Kreuzjoch–Pigneidalpe, ca. 2400 m

Diese leichte, aber besonders im Abstieg lange (8 km!) Tour führt über weite Hänge und einen etwas felsigen Kamm hinab zu einer arktisch anmutenden Almfläche. Kurze, evtl. schneerutschgefährdete Steilstücke im Auf- und Abstieg und eine Bachwanderung inklusive. (Autor: Christian Schneeweiß)
14 km
700 m
3.00 h
Über drei ungeräumte Serpentinen der Zillertaler Höhenstraße aufwärts, bis links der üblicherweise vom Hüttenwirt der Rastkogelhütte zum Rodeln und Spazierengehen mit dem Pistenbully plattgewalzte Fahrweg zur Rastkogelhütte abzweigt. Frei auf diesem westwärts leicht ansteigend in gut 1 Std. zur Hütte. Nordwärts erst relativ flach entlang des kleinen Hüttenlifts, dann links haltend steil hinauf zu einem Westrücken. Über diesen aufwärts und an vereinzelten Felsen vorbei zu einem breiten Kamm und nordostwärts aufwärts leicht links haltend zu einem wenig ausgeprägten Gipfel oberhalb einer kleinen südseitigen Steilflanke.

Wer will, kann hier nordwärts auf dem Kamm weitergehen, sofern er die Schrofen des Kraxentragers (2423 m) überwindet.

Abstieg: Kurz zurück, kurz steil unter die Südflanke und über flache Mulden südostwärts zur Scharte (knapp 2300 m) vor dem felsigen Mitterwandskopf. Anfangs kurz eng und steil, dann durch eine breite Mulde zwischen Schrofen hinab und rechts um diese herum zur Pigneidalm-Hochleger am Beginn eines Fahrwegs. Kurz vor dem Beginn dieses Fahrwegs ostwärts in das Bett des Talbachs (sofern verschneit), durch dieses abwärts und vor einer Verengung (ca. 2050 m) rechts haltend kurz steil aufwärts zum Fahrweg; oder einfach auf diesem hierhin. Einen Kessel querend und über einen Rücken hinunter zur ungeräumten Zillertaler Höhenstraße. Auf dieser süd- und westwärts zurück zum Ausgangspunkt.

Exposition - Süd/Nord/Ost. / Lawinengefahr: gering bis mäßig.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied700 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHippach im Zillertal. Parkplatz/Haltestelle bei der Atlas-Sportalm, ca. 1700 m.
TourencharakterDas ist ja wie in der Arktis!« Vor uns breitet sich eine weite weiße Landschaft mit sanften Hügeln und Buckeln aus - Nur das weit unten liegende Zillertal deutet darauf hin, dass wir uns nicht über die gewellten Weiten der Finnmark bewegen, sondern in der Gebirgswelt der Tuxer Alpen. Dabei ist der Aufstieg hierher eher unspektakulär. Zu Fuß laufen wir mit den teuren Schneeschuhen am Rucksack bei strahlendem Sonnenschein den langen Zieher zwischen Winterwanderern und schlittenziehenden Huskys zur Rastkogelhütte. Am Hüttenhang und -kamm bekommen unsere Beinmuskeln und Schneeschuhe endlich etwas zu tun. Wenig später stehen wir am Kreuzjoch oberhalb einer Steilflanke, unter der sich die weite Hochalm der Pigneidalpe ausbreitet. Es ist nicht schwer, meine Bergfreunde vom ursprünglichen Ziel abzubringen, und bald bewegen wir uns abseits jeglicher Skirouten über den lange haltenden Pulver des Tuxer Arktisverschnitts.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-WK 1 - 50 000 (mit Skirouten), Blatt 28, »Achensee-Rofan-Zillertal« oder Blatt 37, »Zillertaler Alpen-Tuxer Alpen«.
VerkehrsanbindungAuto: Auf der Inntal-Autobahn A 12 bis zur Ausfahrt Zillertal und das Tal aufwärts bis Hippach. Rechts auf die andere Seite des Ziller und rechts zur Zillertaler Höhenstraße. Diese in Serpentinen hinauf (Schneeketten!).
ÖV: Mit der Bahn bis Jenbach und mit der Zillertalbahn weiter bis Hippach. Mit dem Bus auf die Zillertaler Höhenstraße.
GastronomieRastkogelhütte (2124 m), DAV, bewirtschaftet Weihnachten bis Mitte Januar und Mitte Februar bis Osterwoche, 98 Schlafplätze, Winterraum mit 4 Plätzen, Tel. 05285/2145; evtl. Atlas-Sportalm.
Höchster Punkt
Kreuzjoch–Pigneidalpe, ca. 2400 m
Unterkunft
Rastkogelhütte (2124 m), DAV, bewirtschaftet Weihnachten bis Mitte Januar und Mitte Februar bis Osterwoche, 98 Schlafplätze, Winterraum mit 4 Plätzen, Tel. 05285/2145; evtl. Atlas-Sportalm.
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