Pleisenspitze, 2567 m

Die sehr lange und anstrengende Tour in alpiner Umgebung führt bis zur Pleisenhütte (1757 m) technisch einfach hinauf. Der relativ steile Gipfelrücken erfordert risikobewusste Einschätzung der Lawinengefahr; oben braucht man etwas Schwindelfreiheit.
Exposition - Südwest. / Lawinengefahr: mittel. (Autor: Christian Schneeweiß)
Eine halbe Stunde ostwärts durch das Hinterautal mit der jungen Isar, bis vor dem Abzweig zum Gasthaus Wiesenhof links eine Forststraße hinaufführt (knapp 1000 m). Auf dieser nordostwärts durch lichten Wald, bis in einer langen Flachpassage rechts ein ungeräumter Fahrweg abzweigt. Diesen in weiten Kehren, ansteigender Querung und durch eine Schneise mit Serpentinen aufwärts in freie Latschen (1620 m). Ab hier anfangs ansteigende Rechtsquerung zur Pleisenhütte (1757 m). Weglos anfangs gerade, dann rechts haltend (nordostwärts) aufwärts in eine Mulde und durch diese hinauf zum Beginn des Vorderkars (ca. 1960 m). Rechts auf den breiten Südwestrücken der Pleisenspitze und auf diesem steil hinauf zum schmaleren Südgrat, über den man zum steilen Gipfel gelangt. Abstieg - Entlang der Aufstiegsroute.

Schneeschuhtour, einsame Schneeschuhtouren
Schneeschuhtouren Tirol

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour19 km
Höhenunterschied1600 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktScharnitz. Parkplatz am Ortsende an der Isar, ca. 870 m.
TourencharakterRelativ lawinensicher, viele Höhenmeter und eine wilde Gipfelszenerie - das ist der Cocktail, aus dem ein ganz spezieller Klassiker gemixt ist. Die besondere Würze verleiht eine gemütliche Hütte mit einem außergewöhnlichen Wirt. Die Pleisenhütte wurde nach dem Krieg von Wirt Toni Gaugg allein erbaut – ohne Forststraße! Im Bereich der Pleisenspitze wurden von ihm mehrere Höhlen entdeckt und einige erschlossen; die Höhle oberhalb der Hütte bildet sein Wasserreservoir. Ein weiteres Plus: Da die Tour zunehmend verwächst, wird sie für Skitourengeher immer unattraktiver – und für Schneeschuhgeher interessanter. In einer fröhlichen Gruppe lassen sich der »Einstimmungshatscher« und die nicht viel bessere Forststraße ganz gut ertragen. Plötzlich aber biegt man um eine Geländekante und steht mitten im edelsten Karwendel: Vorne die gemütliche, selbst erbaute Hütte des am Wochenende meist anwesenden, eigensinnigen Pleisen-Toni. Hier zu übernachten oder zumindest nach der langen Tour hier einzukehren bedeutet, seiner alpinistischen Laufbahn nicht nur eine weitere Ruhmestat, sondern auch ein Stück lebendiger Alpingeschichte hinzuzufügen. Oberhalb der Hütte liegt ein lakenweißer, von wild aufeinander getürmten Graten mit steilen Felswänden eingefasster Karkessel, über dem sich rechts der elegant geschwungene Rücken des Hinteren Pleisengrats erhebt, über den die Route führt. Mit ausgeprägter karwendelig-brüchiger Schichtformation bildet er eine Rampe schier bis in den Himmel.
Beste Jahreszeit
KartentippAlpenvereinskarte 1 - 25 000, Blatt 5/1, »Karwendelgebirge«; Kompass-WK 1:50 000, Blatt 26, »Karwendelgebirge«.
VerkehrsanbindungAuto - Von München auf der A 95 und der B 2 nahc Garmisch-Partenkirchen, weiter über Mittenwald bis Scharnitz und hinter einem Bach (der Isar; bei der Kirche) links ins Hinterautal. Vom Inntal über den Zirler Berg nach Scharnitz und rechts ab ins Hinterautal. ÖV: Von München über Mittenwald Richtung Innsbruck bzw. von Innsbruck Richtung Mittenwald bis Scharnitz und zu Fuß ins Hinterautal.
GastronomiePleisenhütte (1757 m), privat, 20 Lager, am Wochenende normalerweise bewirtschaftet, Tel. 05213/5491.
Höchster Punkt
Pleisenspitze, 2567 m
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