Zwischen Gößweinstein und Burggaillenreuth

Bequeme Wald- und Wiesenwanderung auf gut begehbaren Wegen, bei Nässe streckenweise rutschig, steiler Aufstieg von der Stempfermühle nach Gößweinstein. (Autor: Tassilo Wengel)
9 km
139 m
3.00 h
Von der Basilika in Gößweinstein gehen wir die Pezoldstraße am Gasthof Stern vorbei bis zum Ortsausgang und schwenken dort nach links, dem Wegweiser Leutzdorf, Burggaillenreuth sowie der Markierung blauer Senkrechtstrich folgend. Zwischen Wiesen und Waldstücken wechselt dann unser Wanderweg, bis wir zu einem Abzweig nach rechts kommen, den wir nicht verpassen dürfen (Markierung links und rechts). Wir stoßen nun auf eine Asphaltstraße, sehen rechts die Häuser von Leutzdorf und wandern in den Ort (45 Min.).
Bei einer kleinen Kapelle schwenken wir nach rechts und verlassen den Ort auf einem breiten Wiesenweg. An der nächsten Gabelung wählen wir den linken Weg und wandern durch Wald zur Esperhöhle (1:15 Std.). Dort folgen wir der Markierung blauer Senkrechtstrich weiter und gelangen an einer Schonung vorbei auf eine Forststraße. Hier biegen wir nach rechts und halten uns an der folgenden Gabelung mit Wieseninsel abermals rechts. Kurz danach zweigt ein Weg zum Keltenwall ab, wo sich vor 2600 Jahren ein keltischer Herrensitz befand. Sehr gut erkennbar sind noch die Reste der einstigen Wallanlagen. Von dort kehren wir auf unseren Wanderweg zurück und kommen beim Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr nach Burggaillenreuth (1:45 Std.). Wir gehen nach rechts und laufen auf dieser Straße bis zur Burg, in der sich eine Pension befindet. Rechts am Baum finden wir einen Wegweiser Talweg Behringersmühle (Markierung rotes Kreuz) und folgen nun dem Weg abwärts in das Wiesenttal. Kurz vor den Gleisen der alten Bahnlinie schwenken wir scharf nach rechts und wandern nun auf einem breiten Weg durch das Wiesenttal mit imposanten Felsgebilden bis zur Sachsenmühle. Dort überqueren wir die Gleise und folgen der Markierung rotes Kreuz weiter bis zur Stempfermühle (2:45 Std.), wo sich eine Rast auf der Terrasse an der Wiesent lohnt.
Hinter dem Gebäude der Stempfermühle führt ein steiler Weg, anfangs über Stufen, aufwärts nach Gößweinstein (Markierung blauer Punkt, die allerdings kaum sichtbar ist). An einer gelben Bank wenden wir uns links und wandern an einem selten gewordenen, geschützten Bestand von Eiben vorbei zur Martinswand, einem Kletterfelsen. Nur noch ein kurzes Stück aufwärts und wir sind in Gößweinstein, das wir auf der Pezoldstraße erreichen. Wir schwenken links und kommen zur Basilika (3:15 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied139 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGößweinstein, Basilika.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterGößweinstein mit seiner weithin sichtbaren Basilika ist als Wallfahrtsort berühmt und zieht jedes Jahr Tausende von Pilgern, aber auch Urlauber an. Wanderer benutzen diesen schönen Ort gern als Ausgangspunkt für Touren, die in das Wiesenttal oder zu anderen Zielen in der reizvollen Umgebung führen.
Beste Jahreszeit
KartentippFritsch Wanderkarte Naturpark Fränkische Schweiz Veldensteiner Forst – Hersbrucker Alb, Blatt Süd, 1:50 000.
MarkierungenBlauer Senkrechtstrich, rotes Kreuz, blauer Punkt.
VerkehrsanbindungAutobahn A 9, Ausfahrt Pegnitz/Grafenwöhr, auf B 2/ B 470 Richtung Forchheim nach Gößweinstein. Busverbindung mit Bayreuth und Ebermannstadt.
GastronomieGößweinstein: Zahlreiche Gasthöfe, Restaurants und Cafés. Burggaillenreuth: Gasthof Wolf, Burggaillenreuth Nr. 21. Leutzdorf: Gasthaus Joseph Richter, Leutzdorf 1, Dienstag Ruhetag. Im Wiesenttal: Gasthof Stempfermühle.
Tipps
Eiben gehörten früher zu den häufig verbreiteten Nadelbäumen, wurden aber auf ihren natürlichen Standorten immer mehr durch Buchen und andere Laubgehölze verdrängt. Inzwischen gehören sie in der natürlichen Landschaft zu den Seltenheiten. Zum Verhängnis wurde der Eibe ihr hartes, zähes Holz, aus dem schon im Mittelalter Bogen und Armbrüste gefertigt wurden. Durch glückliche Umstände hielten sich die Eiben an schwer zugänglichen Steilhängen bis in das 20. Jh. und wurden schließlich unter Schutz gestellt. Dazu gehört auch der Eibenwald bei Gößweinstein.
Unterkunft
Gößweinstein: Hotel-Gasthof Stern, Tel. 09242/9 87 65, Fax 09242/9 87 77, Gasthof-Pension Zur Post, Tel. 09242/2 78, Fax 09242/5 78.
Tourismusbüro
Touristinformation Gößweinstein, Burgstraße 6, 91327 Gößweinstein, Tel. 09242/4 56 und8 40, Fax 09242/18 63.

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Tassilo Wengel

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