Seekarlspitze, 2261 m

Kurze und verwinkelte, aber knackige Tour in verwunschener Fels- und Trümmerlandschaft mit schöner, aber lawinengefährdeter Abschlussflanke.
Exposition - Ost/Süd. / Lawinengefahr: mittel bis hoch. (Autor: Christian Schneeweiß)
Von der Bergstation der Rofanseilbahn auf der Piste nordwärts kurz hinab (links Talabfahrt, rechts Hügel und dahinter Beginn des Winterwanderwegs), kurz hinauf (rechts Hütte) und wieder hinab (kleiner Schlepplift). Im freien Gelände Nordquerung an einem mäßig steilen Osthang oberhalb einer flachen Senke zu einem Absatz unter einer steilen Karwanne (hier Endpunkt Snowboardvariante). Ansteigende Ostquerung auf einer Rampe (»Grubastiege«), möglichst links haltend weiter und zum Schluss steil hinauf zu einem flachen Sattel (bis hier gleich mit der Tour zur Rofanspitze). Kurze heikle Linksquerung mit Abrutschgefahr, kurz westwärts unter eine Steilflanke und über diese kurz sehr steil (mit Frontalzackeneinsatz oder zu Fuß) nordwärts hinauf auf den breiten Südsporn der Seekarlspitze. Über diesen und eine steile rechts ansteigende Passage auf einen Buckel, durch einen Felsengarten abwärts und hinüber zur relativ steilen Gipfelflanke. Erst über einen Rücken auf der rechten Seite, dann links ansteigend zum Südwestrücken queren und über diesen (evtl. Wechten; Absturzgefahr) zum Gipfel. Abstieg - Entlang der Aufstiegsroute.

Schneeschuhtour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied470 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktEben am Achensee. Bergstation der Rofanseilbahn, 1831 m.
TourencharakterDas Herz des Rofangebirges ist etwas Besonderes - Eigentlich ist es nur eine nach Süden abgedachte Hochfläche mit gegliederten »Spornkämmen«. Uneigentlich wechselt das Janusgesicht des Rofangebirges fast mit jeder Wegbiegung seinen Ausdruck von wüst zerhackten Felstrümmer-Landschaften über sanft gewellte Hochflächen und weite Kare bis zu lotrecht in den Himmel schießenden Wänden – und das auf kleinstem Raum. Die Rundumsicht zum schroffen Karwendelgebirge im Westen, der grauen Felsbastion des Guffert im Norden und dem Firnglast den weiß herüberleuchtenden Zentralalpen im Süden ist gewaltig. Nach dem verzwickten Aufstieg am Rand des Felsengewirrs der Grubastiege steht man plötzlich am Grubasattel, hinter dem sich ein weites, arktisch anmutendes Tal erstreckt. Zur Seekarlspitze quetscht man sich allerdings gegen seitliches Abrutschen kämpfend um eine steile Ecke und gerät unter eine kurze Steilstufe, die oft zu Fuß angegangen werden muss. Per aspera ad astra, wie die alten Römer schon sagten: Durch Anstrengung zum Erfolg. Darüber wartet der breite, aber abwechslungsreiche Südsporn der Seekarlspitze, und bald geht man durch einen hübschen »Steingarten« auf die steile Gipfelflanke zu. Kaum zu glauben, dass dieser makellos weiße Hang im Sommer mit Felsplatten und Schrofen gepanzert ist. Nach kurzem Durchpowern steht man am höchsten Punkt, einem kleinen schmiedeeisernen Kreuz des dritthöchsten Bergs im Rofan (der nordseitig eine der besten Kletterwände weit und breit hat).
Beste Jahreszeit
KartentippAlpenvereinskarte 1 - 25 000, Blatt 6, »Rofan«; Kompass-WK 1:50 000 (mit Skirouten), Blatt 28, »Achensee-Rofan-Zillertal«.
VerkehrsanbindungAuto - Über den Achenpass bzw. aus dem Inntal bis Maurach. Hier hinauf zur Rofan-Seilbahn. ÖV: Mit der Bahn aus Richtung München bzw. Innsbruck bis Jenbach und mit der Schmalspurbahn hinauf nach Maurach.
GastronomieErfurter Hütte, 1831 m, bewirtschaftet Weihnachten bis Ostern und Christi Himmelfahrt bis Mitte Oktober, 76 Schlafplätze, kein Winterraum, Tel. 05243/55175.
Informationen
Höchster Punkt
Seekarlspitze, 2261 m
Unterkunft
Erfurter Hütte, 1831 m, bewirtschaftet Weihnachten bis Ostern und Christi Himmelfahrt bis Mitte Oktober, 76 Schlafplätze, kein Winterraum, Tel. 05243/55175.
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