Zur Vorderüntschenalpe

Streckenwanderung auf einfachen Almwegen, wegen des beträchtlichen Höhenunterschieds jedoch etwas anstrengend. (Autor: Karin Pegoraro, Manfred Föger)
7 km
750 m
3.00 h
Unser Ausgangspunkt, Hinterhopfreben, ist ein traditionelles Almdorf, das in früheren Zeiten mehr oder weniger ganzjährig besiedelt war. Dementsprechend weist es auch etliche Einrichtungen auf, die eigentlich für einen Weiler typisch sind. So wird eine erste Kapelle bereits 1644 urkundlich erwähnt und noch heute findet sich ein kleines Gotteshaus zwischen den Alphütten.
Über die Weideflächen streben wir zügig dem Wald entgegen, in den wir an der ersten Kehre des Aufstiegs eintauchen. Neben zahlreichen Fichten und Buchen stehen auch einzelne Tannen in diesem Wald. Nach etwa 30 Minuten kommen wir an einen Kreuzungspunkt. Von links zieht sich der Weg von Vorderhopfreben herauf und vereinigt sich mit unserem weiteren Anstiegsweg. Wenig später erreichen wir eine offene Fläche im Wald. Es ist die Weide der Üntschenbergvorsäß. Die Vorsäß ist eine niedriger gelegene Alp, auf die das Weidevieh vor dem eigentlichen Almauftrieb und nochmals später im Herbst gebracht wird. So können die Tiere länger im Freien weiden und die Bauern reduzieren das teure und arbeitsintensive Winterfüttern. Diese aufwändige Praxis des mehrmaligen Weidewechsels wird nach wie vor praktiziert.
Auf den Weideflächen treffen wir auf eine weitere Wegkreuzung. Während es rechts in Richtung Hinterüntschenalpe bzw. Üntschenpass geht, halten wir uns links und steigen weiter in Richtung Vorderüntschenalpe auf. Zahlreiche Serpentinen leiten uns erneut durch den Wald, bis wir schließlich unser eigentliches Ziel erreichen (2 Std.). Die Vorderüntschenalpe (1759 m) ist bereits eine »normale« Alm, auf der das Vieh nur den Sommer verbringt. Von der Hütte bietet sich ein schöner Ausblick auf die umgebenden Berge; besonders auffällig ist die Hochkünzelspitze (2397 m) auf der südlich gegenüberliegenden Talseite. Für den Abstieg wählen wir den schon bekannten Anstiegsweg (3:30 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied750 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHinterhopfreben (1007 m).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie Almwirtschaft des Bregenzerwaldes hat gegenüber jener anderer Alpenregionen einige Besonderheiten entwickelt. Eine der Spezialitäten ist, dass die Almen auf verschiedenen Höhenstufen liegen und damit zu verschiedenen Zeiten mit Vieh bestoßen werden können. Auf dieser Tour lernen wir drei dieser sehr unterschiedlichen Formen kennen, bis heute in ihrer Ursprünglichkeit erhalten sind.
Beste Jahreszeit
Kartentippfreytag & berndt-WK Bregenzerwald, 1:50 000. Kompass-WK 2 Bregenzerwald – Westallgäu, 1:50 000.
MarkierungenÜbliche Wanderwegemarkierung; Wegweiser an allen Kreuzungspunkten.
VerkehrsanbindungHinterhopfreben liegt direkt an der Bregenzerwald-Bundesstraße B 200 im hinteren Teil der Region; nur sehr beschränkte Parkmöglichkeiten. Die Buslinie Nr. 40 (Dornbirn–Warth) verkehrt ganzjährig hierher, die Linie Nr. 42 (Schoppernau– Lech) nur in den Sommermonaten.
GastronomieEinfache Bewirtschaftung auf den Alpen; verschiedenste Einkehrmöglichkeiten in Schoppernau.
Unterkunft
Hotel in Hinterhopfreben; verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten im Talort.
Tourismusbüro
Tourismusbüro Schoppernau, A-6886 Schoppernau, Tel. 05515/24 95, schoppernau@au-schoppernau.at, www.au-schoppernau.at
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