Zwischen Tornowsee und Kalksee

Vorwiegend Waldwanderung auf breiten Wegen, viel Schatten, schöne Aussichten auf Seen, mehrere Bademöglichkeiten. (Autor: Tassilo Wengel)
Vom Waldmuseum Stendenitz gehen wir auf der Kopfsteinpflasterstraße bis zur Kreuzung, wenden uns hier nach rechts und wandern auf dieser Straße weiter bis zum Forsthaus Rottstiel. Dort halten wir uns beim Wanderparkplatz nach links (Wegweiser Boltenmühle) und folgen der Markierung blauer Querstrich auf breitem Weg durch Buchenwald am Westufer des Tornowsees entlang. Unser Wanderweg mündet auf den Fontaneweg und mit ihm zum Kunsterbach, den wir auf einer Brücke überqueren. Wir gelangen nach einer Schranke auf einen Querweg, schwenken hier nach rechts und wandern auf einer Asphaltstraße in Richtung Boltenmühle.
Nach einem Parkplatz verlassen wir die Straße und folgen nun dem Pfad unmittelbar am Ufer des Tornowsees entlang zur Boltenmühle, wo sich eine Rast lohnt (1:15 Std.). Neben dem gesamten Ambiente der Boltenmühle gehört der durch die Gaststube fließende Binenbach zur besonderen Attraktion. Variante: Wer die Wanderung abkürzen möchte, folgt bei der Boltenmühle dem Wegweiser Waldmuseum Stendenitz 5,5 km.
Wir folgen dem Wegweiser zum Binenbach und erreichen an seinem Ufer entlang den Kalksee. Dort überqueren wir den Bach auf einer Brücke und wandern nun am Ufer des Kalksees entlang nach Binenwalde. Unterwegs lädt eine Badestelle zum Verweilen ein, bevor wir den Ort erreichen (1:45 Std.). Hier feiert man jedes Jahr im August das Sabinenfest in Gedenken an die schöne Sabine (1715–1783), die einst die Geliebte von Kronprinz Friedrich war.
Wir gehen auf der Asphaltstraße durch Binenwalde, wandern neben der Straße in Richtung Gühlen-Glienicke zu einem Parkplatz, wo sich die Gelegenheit bietet, an einer FKK-Badestelle am Kalksee eine Pause einzulegen.
Nach der Rast führt unser Weg neben der Straße weiter, bis wir sie beim Wegweiser Boltenmühle 3 km (etwas versteckt) verlassen, um nach links auf einen Pfad einzuschwenken. Nun folgt ein schöner Weg durch Buchenwald, zwischen dem See auf der einen Seite und auffälligen Erosionshügeln auf der anderen Seite. Wir gelangen zur Brücke über den Binenbach und kommen auf bekanntem Weg zur Boltenmühle zurück. Dort gilt der Wegweiser Waldmuseum Stendenitz, dem wir auf breitem Weg durch Buchenwald folgen. Auf einer Fahrstraße schwenken wir nach rechts und kommen zum Campingplatz am Rottstielfließ mit Liegewiese und Badestelle sowie dem Restaurant Am Rottstielfließ. Weiter führt unser Weg über das Rottstielfließ zum Forsthaus Rottstiel, um dort dem Wegweiser Stendenitz 1,2 km auf bekanntem Weg zum Waldmuseum zu folgen (4 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktStendenitz, Waldmuseum.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterTornowsee und Kalksee sind zwei malerisch gelegene Seen im Ruppiner Land, zwischen denen die Boltenmühle als Ausflugsgaststätte schon seit Generationen Gäste anzieht. Im Jahre 1992 fast vollständig abgebrannt, wurde sie inzwischen in alter Schönheit wieder aufgebaut. Eine Wanderung dorthin – mit zahlreichen Bademöglichkeiten – gehört zu den schönsten Naturerlebnissen in der Region.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wander- und Radtourenkarte Nr. 743, Ruppiner Land, 1:50000.
MarkierungenBlauer Querstrich, sehr lückenhaft, Orientierung nach Wegweiser und Wegbeschreibung.
VerkehrsanbindungVon Neuruppin auf der Straße Richtung Flecken-Zechlin, beim Abzweig nach Stendenitz zum Waldmuseum.
GastronomieUnterwegs: Restaurant Am Rottstielfließ, am Campingplatz; Gasthof und Restaurant Boltenmühle. Binenwalde: Gaststätte Hacker mit Biergarten, Seestraße 42; Gaststätte Futterkrippe, Seestraße 32.
Tipps
Die Boltenmühle wurde 1718 auf Geheiß des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm I. vom Müller Hans-Joachim Boldte aus Rathenow errichtet. Einst war sie eine durch den Binenbach angetriebene Schneidemühle, später kam eine Mahlmühle dazu. Als Ausflugs- und Fremdenheim wurde die Mühle 1932 eingerichtet, und seit 1939 gibt es hier eine Gaststätte. Seitdem ist die Boltenmühle wegen ihrer malerischen Lage ein beliebtes Ausflugsziel. Angeboten werden Gerichte der märkischen Küche, Fisch aus dem Tornowsee und Wild aus den Wäldern der Umgebung.
Unterkunft
Neuruppin: Hotel Brandenburger Hof, Tel. 03391/4536-0, Fax 03391/4536-202; Hotel Berliner Hof, Tel. 03391/358662, Fax 03391/ 358664; Pension Vogler, Tel. 03391/ 841114, Fax 03391/841115.
Tourismusbüro
Tourismusverband Ruppiner Land, Fischbänkenstraße 8, 16816 Neuruppin, Tel. 03391/357890, Fax 03391/357907, E-Mail: ruppinerland@ibs-brandenburg.de

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