu erreichen. Bedeutungsloser Gipfel mit bester Gebietsübersicht.
Exposition - Ost/Nordost. / Lawinengefahr: gering bis mäßig. (Autor: Christian Schneeweiß)
7 km
650 m
3.00 h
Zustieg - A) Über die Trisanna und per Überführung zur Silvrettabahn, aufwärts zum Beginn der Piste, über diese das Fimbatal hinauf und dem Fimbabach auf planiertem Skiweg folgend talein zur Wiesbadener Hütte (2264 m, 900 Hm, 5 Std). B) Über die Trisanna und per Unterführung am Silvretta-Center vorbei zur querenden Hauptstraße des Dorfs (bis hier Fußgängerzone), eine schräg gegenüber spitzwinklig nach links abzweigende Straße nehmen und nach deren Rechtsbogen (vor der Kirche) die zweite Straße rechts zum Hotel Piz Tasna nehmen. Hier nach dem Raupenbus des Hüttenwirts fragen (Transport ca. 20 €). Aufstieg: Zum Joch Ils Gips: Ostwärts via Stauwerk über das Fimbatal, links haltend aufwärts queren (steile Stelle) zum Beginn eines schwach ausgeprägten Nordwestrückens und in Rechts-Links-Schleife mäßig steil um diesen herum zu einem ausgeprägten Absatz. In Rechts-Links-Schleife weiter zum Beginn einer Mulde und links von dieser hinauf (evtl. Lawinengefahr) zum Joch am Ils Gips (2593 m). Zum Ils Chalchogns (nur mit Moderns!): Rechts haltend zum Beginn des Nordgrats des Ils Chalchogns und auf diesem aufwärts möglichst über freigeblasene Zonen, oben evtl. in die Nordwestflanke ausweichend (dort Lawinengefahr) zum Vorgipfel und auf schmalem Grat (links Wechten; evtl. teils zu Fuß) zum Hauptgipfel. Aufstieg: Südwestwärts durch ein Tälchen und einem Rücken entlang auf der Route zum Zahnjoch (Übergang zur Jamtalhütte) aufwärts zu einer kurzen Steilstufe. Linkshaltend über diese hinauf (ca. 2450 m), südwärts einschwenken und von der Skiroute zum Zahnjoch ab über die Fläche der Aua da Gondas und rechts von einem engen Einschnitt erst ansteigend, dann fast eben zu einem weiteren Einschnitt. Durch diesen links von einer Moräne des ehemaligen Vadret da Fenga aufwärts, über eine Weitung und Verflachung auf den Rücken links davon und auf diesem südwestwärts hinauf. Zwischen dem Kopf und einem kleineren Köpfl westwärts in eine Senke und nordwärts auf den »Gipfel« des dem Zahnjoch vorgelagerten Kopfs. Abstieg: Entlang der Aufstiegsroute oder, kürzer, der Skiroute (auch für Snowboarder).

Schneeschuhtour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied650 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktIschgl im Paznauntal. In Ischgl von der Hauptstraße rechts ab und über die Trisanna zum Parkplatz Heidelberger Hütte, ca. 1350 m. Busfahrer zur Silvrettabahn, ca. 1370 m.
TourencharakterDas Leben in Zeiten der Klimaerwärmung ist hart für die einst stolzen Gletscher der Alpen - Jahr für Jahr müssen sie sich weiter zurückziehen und abmagern. Und neuerdings, die Silvretta macht da keine Ausnahme, müssen sie auch noch diese neumodischen Schnösel von Schneeschuhwanderern über sich ergehen lassen. Kapituliert hat der Gletscher am Zahnjoch-Kopf, 50 Höhenmeter unterm Übergang zur Jamtalhütte: Hier zeugen im Sommer nur noch kümmerliche Firn- und Eisfelder vom Vadret da Fenga (Fimba-Ferner), das einst den ganzen Westrand der weiten Tal-Landschaft um die Heidelberger Hütte gesäumt hatte. Nicht der Umgehung des früher unter der Normalroute lauernden Gletschers dient also diese Schneeschuhroute, sondern dem spielerischen Abenteuer der eigenen Wegfindung mit dem anstrengenden Privileg, noch nach Tagen schönsten Wetters die ersten Aufstiegsspuren in jungfräulichen Schnee legen zu dürfen. Oben kann man ruhig dem Betrieb am eindrucksvollen Zahnjoch (2945 m) zuschauen, über dem auf der einen Seite die dunklen Zacken des Zahnspitz (3101 m) und des Paulcketurms den Himmel kratzen, auf der anderen die wilden Urgesteinsflanken des Fluchthorns 500 Meter hoch aufragen, als versuchten sie, der Schwerkraft der Erde zu entfliehen. Von den Schrofen- und Gletscherflanken des Piz Tasna über die steile Westseite des Ils Chalchogns bis zum elegant ins Fimbatal abfallenden Piz da Val Gronda (auf den die Ischgler Betonfraktion eine Seilbahn bauen will) kann man das ganze, von hier aus nicht mehr so flach erscheinende Fimbatal überblicken.
Beste Jahreszeit
KartentippAlpenvereinskarte 1 - 25 000 (mit Skirouten), Blatt 26, »Silvrettagruppe«; Kompass-WK 1:50 000 (mit Skirouten), Blatt 41, »Silvretta-Verwallgruppe«; Freytag & Berndt-WK 1:50 000, Blatt 373, »Silvretta-Hochalpenstraße-Piz Buin«.
VerkehrsanbindungAuto - Über die Inntal-Autobahn A 12 Richtung Bregenz bis Autobahnende und weiter auf der B 316 nach Pians bzw. vom Arlberg auf der B 316 hierher; hier Abfahrt Paznauntal. In dieses hinunter und südwestwärts bis Ischgl. ÖV: Mit der Bahn nach Landeck und umsteigen in den Bus Richtung Paznauntal/Galtür.
GastronomieHeidelberger Hütte (2264 m), DAV, bewirtschaftet Mitte Dezember bis Mitte Mai, 156 Schlafplätze, Winterraum mit 8 Plätzen, Tel. 0544/ 5418.
Höchster Punkt
Zahnjoch, 2898 m
Unterkunft
Heidelberger Hütte (2264 m), DAV, bewirtschaftet Mitte Dezember bis Mitte Mai, 156 Schlafplätze, Winterraum mit 8 Plätzen, Tel. 0544/ 5418.
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