Schneeschuhtour im Bayerischen Wald

Mit Schneeschuhen auf den Großen Arber

Die Tagestour über den Arberkamm vom Weiler Eck zum Großen Arber ist schon im Sommer wegen der Ausblicke von den Gipfeln und der lichten Fichtenwälder lohnend. Am Anfang des Winters läuft man in märchenhafter Stimmung zwischen tiefverschneiten Wäldern und Lichtungen hoch über dem noch unansehnlich unverschneiten Niederbayern dahin, mit gelegentlichen Fernblicken von kleinen Felsköpfen bis zu den fernen Alpen. (Autor: Christian Schneeweiß)
22 km
1200 m
8.00 h
Technisch gesehen gibt es auf dieser Schneeschuhtour zum Großen Arber außer einigen anstrengenden Steilstücken keinerlei Schwierigkeiten, zumal die Schneeschuhroute die felsigen Abschnitte vor und nach dem Schwarzeck einfach umquert. Dafür sind eine gute Kondition und eine gewisse Orientierungsfähigkeit mit Karte und Kompass Voraussetzung.

Stirnlampen sollten trotz frühem Aufbruch nach der Zufahrt mit Taxi wegen der Kürze der Tage besonders im Frühwinter mitgenommen werden. Wer vor der Chamer Hütte von der Route absteigen will, sollte über eine gute Karte und Orientierungssinn verfügen, da man sich im Fahrwegsgewimmel leicht verlaufen kann.

Verlauf der Schneeschuhtour zum Großen Arber

Über die Straße, einige Schritte südlich des Gasthauses von Eck südostwärts ab (Schilder), Richtung Großer Arber in den Wald und einen Fahrweg steil hinauf. Nach ebenem Stück links ab und auf Karrenweg ostwärts hinauf zum Arberkamm, dem man bis zum Ende folgt. Südostwärts aufwärts unter den felsigen Mühlriegel (Besteigung kurz über Nordwestrücken, evtl. zu Fuß; Kreuz 1080 m, freie Sicht). Auf Wanderweg (grüne Markierungen an Bäumen) ostwärts wandern und steil über den Westrücken an Felsen vorbei hinauf zum Westlichen Ödriegel (ebene Lichtung; 1155 m).

Südostwärts abwärts, über eine Freifläche und an einigen Höckern vorbei aufwärts in den Wald zum Östlichen Ödriegel (1174 m). Ostwärts ab- und aufwärts zu einer Erhebung und rechts haltend abwärts in einen Sattel (1139 m; links unterhalb »Waldwies«-Marterl). Südostwärts aufwärts zu markanten Felsen (Hängender Riegel, 1183 m), die man rechtsseitig über eine Freifläche eben umgeht.

Durch Wälder und Lichtungen

Im Wald einen Rücken hinauf, in Links-Rechts-Schleife um erste Felsen und rechts (südseitig) unterhalb des felsigen Schwarzeckkamms und des Kreuzes (evtl. steil links hinauf) queren, zum Schluss aufwärts in einen Sattel unterm Hauptgipfel des Schwarzecks (rechts evtl. zu Fuß zum freien Felskopf, 1230 m; Schlüsselpassage der Tour).

Kurz unterm Kamm weiter, rechts haltend (südwärts!) über Flanke und einen Rücken steil hinab in einen Sattel mit Lichtung (1115 m), rechts eines felsigen Kamms durch lichten Wald queren und dahinter (Schilder) kurz links aufwärts zum Reischflecksattel (rechts Abstiegsmöglichkeit Richtung Arnbruck oder Gh. Schareben). Auf Karrenweg südwärts über einen Schlag hinauf, zum Schluss steil zum parkartigen Plateau des Heugstatt (Gipfel rechts, 1262 m).

Südostwärts (linkshaltend) abwärts, eben dahin (parallele Freifläche), an Verzweigung links halten und nach einer Lichtung hinauf zum freien Gipfelschlag des Enzians (Gipfel links, 1287 m). Auf Karrenweg abwärts zu einer Jausenstation (1199 m), aufwärts einen Fahrweg kreuzend zu einem Schlag, weglos in Serpentinen oder Duckstep durch Wald hinauf (steilste Passage der Tour) und über Lichtungen mit abschließendem Rechtsbogen zum freien Kleinen Arber (Kreuz 1384 m). Kurz im Wald über eine Stufe abwärts, links haltend (ostwärts) steil hinab zur Jugendherberge Chamer Hütte (1300 m; rechts Abstieg nach Bodenmais möglich), über eine Freifläche in den Wald und kurz rechts zu einem geräumten Versorgungs-Sträßchen für die Radaranlagen neben dem Gipfel (1265 m).

Am Arber-Gipfel

Aufwärts queren bis zu einer Kehre (evtl. zu Fuß; bei großer Lawinengefahr oder Erschöpfung das Sträßchen zu Ende verfolgen), gerade ab, links (nordwärts) eine Schneise steil hinauf, in Linksbogen frei zu einem Rücken und rechts über diesen zum Gipfelkreuz des Großen Arber (östlich unterhalb befindet sich das Arberschutzhaus an der Lift-Bergstation).

Wieder zurück und dem geräumten Sträßchen folgen - Westwärts abwärts und südwärts leicht aufwärts queren zu einer Verzweigung, links zu einer Lichtung hinab, südwestwärts über einen Rücken weiter, auf einem Flachstück rechts halten (1055 m; gerade hinab Tourenabfahrt), weiter hinab und nach einem Kreuzweg aus dem Wald. Links haltend über Straßen abwärts zum Zentrum von Bodenmais und an der Hauptstraße rechts zum Parkplatz oder links zum Bahnhof.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour22 km
Höhenunterschied1200 m
Dauer8.00 h
Schwierigkeit
StartortBodenmais (689 m).
AusgangspunktMit zweitem Auto bzw. Taxi nach Arnbrück (bis hier auch Bus) und rechts hoch nach Eck. Parkplatz auf der Passhöhe gegenüber dem Gasthaus von Eck, 835 m.
TourencharakterEck – Mühlriegel – Ödriegel – Hängender Riegel – Schwarzeck – Heugstatt – Enzian – Kleiner Arber – Großer Arber – Bodenmais.
Exposition - Kamm, Nordwest - Lawinengefahr: keine
Beste Jahreszeit
KartentippBayer. Landesvermessungsamt 1 - 50000, UK 50–28 »Naturpark Bayerischer Wald – westlicher Teil«
VerkehrsanbindungAuto - Von München auf der A92 nach Deggendorf. Auf der B11 Richtung Viechtach zur Verzweigung bei Patersdorf (Kreisverkehr), gerade weiter nach Teisnach und rechts nach Bodenmais zum Parkplatz am nordwestlichen Ortseingang. ÖV: Mit der Bahn von München auf der Strecke Richtung Bayerisch Eisenstein/Prag nach Regen (evtl. in Deggendorf umsteigen), umsteigen und nach Bodenmais-Bhf.
GastronomieArberschutzhaus (bei Liftbetrieb); in Bodenmais
Tipps
Schneeschuhtyp - Classics oder Moderns
Unterkunft
Wie Einkehr.
Tourismusbüro
Kurverwaltung Bodenmais, Tel. 09924/778135, www.bodenmais.de

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Christian Schneeweiß

Leichte Schneeschuhtouren

Auf freie Gipfel, durch einsame Wälder, zu idyllischen Hütten: Die 35 schönsten Schneeschuhtouren von den Allgäuer bis zu den Kitzbüheler Alpen.

Jetzt bestellen
Mehr zum Thema