Torspitze, 2663 m

Obwohl die Tour technisch leicht ist, verlangt sie doch insbesondere bei schlechter Sicht eine gewisse Alpinerfahrung, da man sich auf dem Hochplateau leicht verirren kann. Vor dem Aufstieg ins militärische Sperrgebiet unbedingt bei der Schranke am Parkplatz auf die Sperrungstafel schauen.
Exposition - West/Nordwest. / Lawinengefahr: niedrig.
(Autor: Christian Schneeweiß)
19 km
650 m
2.00 h
Zustieg - Siehe Klammjoch (nächste Tour). Aufstieg: An den letzten Zirben vorbei genau ostwärts über eine Steilstufe auf einen plateauartigen Absatz. Gerade weiter und rechts von einem Bacheinschnitt mäßig steil hinauf und um den bereits von der Hütte aus auffallenden, markanten Südsporn der Grauen Wand herum in ein breites, muldiges Tal. Über das Torjoch (2386 m; zwischen Grauer Wand, 2594 m, und Torwand, 2771 m) links von einer ausgeprägteren Mulde zur Fortsetzung des Tals, das zu einer Wanne mit rechtsseitigen Abbrüchen mutiert ist, und in Richtung Norden orientieren (bei Lawinengefahr Abstand zur Grauen Wand halten). Bis zum abschließenden Kessel hinauf und leicht links haltend zum Verbindungskamm zwischen Grauer Wand und Torspitze. Über diesen und anschließendes kupiertes Gelände nordostwärts hinauf zum Kreuz. Abstieg: Entlang der Aufstiegsroute.

Schneeschuhtour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour19 km
Höhenunterschied650 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWattens im Inntal. Parkplatz vorm Militärlager Walchen, 1405 m.
TourencharakterMajor von Knopf gibt sich gelöst. Im gemütlichen Gespräch mit Zivilisten kann er sich das leisten, hier auf der Lizumer Hütte. Nebenan, im Lager Lizum, dem größten Gebirgs-Truppenübungsplatz Österreichs, ist er dann wieder der langjährige Standortkommandant, der hier oben wie ein König herrschen kann. Der alte Fuchs mit der tadellosen Haltung kennt sich wie kein zweiter aus in seinem Revier, weiß, wo schon einmal eine Lawine abgegangen ist, und verfügt bei Lawinenwarnstufe 4 die Sperrung der vom Lager Walchen heraufführenden Militärstraße. »Wenn einer in das von mir gesperrte Gebiet reinläuft und verschüttet wird, dann lass ich ihn im Frühjahr ausapern«, kehrt der Gerechte den Strengen hervor. Schließlich sollte man sich auch an die auf einer Tafel am Wachhäuschen aktuell freigegebenen Routen halten, will man nicht Opfer einer verirrten Granate werden. Bei schlechtem Wetter sollte man lieber die Finger von der Route zur Torspitze lassen - Mit der vorgelagerten Grauen Wand ist nicht zu spaßen (mehrere Lawinentote), und auf dem Plateau dahinter müsste man sich genau an die Landkarte halten, um nicht in den Kessel der Nassen Tux zu stürzen. Bei Sonnenschein aber ist die Tour ein Traum: Nach dem Aufstieg zum Torjoch schälen sich über dem Hochplateau die Zillertaler Alpen Stück für Stück aus dem Himmel, beginnend mit den Hörnern der Reichenspitzgruppe. Bei der Gipfelrast bleibt dann der Blick an der parabolförmigen Flanke des Hintertuxer Gletschers hängen, über dem sich das ebenmäßige Granitdreieck des Olperer erhebt.
Beste Jahreszeit
KartentippAlpenvereinskarte 1 - 50 000 (mit Skirouten), Blatt 31/5, »Innsbruck und Umgebung«; Kompass-WK 1:50 000 (mit Skirouten), Blatt 37, »Zillertaler Alpen-Tuxer Alpen«; Freytag & Berndt-WK 1:50 000, Blatt 151, »Zillertal-Tuxer Alpen-Jenbach-Schwaz«.
VerkehrsanbindungAuto - Auf der Inntal-Autobahn A 12 bis Ausfahrt Wattens und im Ort zur kreuzenden Bundesstraße. Auf dieser kurz links, rechts ab (südwärts) Richtung Lager Walchen/Lizum hinauf und talein bis zum Ende des Wattentals (Ketten mitnehmen!). ÖV: Mit der Bahn bis Fritzens-Wattens. Entweder mit dem Taxi zum Lager Walchen oder (bei Voranmeldung) mit dem Wirt bis zur Hütte.
GastronomieLizumer Hütte, 2019 m, bewirtschaftet Weihnachten bis Ende April, 100 Schlafplätze, Winterraum offen (20 Plätze), Tel. 05224/52111.
Höchster Punkt
Torspitze, 2663 m
Unterkunft
Lizumer Hütte, 2019 m, bewirtschaftet Weihnachten bis Ende April, 100 Schlafplätze, Winterraum offen (20 Plätze), Tel. 05224/52111.
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