Zur Torscharte hoch über Hinterriß

Landschaftlich außerordentlich schöne, technisch einfache Bergwanderung; Trittsicherheit ist angenehm; bequeme Tagestour. (Autor: Horst Höfler, Gerlinde M. Witt)
13 km
880 m
5.00 h
Vom Rontal-Parkplatz in Hinterriß auf der mäßig ansteigenden Almstraße zur Rontalalm (1262 m). Von dort in südlicher Richtung taleinwärts und in sanfter Steigung empor bis in den Talschluss. Nun östlich in Kehren hinauf in die Torscharte (1815 m). Abstieg - Von der Scharte in kleinen Serpentinen ostwärts steil hinunter zum Tortal-Hochleger. Jetzt wesentlich flacher durch Ahornbestände und entlang von Grashängen, dann wieder steil im Laubwald hinab zum Torbach. Weiter zum Tortal-Niederleger und der Forststraße folgend hinaus nach Hinterriß, das man an seinem südöstlichen Rand erreicht. An der Rißtalstraße entlang zurück zum Parkplatz.

Dauer - Hinterriß – Rontalalm 50 Min.; Rontalalm – Torscharte 1.40 Std.; Torscharte – Hinterriß knapp 2 Std. Höhenunterschied: Hinterriß – Rontalalm 318 m; Rontalalm – Torscharte 553 m.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied880 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHinterriß (944 m) im Rißtal.
TourencharakterDie Nordwände beider Berge und die Torwände (die Nordabstürze von Lackenkarspitze und Kuhkopf) sind die Schaustücke der Nördlichen Karwendelkette - viel bestaunt, aber so gut wie nie durchstiegen. Hier bieten sich für extreme alpine Kletterer wahre Abenteuerrouten. Bergwanderer bleiben auf Distanz zu den mächtigen Felsfluchten. Doch fraglos bestimmen diese die landschaftliche Großartigkeit der beliebten, viel begangenen Ron- und Tortal-Rundtour. Deren Auftakt ist ein wenig fad. Eine Forststraße führt zur Rontalalm. Aber mit Erreichen des Rontalbodens steht man mittendrin in der Karwendelherrlichkeit. Von der Alm aus führt der Weiterweg noch einige Zeit sanft bergan, ehe ein Serpentinensteig in die Torscharte hinaufleitet. Dort wird man schier erschlagen von der Felsenwucht der genannten Gipfel. Trotz der klingenden Namen ihrer Erschließer – Michl Schober, Martin Schließler – verirren sich nur alle heiligen Zeiten einmal Kletterer in diese Wände. Allein der markante Torschartengrat wird bisweilen »gemacht«. Auch ich habe mich da schon einmal hinaufgesucht. Recht steil geht's ab Torscharte in Richtung Tortal hinunter. Nach dem malerisch gelegenen Tortal-Hochleger gelangt man auch hier wieder zu Ahornbäumen. Schön sind sie im Herbstlaub. Reizvoll ist jedoch auch ihr Frühsommergrün. Bald durchschneidet der schmale Steig nach Allgäuer-Alpen-Manier die Grashänge, ehe man durch Laubwald steil zum Bach hinunterstiefelt. Ein letzter malerischer Rastplatz. Die Tour endet, wie sie begann: mit einer Forststraße. Der gemütlichen Einkehr in Hinterriß steht nichts mehr im Wege.
Beste Jahreszeit
KartentippAV-Karte Karwendelgebirge, Mittleres Blatt, 1 - 25 000; Freytag & Berndt-Wanderkarte 322 (Wetterstein, Karwendel, Seefeld, Leutasch, Garmisch-Partenkirchen), 1:50 000.
VerkehrsanbindungÜber Vorderriß; dorthin entweder von Lenggries über die B 13 oder von Wallgau auf mautpflichtiger Straße. Die Zufahrt zum Rontal-Parkplatz ist in Hinterriß deutlich beschildert. Nächstgelegene Bahnstation (BOB) ist Lenggries; von dort verkehrt der RVO-Bergsteigerbus (www.alpenverein-muenchen.de).
GastronomieWährend der Weidezeit Rontalalm und in Hinterriß.

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