Silberkopf (1540 m), Tegernseer Berge

Winterstube Forststraße – Schwarzentennalm – Abzweig – Fahrweg (oder Abzweig Leonhardstein – Fahrweg) – Weidbergalm – Gipfel – retour
Exposition - Süd, oben Ost / Lawinengefahr: kaum (Autor: Christian Schneeweiß)
20 km
700 m
5.00 h
Auf der geräumten Forststraße wandert man nord- und nordwestwärts zwischen bewaldeten Berghängen Richtung Buchsteinhütte/Hirschberg talein. Auf keinen Fall auf den Karren-Wanderweg links des Schwarzenbachs ausweichen, da dieser schlechter zu gehen und oft mit Wassereis bedeckt ist. Abkürzung - Sobald rechts ein großer Fahrweg in Richtung Leonhardstein abzweigt (980 m), kann man an einer Sitzbank rechts abzweigen und anschließend nordwärts mit Schneeschuhen auf einem weglosen Rücken und an einer Lichtung vorbei zu einem Kahlschlag aufsteigen. Hier geht es rechts haltend eine steile Mulde hinauf zum stark abgekürzten Fahrweg (1200 m). Nachdem links der mit Schneekatze (»Skidoo«) befahrene Fahrweg zur bewirteten Buchsteinhütte abzweigt, kommt man über eine Freifläche zur meist bewirteten Schwarzentennalm (1030 m). Nach der Passhöhe (1045 m) läuft man an einer wunderhübschen Skihütte und der Holzerstube vorbei zu einer Verzweigung im Wald (geradeaus zum Tegernsee). Hier geht es den oft ebenfalls geräumten rechten Fahrweg in langer Querung südost- und ostwärts aufwärts, bis links wieder ein Fahrweg Richtung Hirschberg abzweigt (1300 m). Mit Schneeschuhen stapft man nach der Forst-Diensthütte nordwärts über Almflächen den Fahrweg abkürzend gerade aufwärts, kreuzt dessen Querung zur Weidbergalm und steigt kurz auf einen Rücken. Über diesen geht es links (westwärts) hinauf zum kreuzlosen Gipfel. Der Abstieg erfolgt entlang der jeweiligen Aufstiegsroute.

Schneeschuhtour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour20 km
Höhenunterschied700 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKreuth (782 m). An Holzschildern Richtung Buchstein/Leonhardstein/Hirschberg rechts zu Parkplatz nach dem Holzhaus der »Winterstube«, 840 m
TourencharakterSehr leicht, aber lang gezogen ist die Tour über Fahrwege auf den unscheinbaren Almgipfel des Silberkopfs. Deshalb sollten alle, die nicht blutige Anfänger sind, unbedingt die etwas Orientierungsfähigkeit und Krafteinsatz verlangende Abkürzung nehmen. Wer bei wenig Schnee oder länger nach einem Schneefall unterwegs ist, absolviert eher eine Winterwanderung mit aufgebuckelten Schneeschuhen, da nicht nur die Zustiegs-Forststraße, sondern auch der Fahrweg unter dem Gipfel geräumt sein wird. Mit gutem Grund - Denn hier wird intensive Holzwirtschaft betrieben, wovon nicht nur das Forsthaus Winterstube, sondern auch die Holzerstube ganz hinten im Verbindungstal zum Tegernsee zeugt. Am besten lässt es sich eben im Winter fällen, wenn die Fichten Winterschlaf halten, statt »im vollen Saft« zu stehen. Das im Winter gewonnene Holz ist auch von wesentlich besserer Qualität, da es kaum noch arbeitet (sich verzieht oder aufreißt). Die Staatsforste Bayerns werden – wie die Wälder der Waldbauern seit jeher – seit einiger Zeit nachhaltig bewirtschaftet, d.h. Kahlschläge werden größtenteils vermieden und in den Schonungen wird naturnaher Mischwald hochgezogen. Diese Errungenschaft ist durch ein neues Spargesetz der Staatsregierung gefährdet, das die Verlust bringenden Wälder privatisiert und die Zahl der Forstämter reduziert. Die sanft gewellten Flächen der Weidbergalm dagegen werden von den Bergbauernsubventionen der EU geschützt, die den Almbauern einen Anreiz zur Freihaltung der Fläche geben. Im Angesicht des dahinter aufragenden Hirschbergs erklimmt man schließlich über gleißenden Schnee den idyllischen Gipfelrücken. Kaum zu glauben, wie nah von hier der Großglockner zwischen den weißen Berggestalten der Hohen Tauern wirkt, wie keck die Halserspitze aufragt – und wie finster der Guffert gegen den hellblauen Himmel geschnitten ist.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass 1 - 50000, Nr. 8 »Tegernsee-Schliersee«, Bayer. LVA 1:50000, UK L12 »Mangfallgebirge«
VerkehrsanbindungAuto - Von München auf der A8 bis Ausfahrt Holzkirchen und auf der B318 gerade durch zum Tegernsee (Staurisiko), um diesen nach Rottach-Egern und über Kreuth Richtung Achenpass. ÖV: Mit der Bayerischen Oberland-Bahn (BOB) über Holzkirchen nach Tegernsee und mit dem Bus Richtung Achenpass bis zur Winterstube.
GastronomieSchwarztennalm (1030 m)/ in Kreuth
Tipps
Schneeschuhtyp - kompakte Classics oder Moderns (v. a. bei Abkürzung)
Unterkunft
Wie Einkehr.
Tourismusbüro
Tegernseer Tal/Kurverwaltung Kreuth, Tel. 08029/1819, www.kreuth.de oder www.tegernsee.com

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