Hoch über Cochem

In Cochem begreift man, warum die Mosel neben dem Rhein zum Inbegriff deutscher Romantik geworden ist. Unter südlich heiterem Himmel ziehen sich Weingärten hoch zur Reichsburg, deren mächtiger Turm einen klaren Akzent setzt über Stadt und Landschaft. Außerdem lockt sie zu gedanklicher Flucht aus nüchternem Alltag in atmosphärisches Mittelalter, obwohl die Burg selbst neugotisch ist – errichtet durch den Berliner Kaufmann und Geheimen Kommerzienrat Louis Ravene nach romantischen Vorstellungen zu Anfang der zweiten Hälfte des 19. Jhs.  (Autor: Helmut Dumler)
2 km
80 m
0.35 h
Von der Moselbrücke wandern wir zum nahen, traditionsgezeichneten Hotel-Restaurant Alte Thorschenke, die im Besitz der Freiherrn von Landenberg ist, einem aus der Schweiz stammenden, im Dreißigjährigen Krieg in die Rheinlande verschlagenen Rittergeschlecht. Am Gebäude sind die Hochwasserstände zwischen 1781 und 1920 angezeigt.

Anschließend passieren wir das 1332 errichtete Enderttor. Etwa 20 m danach geht es links über Steinstufen; vor dem Friedhof zweigen wir rechts in die Jahnstraße ab. Hier tritt die Burg dominierend ins Blickfeld. Wegweiser leiten uns an der Luciakapelle sowie an Kreuzwegstationen vorbei zum Café am Schloßberg. Kurz danach müssen wir uns links halten und steigen empor zum Torturm der Burg Cochem (20 Min).

Abstieg: Ein kurzes Stück geht es zurück auf dem Hinweg, dann folgen wir dem rechts abzweigenden Weg. Nach den Steinstufen geht es durch die Weingärten am »Schloßberg« zur Peterskapelle. Der aussichtsreiche Hangweg bringt uns zum Martinstor und in die Altstadt. Wen es an das Moselufer zieht, der verlässt das Gässchen Burgfrieden bei Haus Nr. 34 rechts über Stufen und schlendert unten über die Moselpromenade. Ansonsten geht es im Burgfrieden weiter auf den Marktplatz. Von der Pfarrkirche St. Martin – ihr Turm überbrückt die Bernstraße –, dann zurück zum Ausgangspunkt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied80 m
Dauer0.35 h
Schwierigkeit
AusgangspunktCochem: Großparkplatz hinterm Bahnhof am nördlichen Stadtrand, 600 m vom Zentrum.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterSpaziergang im Stadtgebiet 
Beste Jahreszeit
KartentippFerienland Cochem 1:25 000 (nicht notwendig).
MarkierungenHinweistafeln; »M« des Mosel-Höhenwegs.
VerkehrsanbindungB 49 von Koblenz und Trier, 92 km. Busse und Bahn, Schiffsanleger.
GastronomieBurgschänke, 9–18 Uhr; im Ort altdeutsches Speiserestaurant Zom Stüffje (auch Kinderkarte), nahebei Restaurant Am Balduinstor.
Tipps
Von der Burg Cochem eröffnet sich eine eindrucksvolle Aussicht über die zusammengedrängte Altstadt und das Moseltal. Flussaufwärts erkennt man den Stadtteil Sehl, aus dem der Glockenturm der Abtei Ebernach ragt und gegenüber die »Brauseley« – die »Loreley der Mosel«. Nördlich über Cochem grüßt das »Pinnerkreuz« vom felsigen Pinnerberg, zu dem ein Sessellift führt.
Unterkunft
Alte Thorschenke: Brückenstr. 3, Tel. 02671/70 59 oder 39 31; Hotel Germania: An der Moselpromenade, Tel. 02671/74 44; Hotel Thul: rechtes Moselufer, Tel. 02671/91 41 50; Haus Sonn'schein: Tel. 02671/70 70; Gästehaus Elisabeth: Tel. 02671/48 92. Jugendherberge. Klottener Str. 9, 150 m vom Bahnhof, Tel. 02671/86 33; Camping Schausten **H: Endertstr. 124, 800 m von Cochem-Ortsmitte, Tel. 02671/75 28.
Tourismusbüro
Tourist-Information, Endertplatz 1, 56812 Cochem, Tel. 02671/6 00 40, Fax 02671/60 04 44
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