Zwischen Pottenstein und Behringersmühle

Abwechslungsreiche Wanderung, vor- wiegend auf gut begehbaren Wald- und Feldwegen, im Püttlachtal schöne Durch- blicke und imposante Felsgebilde, auf dem Rückweg vor allem weite Feldlandschaft. (Autor: Tassilo Wengel)
12 km
90 m
5.00 h
Im Tal der Püttlach nach Tüchersfeld.
Wir starten beim Städtischen Verkehrsamt in Pottenstein und gehen die Forchheimer Straße bis zur B 470, wo wir uns nach rechts wenden und der Straße etwa 200 Meter folgen. Dort überqueren wir die Straße und folgen dem links abzweigenden Leo-Jobst-Weg (Markierung rotes Kreuz), einem schönen Waldweg. Wir steigen leicht aufwärts, bis bei einer Bank rechts ein Pfad mit mehreren auffälligen Markierungen erscheint, zu denen auch unsere Markierung gehört. Diesem Pfad folgen wir nach rechts, wandern mal leicht ansteigend, dann wieder abwärts, parallel zur Straße und der Pütt- lach. Bald sehen wir durch die Bäume auf der gegenüberliegenden Straßenseite den Campingplatz »Bärenschlucht«. Er ist ganzjährig geöffnet und liegt direkt an der Bärenschlucht mit ihren beeindruckenden Fels- formationen. In der rustikal eingerichteten Gaststätte mit fränkischer Küche werden Fisch- und Wildspezialitäten angeboten. Unser Wanderweg führt an steil aufragenden Felswänden vorbei, die auch bei Kletterern sehr beliebt sind. Allmählich nähert er sich immer mehr der Püttlach und bietet schöne Aussichten ins Tal. Die nächste Rast können wir auf der Terrasse der Gaststätte beim Campingplatz »Fränkische Schweiz« einlegen, der direkt am Wanderweg kurz vor Tüchersfeld liegt. Der Leo-Jobst-Weg führt dann als schmaler Waldweg direkt zum Felsendorf mit seiner imposanten Ansicht. In Tüchers- feld überragen Felsentürme wie Bischofsgruppe, Hubertusfelsen oder Wachposten das kleine Dorf, das bereits in der Mitte des 13. Jh. zwei Burgen besaß. Beide – Burg Ober- und Burg Untertüchersfeld – wurden zerstört, und aus den Ruinen der Burg Untertüchersfeld entstand Anfang des 18. Jh. der Judenhof. In diesem markanten Fachwerkbau ist das Fränkische-Schweiz-Museum untergebracht. Den Besucher erwartet eine Fülle von Ausstellungen über zahlreiche Aspekte des Landschaftsraumes Fränkische Schweiz von der Geologie, Archäologie und Geschichte über die Landwirtschaft, das Handwerk und Kunsthandwerk bis zu sehenswerten Trachten (geöffnet April–Oktober Di–So 10–17 Uhr, Winter nur So 13 - 30–17 Uhr). Nach dem Besuch des Museums lohnt sich ein Blick von der Aussichtsplattform der Ruine der ausgegrabenen Unteren Burg in das Püttlachtal.
Variante.
Wer die Wanderung abkürzen möchte, kann von Tüchersfeld mit der Markierung blauer Ring direkt über Hühnerloh nach Pottenstein zurückkehren.
Zum Wallfahrtsweg bei Gößweinstein.
Wir folgen dem Leo-Jobst-Weg (Markierung rotes Kreuz) zunächst weiter, nähern uns der Straße und wandern in den Wald (an dieser Stelle ohne Markierung). Bald ist die Markierung rotes Kreuz wieder sichtbar, mit der wir nach Behringersmühle kommen. Allerdings steigen wir nicht in den Ort ab, sondern folgen dem Pfad in Richtung Gößweinstein (Wegweiser) weiter aufwärts, kommen an eine Wegkreuzung und schwenken nach rechts (Hinweis »Gö« am Baum). Wir gelangen auf einen breiteren Weg, beschreiben einen Linksbogen und erreichen auf einem Wiesenweg Gößweinstein an der August-Sieghardt-Straße. Unser Weg führt am Ort vorbei, links ist auf der Höhe der Gasthof Schönblick zu sehen. Kurz danach biegen wir links in die Straße Büchenstock in Richtung Bösenbirkig ein (Markierung blauer Senkrechtstrich). Wir befinden uns auf dem Wallfahrtsweg zwischen Gößweinstein und Pottenstein, wandern aufwärts und kommen zwischen Wiesen und Feldern nach Bösenbirkig.
Über Hühnerloh nach Pottenstein.
In Bösenbirkig gehen wir am Dorfteich rechts vorbei und verlassen nach der Gaststätte Sebald die Teerstraße links (Wegweiser »Hühnerloh«). Nun wandern wir zwischen Feld und Wiese nach Hühnerloh, wo sich im Gasthof Bayer mit Terrasse und Biergarten eine Rast lohnt. Dieser Familienbetrieb ist wegen der guten Küche weithin bekannt. Fränkische Schmankerl aus dem Backofen, Forellen aus eigener Zucht und selbstgebackener Kuchen gehören dazu. Über eine Asphaltstraße erreichen wir eine Dreiergabelung, wo wir den mittleren Weg wählen und danach eine Wegekreuzung überqueren. Nun wandern wir im Wald weiter, dürfen den folgenden Abzweig nach links nicht verpassen und folgen der Markierung blauer Querstrich bis zur Kreuzkapelle oberhalb von Pottenstein, die Bestandteil des Wallfahrerweges zwischen Pottenstein und Gößweinstein ist. Dort wenden wir uns nach rechts und steigen in das Tal hinab, wobei wir die schöne Aussicht auf den Ort genießen können. Über die Forchheimer Straße erreichen wir den Ausgangspunkt.

