Zwischen Glasbachwiese und Grenzwiese

Streckenwanderung auf bequemen Wegen, zum Inselsberg steiler Anstieg. (Autor: Tassilo Wengel)
9 km
350 m
2.00 h
Vom Straßendreieck Glasbachwiese folgen wir dem Rennsteig parallel zur Straße bis zum Parkplatz An der Schillerbuche. Hier laden an einem Imbissstand überdachte Sitzgelegenheiten zur Rast ein, wo sich die sehr geschätzten Thüringer Bratwürste bequem verzehren lassen.
Variante: Beim Parkplatz An der Schillerbuche die Straße überqueren und auf dem Pfad neben der Schutzhütte dem Pfad zum Gerberstein, einem Aussichtsfelsen mit herrlicher Aussicht, folgen. Von dort auf dem Kammpfad rechts, an der Gabelung wieder rechts haltend, leitet der Weg wieder auf den Rennsteig. Unser Weg führt zunächst noch parallel zur Straße in Richtung Brotterode, überquert sie und erreicht den Sattel hinter dem Gerberstein. Auf schönem Waldweg erreichen wir bald die Hirschbalzwiese. Hier folgen wir dem Rennsteig geradeaus weiter und gelangen schließlich auf leicht ansteigendem Weg, von Grenzsteinen mit der Gravur SG 1765 begleitet, zum Dreiherrenstein auf dem Großen Weißenberg. Hier lädt die 1911 erbaute Waldschenke zur Rast ein, gegenüber steht das Denkmal für Viktor von Scheffel (1826–1886) mit einem Reliefbild des Dichters. Es wurde 1913 anlässlich des 50. Jahrestages seines Rennsteiggedichts eingeweiht.
An diesem Denkmal führt der Rennsteig links vorbei, senkt sich bald vom Großen Weißenberg hinab und erreicht über den Zigeunerkopf die Brotteroder Hütte. Nach einem knappen halben Kilometer spüren wir schon den allmählichen Anstieg, unterbrochen vom Oberen Beerberg.
Hier haben wir von einer Felsgruppe bereits schöne Ausblicke in den Fuchshüttengrund und in die Berge um Ruhla über Kleinen und Großen Wartberg und die Hörselberge bis zum Inselbergmassiv. Nach einem weiteren halben Kilometer ist der Venetianerstein mit Schutzhütte erreicht. Sein Name geht auf venezianische Bergleute zurück, die vor langen Zeiten im Thüringer Wald nach Mineralien zum Färben von Glas gesucht haben sollen. Von diesem sagenumwobenen Venetianerstein folgen wir nun dem Rennsteig auf den Großen Inselsberg hinauf und können während des Aufstiegs Aussichten zum Dolmar, zu den Rhönkuppen und in das Werratal genießen.
Der Abstieg führt unterhalb des Berggasthöfes Stöhr zunächst über Stufen zum Busparkplatz, wo wir uns halb rechts halten. Wir folgen dem Rennsteig zu den Reitsteinen, wo wir die schönen Aussichten in den Talkessel von Brotterode genießen können. Nun steigen wir auf einem steilen Pfad zur Grenzwiese hinab, wo der Rennsteig die Straße Tabarz–Brotterode kreuzt.

Wanderwege Thüringer Wald

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied350 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGlasbachwiese.
EndpunktGrenzwiese.
TourencharakterDer Große Inselsberg ist der bekannteste und am meisten besuchte Aussichtsberg im Thüringer Wald. Dieser Abschnitt des Rennsteigs führt in stetem Anstieg über diesen prominenten Gipfel.
Beste Jahreszeit
KartentippWanderkarte Naturpark Thüringer Wald, Nr.1, Maßstab 1:30000, grünes herz, verlag für tourismus oder Fritsch-Wanderkarte Nr.45 1:50000, Westlicher Thüringer Wald und Vordere Rhön.
Markierungen»R« für Rennsteig.
VerkehrsanbindungGlasbachwiese: Busverbindung nach Ruhla und Bad Liebenstein. Grenzwiese: Busverbindung mit Brotterode, Tabarz, Friedrichroda, Tambach-Dietharz. Busauskunft: 0369/228844.
GastronomieDreiherrenstein: Waldschenke am Dreiherrenstein (Do Ruhetag); Großer Inselsberg: Berggasthof Stöhr und Berggasthof Stadt Gotha; Grenzwiese: Haus am Reitstein.
Tipps
Der Große Inselsberg. Erstmals in einem Frankensteinischen Kaufbrief von 1330 als »Emmisenberg« (Quellberg der Emse) erwähnt, begann die touris-tische Erschließung 1649. Damals ver- anlasste Herzog Ernst der Fromme zu Sachsen-Gotha auf dem Gipfel den Bau eines achteckigen Turmes mit Pferdestall, Küche und Keller sowie einem beheizbaren Aussichtssaal. 1845 stieg mit der Fertigstellung der Thüringer Eisenbahn der Ausflugsverkehr rasant an, sodass sich zwei Gasthöfe etablierten. Der eine lag auf gothaischer Seite, der andere auf hessischer Seite; dazwischen verlief der Rennsteig als Grenze. Inzwischen ist der Große Inselsberg wegen seiner Aussicht und guten Zugänglichkeit der am häufigsten besuchte Gipfel des Thüringer Waldes, obwohl er mit einer Höhe von 917m in der Höhenstatistik nur die siebte Stelle einnimmt. Auch die Bedeutung für die Meteorologie und Geodäsie reicht bis in das Jahr 1785 zurück. Damals wurde eine provisorische Sternwarte errichtet, die 1836 die erste Gothaer Landesvermessung ermöglichte.
Unterkunft
Grenzwiese: Hotel Kleiner Inselsberg, Tel. 0366840/32453.
Tourismusbüro
Gästeinformation Bad Vilbeler Platz 4, 98599 Brotterode, Tel. 036840/3333, Fax 3335, www.brotterode-am-inselsberg.eu

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