Schönkahler (1688 m) Tannheimer Gruppe

Zöblen – Oberhalde/Gh. Zugspitzblick – Wiesler Berg – Alter Hof – Pirschling – Schönkahler – retour
Exposition - süd - Lawinengefahr: gering (Autor: Christian Schneeweiß)
11 km
650 m
3.00 h
Auf einem Sträßchen zu Fuß durch den Ort kurz nordwärts in ein Tälchen gehen und mit Schneeschuhen links auf evtl. geräumtem Fahrweg Richtung Einstein in Serpentinen einen steilen Almhang hinauf nach Oberhalde (1280 m; Gh. Zugspitzblick, nicht bewirtet). Nordostwärts über geneigte Almhänge aufwärts, am oberen Ende in ein Waldstück und über die folgende Almfläche links (nordwestwärts), anfangs aufwärts Richtung Schönkahler queren. Am linken oberen (nördlichen) Ende aus einer Mulde durch ein weiteres Waldstück, ab hier meist Skispuren und roten Markierungen an Bäumen folgend rechts haltend aufwärts zu einer Lichtung am Wiesler Berg (1450 m; links kurzer Abstecher zum Gipfel möglich, 1465 m), die man rechts (ostwärts) eben zu dem Plateau des Alten Hofs verfolgt. Links haltend durch die freie Senke ab- und aufwärts zum Nordrücken des Pirschling. Über diesen steil hinauf, kurz flach queren und rechts haltend durch ein Waldstück spurlos auf schmalem Kamm zum Gipfel (1634 m). Dahinter links haltend auf etwas ausgesetztem Rücken abwärts in einen Sattel (wieder Skispuren, denen man auch komplett folgen kann, also unterhalb des Gipfels entlang queren), nordwärts über breiten Kamm flach aufwärts (evtl. Skispuren von rechts) und über den Nordrücken hinauf zum bekreuzten Gipfel. Der Abstieg erfolgt entlang der Aufstiegsroute.

Schneeschuhtour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied650 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortTannheim (1097 m)
AusgangspunktParkplatz in Zöblen an B308, 1087 m
TourencharakterManche Skitouren sind so flach, frei und lawinensicher, dass sie ideale Schneeschuhrouten für Einsteiger abgeben. Die Südroute des Schönkahlers setzt zudem einer Skiabfahrt zwei kurze Gegenanstiege entgegen, über die ein Schneeschuhgeher einfach hinwegschwebt. Nur nach starken Schneefällen oder Wärmeeinbrüchen ist der steile Almenhang oberhalb Zöblen lawinengefährdet; ansonsten läuft man zwischen Almen und Waldstücken durch eine abwechslungsreiche Winterlandschaft in mehreren Stufen mit zwei »mitnehmbaren« Zwischengipfeln aufwärts zur gleißenden »Gipfelglatze« mit Blick auf die Allgäuer Alpen. Anfang der 90er-Jahre führte die Regierung von Vorarlberg ein Pilotprojekt durch, bei dem die Raumplaner feststellten, dass besonders die talnahen Hangwege häufig nicht, schlecht oder unterschiedlich markiert waren. In Zusammenarbeit mit den Gemeinden wurde daraufhin eine Wegeauswahl getroffen und für diese eine einheitliche Markierungssystematik eingeführt. Nach diesem Vorbild wurden überall im Tannheimer Tal gelbe Wegweiser aufgestellt, die Punkte oder Pfeile mit unterschiedlichen Farben für die unterschiedlichen Wegschwierigkeiten - »Spazierweg« (schwarz), »Wanderweg« (rot) und »Steig für Geübte« (blau) aufweisen – leider nicht analog zu den seit langem etablierten Pistenmarkierungen. Auf diese Weise weiß jeder, auf was er oder sie sich bei einem Weg einlässt. Allerdings sind nur die technischen Schwierigkeiten angegeben, sodass ein Schneeschuhgeher im Winter die Lawinengefahr selbst einschätzen muss. Ehrenamtliche Wegwarte haben die ursprüngliche Bestandsaufnahme gemacht und sind für die Überwachung des Wegezustands zuständig. Grundüberlegung des Wanderwegekonzepts ist, die große landschaftliche Vielfalt des Tannheimer Tals mittels eines konkurrenzfähigen Wanderwegenetzes für den Tourismus zu nutzen.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass 1 - 50000, Nr. 4 »Füssen-Außerfern«; Bayer. Landesvermessungsamt, 1:50000, UK L 10 »Füssen und Umgebung«
VerkehrsanbindungAuto - Von Stuttgart auf der A8/A7 über Kempten bis Ausfahrt Oy-Mittelberg. Rechts auf der B309 zu einer Kreuzung, gerade auf der B310 Richtung Sonthofen nach Oberjoch und vorm Ort links auf der B308 über den Oberjochpass (1180 m) Richtung Tannheim. Von München auf der A96 bis Landsberg-Nord und ab in den Ort. Auf der B17 über die Ortsumgehung von Schongau Richtung Füssen und über die Grenze zur Ortsumgehung Reutte. Rechts durch den Ort ins Lechtal und in Weißenbach rechts hoch ins Tannheimer Tal. ÖV: Mit der Bahn von Stuttgart über Ulm bzw. von München über Augsburg nach Kempten. Umsteigen nach Reutte, umsteigen in den Bus und über Weißenbach ins Tannheimer Tal.
Gastronomiein Tannheim; Haus Schattwald (1100 m), DAV-Selbstversorgerhütte, ganzjährig geöffnet (reservieren!), 72 Plätze, Tel. 0731/778 84
Tipps
Schneeschuhtyp - Classics oder Originals
Unterkunft
Wie Einkehr.
Tourismusbüro
Tourismusverband Tannheimer Tal, Infobüro Tannheim, Tel. 0043/(0)5675/62200, www.tannheim.at oder www.tannheimertal.com

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