Gehzeiten.
Pottenstein – Campingplatz »Bärenschlucht« 3/4 Std. – Tüchersfeld 11/4 Std. – Behringersmühle 3/4 Std. – Gößweinstein 1/2 Std. – zurück nach Pottenstein 13/4 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied90 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortPottenstein
AusgangspunktPottenstein, Verkehrsbüro.
EndpunktPottenstein, Verkehrsbüro.
TourencharakterDort, wo Püttlach, Weihersbach und Haselbrunnerbach zusammenfließen, umgeben steil aufragende Felsen einen malerischen Talkessel. Hier liegt Pottenstein, eine der ältesten Stadtsiedlungen in der Fränkischen Schweiz. Der Ort entwickelte sich im Schutze einer Burg, die hier bereits 918 unter König Konrad als Befestigung gegen die Slawen und Magyaren (Ungarn) errichtet wurde. Der Name des Ortes geht auf den Pfalzgrafen Botho von Kärnten zurück und entwickelte sich von Bothostein über Bodinstein zu Pottenstein. Der Pfalzgraf ließ die Burg in der Mitte des 11. Jh. ausbauen, um 1100 gelangte sie in den Besitz des Bistums Bamberg. Eine schöne Wanderung führt auch durch das Püttlachtal nach Tüchersfeld, einem zauberhaften Dörfchen. Die Häuser schmiegen sich dicht an bizarre Felstürme, und Hubertusfelsen, Bischofsgruppe oder Wachposten gehören zu den imposanten Felsgebilden, die den kleinen Ort mit wildromantischer Lage überragen.
Beste Jahreszeit
KartentippFritsch Wanderkarte Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst – Hersbrucker Alb, Blatt Süd, Maßstab 1 - 50000.
VerkehrsanbindungAuto. Auf der Autobahn A 9 bis zur Anschlussstelle Pegnitz/Grafenwöhr, auf der B 2/B 470 nach Pottenstein. Bahn. Bahnstationen Bayreuth oder Pegnitz, weiter mit dem Bus bis Pottenstein.
GastronomiePottenstein - Brauereigasthof Mager, Hauptstraße 13, Tel. 09243/333; Gasthaus Brauerei Hufeisen mit Biergarten, Hauptstraße 38, Tel. 09243/260 (Mo Ruhetag). Tüchersfeld: Café Müller mit Cafégarten, Im Tal 6, Tel. 09242/890. Behringersmühle: Hotel-Gasthof Frankengold mit Biergarten, Tel. 09242/ 1505 (Do Ruhetag); Gasthof Zur Behringersmühle mit Biergarten, Tel. 09242/205 (Di Ruhetag). Hühnerloh: Gasthof Bayer mit Biergarten, Tel. 09242/831 (Mo Ruhetag).
Tipps
Brauerei Hufeisen. Von der einfachen und gemütlichen Gaststube kann man den Blick durch eine Glasscheibe in die Brauerei werfen, wo das dunkle Bier mit seinem feinherben Hopfengeschmack gebraut wird. Bei der Herstellung wird streng geröstetes Malz verwendet, wodurch das Bier eng mit dem Altbier verwandt ist.
Informationen
Hotel-Gasthof Frankengold. In Behringersmühle lädt der Hotel-Gasthof Frankengold ein, von dem sich ein zauberhafter Blick in das Wiesenttal bietet. Vielfalt heißt die Devise, um jeden Geschmack zu treffen. Serviert werden vor allem Gerichte der regionalen fränkischen Küche wie Wild, Juralamm oder Fisch. Auszeichnungen wie »Bayerische Küche« und »Oberfränkischer Fischpreis« sprechen ihre eigene Sprache und verheißen Gaumenfreuden.
Unterkunft
Pottenstein - Gasthof Goldene Krone, Marktplatz 2, Tel. 09243/9243–0, www.goldene-krone-pottenstein.de; Bruckmayer’s Hotel Schwan, Am Kurzentrum 6, Tel. 09243/9810, www.hotel-bruckmayer.de.
Tourismusbüro
Verkehrsbüro Pottenstein, Forchheimer Straße 1, 91276 Pottenstein, Tel. 09243/70841, E-Mail: verkehrsbuero@pottenstein.de, www.pottenstein.de.

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