Zwei Mühlen laden zum Schlemmen ein

Bequeme Wanderung durch Laubmischwald, teilweise am Seeufer entlang mit

Gelegenheit zum Baden. (Autor: Tassilo Wengel)
13 km
120 m
2.00 h
Über den Straussee zur Spitzmühle Wir beginnen die Wanderung an der Fähre über den Straussee im Stadtzentrum, das vom S-Bahnhof Strausberg-Stadt dem Wegweiser folgend über die Straße An der Stadtmauer zu erreichen ist.Zuvor lohnt sich allerdings ein Spaziergang durch die über 750 Jahre alte Stadt, die einige Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Unweit der Fähre steht das Landsberger Tor, ein Teil der historischen Stadtmauer. Über die Georg-Kurtze-Straße kommen wir zur Marienkirche, eine dreischiffige, aus Feldsteinen erbaute Pfeilerbasilika, die um 1250 entstanden ist. Im Inneren beeindrucken die spätgotischen Gewölbemalereien und ein Flügelaltar aus dem 16.Jh. Über den terrassenförmig angelegten Markt mit dem Stadthaus von 1819 gelangen wir zurück zur Fähre und lassen uns auf die andere Seite des Straussees übersetzen. Dort folgen wir dem Wegweiser zur Spitzmühle (Markierung gelber Punkt). Es folgt ein schöner Weg durch Mischwald aus Eichen, Kiefern und Fichten, wir überqueren die Straße Strausberg – Eggersdorf und wandern auf der anderen Seite geradeaus weiter. Bei einem Sitzplatz kommen wir erneut zu einer Straße, die wir überqueren, um nach wenigen Metern das Ufer des Bötzsees zu erreichen. Rechts am Ufer kann man schon die Neue Spitzmühle durch das Laub der Bäume schimmern sehen. Hier wenden wir uns nach rechts und gelangen bei einer über 180Jahre alten Traubeneiche zu einer Wegkreuzung. Zur Neuen Spitzmühle sind es nun nur noch wenige Meter.Wesendahler Mühle und Schillerhöhe Um die Wanderung fortzusetzen, folgen wir bei der Wegkreuzung dem Wegweiser zur Wesendahler Mühle (Markierung gelber Punkt). Es folgt ein Uferweg, der bald als schöner Hangweg am Fängersee entlangführt. Nach etwa 20 Minuten kommen wir zu einer Badestelle und gelangen unweit der Wesendahler Mühle auf einen Waldweg, wo wir den Wegweiser »Schillerhöhe« finden. Von hier sind es nur wenige Meter bis zur Wesendahler Mühle. Wir folgen dem Wegweiser »Schillerhöhe« nach rechts (Markierung gelber Punkt) und wandern zunächst auf einem Kopfsteinpflasterweg, dann auf breitem, mit Rasen bewachsenem Sandweg zur Schillerhöhe, wo sich ein überdachter Sitzplatz und schmucke Grundstücke befinden. Über die Wesendahler Straße (Wegweiser Strausberg-Stadt) kommen wir zur Bundesstraße, die wir überqueren, und wandern auf einem Fußweg am Ufer des Straussees bis zur Badstraße. In diese biegen wir nach rechts ein und kommen an einer Liegeweise vorbei zur Wriezener Straße. Wir gehen über diese und biegen nach wenigen Metern in die Straße An der Stadtmauer ein, die wir bei der nächsten Ampelkreuzung nach links überqueren, und gelangen zum S-Bahnhof Strausberg-Stadt.Strausberg Schon zur Slawenzeit sicherte auf einer Anhöhe am Ostufer des Straussees eine Burg den Handelsweg, der 1247 als via vetus genannt wurde. Er verlief von Köpenick nach Wriezen und wurde später als Heerstraße bezeichnet. In der Burg siedelte vermutlich OttoIII. ein Dominikanerkloster an und kurz danach wurde die noch teilweise erhaltene Stadtmauer aus Feldsteinen und mit Wiekhäusern errichtet. Aus der Zeit der Städtegründung durch die Markgrafen OttoIII. und JohannI. stammt die Marienkirche, eine der wenigen Feldsteinbasiliken in Brandenburg. Über die Sehenswürdigkeiten der Stadt kann man sich im Heimatmuseum (August-Bebel-Straße 33, Tel. 03341/23655) informieren. Dazu gehört auch das Seebad am Straussee, das über reizvolle Holzhäuser und einen Bootsverleih verfügt. Die Strausberger Fähre verbindet außerdem auf einer 360 Meter langen Strecke die Stadt mit dem gegenüberliegenden Ufer. Sie wurde 1894 in Betrieb genommen, damals mit einem großen Handrad betrieben und ist heute die einzige Fähre in Europa, die mit einer elektrischen Oberleitung fährt. Sie verkehrt von Ende März/Anfang April (je nach Witterung) bis Ende Oktober im Abstand von 30Minuten.

Straussee – Neue Spitzmühle 0.45Std. –

Wesendahler Mühle 0.45Std. – Schillerhöhe 0.30Std. – Strausberg 0.45Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied120 m
Dauer2.00 h
AusgangspunktS-Bahnhof Strausberg-Stadt.
EndpunktS-Bahnhof Strausberg-Stadt.
TourencharakterZwischen Straussee, Bötzsee und Fängersee dehnen sich herrliche Wälder, die von reizvollen Wanderwegen durchzogen sind. Als lohnenswerte Ziele zum Verschnaufen laden zwei Mühlen ein, wo unter anderem leckere Fischgerichte aus den heimischen Gewässern probiert werden können.
KartentippKompass Wander- und Radtourenkarte 746 Märkische Schweiz, 1:50000.
VerkehrsanbindungAuto: Autobahn A10 Berliner Ring , Ausfahrt Berlin-Hellersdorf in Richtung Strausberg. Bahn/Bus: S-Bahn S5 von Berlin nach Strausberg-Stadt.
GastronomieStrausberg: Restaurant Zur Fähre, Große Straße 1. Unterwegs: Hotel-Restaurant Neue Spitzmühle, Spitzmühlenweg 2; Wesendahler Mühle, Mühlenstraße 20.
Tipps
Restaurant Zur Fähre in Strausberg Nur wenige Schritte von der Fähre am Straussee entfernt, lädt dieses gemütliche Restaurant mit seinem Biergarten zur Rast ein. Serviert wird typische Hausmannskost der regionalen Küche von verschiedenen Salaten über Suppen wie Brandenburger Soljanka bis zu Schweinesteak, Schweinemedaillon, Kalbsleber, Schnitzel, Rumpsteak und Filetspitzen. Auch Fischgerichte wie Butterfischfilet, Welsfilet und Zanderfilet stehen auf der Speisekarte.
Unterkunft
Pension »Am Straussee«, Tel. 03341/318321, www.stadt-strausberg.de

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