Hochalm, 1428 m

Die garantiert einsame Wintertour auf den im Herbst so beliebten Berg ist keineswegs so simpel wie man meinen könnte. Nach Verlassen des Fahrwegs ist nämlich Orientierungsvermögen gefragt und eine alpine Passage zu meistern.
Exposition - Süd/West. / Lawinengefahr: niedrig.
(Autor: Christian Schneeweiß)
7 km
650 m
2.00 h
Nordostwärts im Wald einen Fahrweg aufwärts zu einer Bachüberquerung (hässliche Betonröhren). Auf der Gegenseite überm Gerstenrieder Graben auf einem Karrenweg steil hinauf und den anschließenden breiten, wenig geneigten Südrücken entweder den Serpentinen folgend oder direkt hinauf bis zu einer kleinen freien Senke mit dem abgekürzten Karrenweg. Aus dieser geradeaus (Richtung Norden) ansteigend queren zum Südwestrücken. Bevor der Karrenweg abwärts führt, an einem Buchen-Fünfling mit Pfeil rechts ab auf eine Hangverflachung westlich des Südwestrückens. Auf dieser nordostwärts zu einer Mulde, links auf einen freien Rücken und über diesen zum Schluss links haltend auf eine schräg geneigte Almfläche. Optional kurz in Rechtsschleife um einen Buckel zur idyllischen Hölleialm (1154 m) auf einer Aussichts-Schulter. Nun zwei Möglichkeiten - A) (Für Classics sicherer, aber anstrengender): Über die Almfläche ansteigend queren in ein Tälchen und durch dieses südostwärts zunehmend steil durch lichten Wald hinauf zu einem Sattel zwischen dem Doppelgipfel des Brunstlahnerkopfs im hier nach Nordwest gedrehten Kamm (ca. 1305 m); auf diesem nach nordseitiger Umgehung des linken Gipfels hinab und hinüber zum freien Joch der Mitteralm (ca. 1290 m; rechts unterhalb die Almhütte). B)(Für Moderns leichter, aber evtl. lawinengefährdet und schwieriger zu finden): Leicht absteigend über die Almfläche (Schild »Hochalm«) in eine Mulde queren und aus dieser nordwärts hinauf zu einem Rücken; die folgende Querung steigt anfangs schwach in eine Mulde an, um steiler ansteigend durch eine steile Südwestflanke (darüber teils Felsen) unters freie Joch der Mitteralm und zu diesem hinaufzuführen. Über den folgenden mäßig steilen bis steilen Rücken nordwestwärts durch lichten Wald hinauf zu einem freien gewellten Plateau und über dieses zum Gipfelkreuz am Abbruch ins Isartal. Abstieg: Entlang der Aufstiegsroute.

Schneeschuhtour, einsame Schneeschuhtouren, Schneeschuhwanderungen

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied650 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortLenggries im Isartal.
AusgangspunktNordseitiger Parkplatz, 800 m (Schild »Hochalm«).
TourencharakterIm Winter auf den Seniorenberg? Da ist doch nichts! Und niemand ... So viel schneit es hier im Nordstau der Voralpen, dass wir nach der idyllischen Hölleialm mit der massigen Esche beim besten Willen nicht den Sommerweg durch die von Rinnen zerschnittene Westflanke des Brunstlahnerkopfs zur Hochalm finden. Statt dessen steigen wir dem Brunstlahnerkopf kurzerhand aufs Dach und gehen über den buckligen Südrücken geradewegs zum freien Gipfelplateau, statt mühsam nach Wegmarkierungen zu suchen.
Beste Jahreszeit
KartentippBayer. Landesvermessungsamt 1 - 50 000, Blatt UK L 30, »Karwendelgebirge«; Alpen 1:40 000, Blatt 305, »Tölzer Land zwischen Isar und Loisach«; Kompass-WK 1:50 000 (mit Skirouten), Blatt 182, »Isarwinkel«.
VerkehrsanbindungÜber Bad Tölz und Lenggries zum Sylvensteinsee; auf der Staumauer nach links und bis hinter das Ende des Stausees. Über Tegernsee und Kreuth über den Achenpass und fast bis zum Beginn des Stausees; hierher auch aus dem Inntal über den Achensee.
GastronomieGaßlerwirt in Winkel.
Höchster Punkt
Hochalm, 1428 m
Unterkunft
Gaßlerwirt in Winkel.
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