Ils Gips/Ils Chalchogns, 2593 bzw. 2792 m

Während die mäßig steile Eingehtour zum Joch am Ils Gips nur etwas Orientierungsvermögen fordert, hat die weiterführende Tour auf den Ils Chalchogns alpinen Charakter - Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Lawinenbeurteilung und Moderns sind Voraussetzung.
Exposition: West bzw. Nord / Lawinengefahr: gering bzw. mäßig. (Autor: Christian Schneeweiß)
6 km
350 m
2.00 h
Zustieg - A) Über die Trisanna und per Überführung zur Silvrettabahn, aufwärts zum Beginn der Piste, über diese das Fimbatal hinauf und dem Fimbabach auf planiertem Skiweg folgend talein zur Wiesbadener Hütte (2264 m, 900 Hm, 5 Std). B) Über die Trisanna und per Unterführung am Silvretta-Center vorbei zur querenden Hauptstraße des Dorfs (bis hier Fußgängerzone), eine schräg gegenüber spitzwinklig nach links abzweigende Straße nehmen und nach deren Rechtsbogen (vor der Kirche) die zweite Straße rechts zum Hotel Piz Tasna nehmen. Hier nach dem Raupenbus des Hüttenwirts fragen (Transport ca. 20 €). Aufstieg: Zum Joch Ils Gips: Ostwärts via Stauwerk über das Fimbatal, links haltend aufwärts queren (steile Stelle) zum Beginn eines schwach ausgeprägten Nordwestrückens und in Rechts-Links-Schleife mäßig steil um diesen herum zu einem ausgeprägten Absatz. In Rechts-Links-Schleife weiter zum Beginn einer Mulde und links von dieser hinauf (evtl. Lawinengefahr) zum Joch am Ils Gips (2593 m). Zum Ils Chalchogns (nur mit Moderns!): Rechts haltend zum Beginn des Nordgrats des Ils Chalchogns und auf diesem aufwärts möglichst über freigeblasene Zonen, oben evtl. in die Nordwestflanke ausweichend (dort Lawinengefahr) zum Vorgipfel und auf schmalem Grat (links Wechten; evtl. teils zu Fuß) zum Hauptgipfel. Abstieg: Entlang der Aufstiegsroute.

Schneeschuhtour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied350 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktIschgl im Paznauntal. In Ischgl von der Hauptstraße rechts ab und über die Trisanna zum Parkplatz Heidelberger Hütte, ca. 1350 m. Busfahrer zur Silvrettabahn, ca. 1370 m.
TourencharakterWer Silvretta hört, der sieht lange Hüttenzustiege und weite Gletscherflächen vor sich, über denen schroffe, aber dennoch besteigbare Urgesteinsspitzen den Himmel kratzen – und denkt an Killerlawinen, die ganze Alpenvereinsgruppen verschütten. Diesem Klischee entspricht im Tourengebiet der Heidelberger Hütte nur der lange Zustiegshatscher durch das Fimbatal, dem man aber mit dem Pistenbully des Hüttenwirts ein Schnippchen schlagen kann. Ansonsten sind die um das flache Tal gruppierten Berge mit ihren meist mäßig geneigten Hängen ohne Gletscher und größere Lawinengefahr ideal für ein verlängertes Tourenwochenende von Schneeschuh-Anfängern geeignet – wenn auch bei Nebel Orientierungsfähigkeit stark gefragt ist. Das gilt zwar auch für den Kurztrip zum Joch Ils Gips; der Gipfel Ils Chalchogns aber wartet mit steilem und schmalem, teils freigeblasenem Trainingsgrat für den Piz Tasna auf.
Beste Jahreszeit
KartentippAlpenvereinskarte 1 - 25 000 (mit Skirouten), Blatt 26, »Silvrettagruppe«; Kompass-WK 1:50 000 (mit Skirouten), Blatt 41, »Silvretta-Verwallgruppe«; Freytag & Berndt-WK 1:50 000, Blatt 373, »Silvretta-Hochalpenstraße-Piz Buin«.
VerkehrsanbindungAuto - Über die Inntal-Autobahn A 12 Richtung Bregenz bis Autobahnende und weiter auf der B 316 nach Pians bzw. vom Arlberg auf der B 316 hierher; hier Abfahrt Paznauntal. In dieses hinunter und südwestwärts bis Ischgl. ÖV: Mit der Bahn nach Landeck und umsteigen in den Bus Richtung Paznauntal/Galtür.
GastronomieHeidelberger Hütte (2264 m), DAV, bewirtschaftet Mitte Dezember bis Mitte Mai, 156 Schlafplätze, Winterraum mit 8 Plätzen, Tel. 0544/5418.
Informationen
Höchster Punkt
Ils Chalchogns, 2792 m
Unterkunft
Heidelberger Hütte (2264 m), DAV, bewirtschaftet Mitte Dezember bis Mitte Mai, 156 Schlafplätze, Winterraum mit 8 Plätzen, Tel. 0544/5418.
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