Altlacher Hochkopf (1328 m) / Walchensee-Berge

Parkplatz – Klamm (Variante außen) – Forststraße – königl. Karrenweg (Variante Markkopf/Wallgau) – Jagdhütte des Königs – Gipfel – zurück (Variante Walchensee)
Exposition - nördlich / Lawinengefahr: keine (Autor: Christian Schneeweiß)
14 km
500 m
4.00 h
Südwestwärts bummelt man auf einer Forststraße, die häufig Fußspuren aufweist, durch den Wald am gluckernden Bach talein, über eine Brücke und wenig später links ab auf einen Karrenweg (Wegweiser; als Variante lässt sich die meist unberührte Forststraße außen herum weitergehen). Ab einer Lichtung mit Hütte verschmälert dieser sich zu einem häufig ausgetretenen Wanderweg. Südwärts, geht es oberhalb eines Bachgrabens in teils gemächlicher Steigung aufwärts, wobei mehrere Bachgräben gekreuzt werden. Am Eingang einer Klamm muss man sogar durch zwei Bäche furten (Schneeschuhe ausziehen, damit sie nachher nicht stollen) und zwischen den Felswänden der kalten Klamm südostwärts zum Beginn eines Rückens marschieren. Über den Rücken und eine steile, eventuell stellenweise vereiste Querung steigt man hinauf zur abgekürzten Forststraße (1100 m). Links auf dieser abwärts zu einer Kurve über den oberen Bachgraben, rechts ab (Wegweiser) und ostwärts auf einem Karrenweg aufwärts wieder zu einer Kehre der Forststraße. Kurz auf dieser dahinspazieren, rechts ab (blauer Pfeil, Lichtung) und auf einem Fahrweg südostwärts aufwärts gehen zu einer Lichtung mit Schildern. Variante - Rechts (Richtung »Wallgau«) lässt sich der markierte Fahrweg westwärts in völliger Einsamkeit weiterverfolgen zur eigentlichen Hochfläche zwischen Walchensee und Isartal und einer Folge von Moorlichtungen (1170 m; rechts Jagdhütte), über denen der Markkopf aufragt (1293 m; kurzer Poweraufstieg, oben Windbruch). Nur Orientierungsfähige mit Kompass und guter Karte sollten vom Weg abweichen. Wer südwestwärts nach Wallgau weitergehen will, deponiert dort am besten ein Auto. Links zweigt ein breiter Wanderweg ab (ehemaliger königlicher Karrenweg), auf dem man links eines Rückens nordostwärts ansteigend quert, bis die Lichtung mit der verschlossenen Jagdhütte Ludwigs II. auftaucht (1299 m). Gipfelstürmer gehen links auf einem Karrenweg kurz eben weiter zu einer sich rechts zeigenden Senke und steigen an deren Beginn südostwärts völlig weglos in Wellen hinauf bis zum Hochkopf (1328 m) am Rand einer Lichtung mit Blickpunkt ins Karwendel. Abstieg entlang der Aufstiegsroute. Abstiegsvariante: Von der Hütte lässt sich auf dem Karrenweg, dessen Windungen nur aus einer guten Karte ersichtlich sind, leicht abfallend nordnordwestwärts bis zu einem Fahrweg (rechts nach »Niedernach«) gehen und kurz links zu einer Forststraße (1220 m) abzweigen. Auf dieser läuft man abwärts und mit gelegentlichen Blickpunkten auf den Walchensee – mehrere rechts abzweigende Fahrwege ignorierend, aber einen langen Rechtsschlenker machend – insgesamt nordwestwärts zur Mautstraße am Südufer des Walchensees. Auf dieser geht es kurz links zum Ausgangspunkt.

Schneeschuhtour, einsame Schneeschuhtouren

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied500 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortWalchensee (Verwaltungsgemeinschaft Kochel)
Ausgangspunktlinks Altlacher Seewiese mit Bauernhaus, rechts kleiner Randparkplatz (Schild Hochkopf), 810 m
TourencharakterDer unscheinbare Waldberg Altlacher Hochkopf (oder einfach Hochkopf) ist tatsächlich der höchste Berg zwischen Walchensee und oberer Isar. Die bewaldete Hochfläche auf 1000 bis gut 1200 Metern Höhe wurde von den eiszeitlichen Gletschern gänzlich überschoben, die ein zerklüftetes Gebiet mit steilen Tälchen, Bergkuppen und Hochmooren zurückließen. Bis auf den Bereich des Altlacher Hochkopfs ist sie im Winter (wie Sommer) so einsam, dass man sich im Gewirr der Fahrwege glatt verlaufen kann. Auf der nördlichen Walchenseeseite heißt das Waldplateau Altlachberg, auf der südlichen Isarseite Ochsensitzer Berg, jeweils nach dem einzigen Bauernhof, der unterhalb des nicht sehr fruchtbaren, nur forstwirtschaftlich genutzten Geländes liegt. An natürlichen Bachstufen vorbei führt die Route durch meist lichte Mischwälder hinauf zu einem Jagdhaus Ludwigs II. (jetzt im Besitz der Alpenvereinssektion Vierseenland mit Übernachtung für die Mitglieder) mit einladenden Bänken, großem Feuerholzstapel und Blickpunkt ins Wettersteingebirge. Hier feierte Bayerns tragischer Märchenkönig zweimal Geburtstag, und er lud Richard Wagner auf eine Sommerfrische ein. Der Gipfel selbst ist völlig weglos, bietet aber einen Jägerausguck mit atemberaubendem Blick ins Karwendel.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte, Nr. 6 »Walchensee-Wallgau-Krün«, Bayer. LVA 1 - 50000, UK L30 »Karwendelgebirge«
VerkehrsanbindungVon München auf der A95 bis Ausfahrt Murnau, links nach Kochel, dort rechts und über den Kesselbergpass am Walchensee Richtung Mittenwald vorbei bis Einsiedl. Dahinter links in die Mautstraße Richtung Jachenau fahren (im Winter nicht besetzt). ÖV - Mit der Bahn von München über Tutzing (umsteigen) im Stundentakt nach Kochel und mit Bus Richtung Wallgau bis Einsiedl. Auf der Mautstraße ca. 0,5 Std. Richtung Jachenau.
GastronomieSeehotel Einsiedl/Bauernhaus von Altlach
Tipps
Schneeschuhtyp - mittlere Classics/Originals
Unterkunft
Wie Einkehr.
Tourismusbüro
Tourist-Info Verwaltungsgemeinschaft Kochel, Tel. 08851/338, www.kochel.de

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