Auf den Törlen, ca. 1550 m

Die Tour führt auf ein eigentümliches, im Winter völlig unberührtes Hochplateau ohne Wanderwege. Das aufkommende Skandinavien-Feeling wird durch die Notwendigkeit der Orientierung nach einer genauen Karte und natürlich mit Kompass verstärkt.
Exposition - Südost/Ost/Nord/Südwest. / Lawinengefahr: keine. (Autor: Christian Schneeweiß)
8 km
450 m
2.00 h
Über die Parkplätze der Tiroler Zugspitzbahn auf einem Sträßchen zur Nordostecke des Campingplatzes und hier oder etwas weiter links (westlich) über einen anfangs nur schwach eingeschnittenen Bachgraben auf ein Plateau mit lichtem Jungwald. Rechts des Bachgrabens westwärts (gegenüber Camping) zu einer Kanzel und rechts eines verwachsenen Rückens relativ steil hinunter in den wasserführenden Bachtelgraben. Etwas mühsam kurz durch Wald talaus auf eine Lichtung (meist Loipenspur), hinter Bienenhäusern rechts über den kanalisierten Bach (evtl. Schneeschuhe ausziehen) und nordwärts eine Freifläche im Wald hinauf zu einem kreuzenden Hohlweg (dahinter Wald). Auf diesem rechts ansteigende Querung durch den Wald, vor einem Kahlschlag mit Jungfichten links (nordwärts) hinauf und einen Fahrweg kreuzend (hier links zum »Törle-Rundweg«, der nach dreifacher Weglänge wieder auf die Route trifft) zu einem Südostrücken mit tannendurchsetztem Hochwald. Über diesen hinauf, nach Flachpassage weiter zu einem Durchschlupf und links haltend zu einer Lichtung mit Jungfichtengruppen, in der sich ein Aussichtsbuckel erhebt (1535 m). Nordwärts in ein Tälchen, rechts um einen Rücken herum und nordostwärts durch lichten Wald über eine bucklige Welt zu einem freien Tal mit Forstweg. Auf diesem zu einem Rechtsbogen und weglos rechts von einer tiefer liegenden Freifläche nordostwärts über einen anfangs bewaldeten Rücken (Wildzaun) hinauf zum höchsten Punkt (ca. 1550 m). Abstieg - Hinunter ins freie Tälchen hinter dem höchsten Punkt der Route und links in diesem und später durch Wald abwärts (Wildzaun) auf einen anderen Fahrweg. Auf diesem Rechtsquerung oberhalb einer Lichtung und nordwärts durch den Wald zum »Törle-Rundweg« (Fahrweg). Auf diesem südostwärts zur Lichtung mit der Hochtörlehütte (1459 m) und auf einem anfangs südwestwärts hinunterführenden Fahrweg (einige Linksquerungen; Serpentinenabkürzer möglich) zur Seilbahnstation und zu Fuß zum Ausgangspunkt.

Schneeschuhtour, einsame Schneeschuhtouren
Schneeschuhtouren Tirol

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied450 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktEhrwald an der Zugspitze. Parkplatz der Zugspitzbahn (im unteren Bereich beim Camping, 1220 m).
TourencharakterWer hätte das gedacht - Auf Verdacht eine Schneeschuhtour unternommen, und einen Volltreffer mitten in einer der überlaufensten Regionen der Alpen gelandet – nämlich direkt unter der Zugspitze! Auf den Törlen ist eine von eiszeitlichen Gletschern geschliffene wellige Plateaulandschaft mit von vielen Lichtungen und gelegentlichen Kahlschlägen durchbrochenem lichten Hochwald. Und den ganzen Winter lässt sich hier keine Menschenseele blicken. Sonnseitig unterhalb der Törlen liegt das weite, von Loipen überzogene Lermooser Becken, schattseitig der zugefrorene Eibsee, auf dem man Schlittschuh laufen kann, so er nicht von Schnee bedeckt ist. Er wurde von dem nacheiszeitlichen Bergsturz geschaffen, der auch das Lermooser Becken aufstaute. Vier Gebirgszüge treffen dort zusammen, deren Eckpfeiler man von dem Plateau aus über sich stehen sieht: Im Osten ragt das in der Zugspitze (2963 m) kulminierende Wettersteingebirge als permanenter Bezugspunkt auf. Gegenüber steht im Westen als Vorposten und höchster Gipfel des Ammergebirges der kecke Spitz des Daniel (2340 m; das »Garmischer Matterhorn«). Und im Süden stehen sich über der gleißenden Ebene des Lermooser Beckens die Mieminger Sonnenspitze (2417 m; das »Ehrwalder Matterhorn«) und die in düsterem Schatten verharrende Lechtaler Gartner Wand (2376 m) gegenüber. Zwar beginnt der Aufstieg zum Plateau mit einem etwas hakeligen und unromantischen Kurzabstieg an Campingplatz und Loipe vorbei; aber der folgende Aufstieg unter bis zu 30 Meter hohen Tannen entschädigt dafür reichlich. Oben angekommen, kann eigentlich jeder seine eigenen Spuren durch den Tiefschnee ziehen, denn die hier vorgeschlagene Route ist nicht zwingend.
Beste Jahreszeit
KartentippAlpenvereinskarte 1 - 25 000, Blatt 4/1, »Wetterstein-Mieminger-Gebirge«; Bayer. Landesvermessungsamt 1:50 000, Blatt UK L 31, »Werdenfelser Land«; Kompass-WK 1:50 000, Blatt 5, »Wettersteingebirge«, oder Blatt 25, »Ehrwald-Lermoos-Mieminger«.
VerkehrsanbindungAuto - A 95 Richtung Garmisch-Partenkirchen, hinterm Farchant-Tunnel rechts ab Richtung Fernpass, am Beginn des Lermooser Beckens (Eisenbahnviadukt) kurz links Richtung Ehrwald und vor dem Ort links hinauf zur Tiroler Zugspitzbahn (evtl. Schneeketten). Über den Fernpass: bis Abzweigung Biberwier und über Biberwier nach Ehrwald. ÖV: Mit der Bahn von München nach Garmisch-Partenkirchen und mit der Lokalbahn Richtung Reutte bis Ehrwald-Zugspitzbahn. Mit dem Bus hinauf zur Talstation.
GastronomieHotel am Campingplatz; ansonsten viele Gasthäuser in Ehrwald.
Informationen
Höchster Punkt
Auf den Törlen, ca. 1550 m
Unterkunft
Hotel am Campingplatz; ansonsten viele Gasthäuser in Ehrwald.
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