Zur Hochplatte, 1813 m

Zum schönsten Karwendel-Panorama - Bis auf den Gipfelgrat einfache Wanderwege bzw. Forststraßen. Der etwas ausgesetzte Gipfelgrat kann in weiten Wiesenhängen umgangen werden (siehe Beschreibung der Abstiegsroute). BITTE BEACHTEN: Falkenmoosalm, 1328 m, SEIT 2011 NICHT MEHR BEWIRTSCHAFTET. (Autor: Siegfried Garnweidner)
12 km
930 m
4.00 h
Zur Falkenmoosalm Die Straße vom Achental nach Tiefental hinauf darf man nicht mehr mit dem Auto befahren. Dafür ist direkt neben der Bundesstraße ein großer Wanderparkplatz angelegt worden, von dem man erst einmal gegen Süden zum Café Tirolerland hinübergeht. Dort geht es rechts ab und über eine weite Wiese nach Tiefental hinauf, wo man auf ein Sträßchen stößt, das gegen Südwesten weiterführt. Am Waldrand zweigt nach rechts eine breite Forststraße ab. Dort geradeaus weiter und bald darauf, bei der nächsten Verzweigung im Wald, rechts halten. Nun auf einer steilen, groben Fahrspur durch den Wald dahin, bis man unmittelbar am Waldrand wieder auf eine Straße stößt. Auf ihr in ausholenden Kehren anfangs gegen Norden, später nach Westen zur Jausenstation Falkenmoosalm. Gipfelspurt zur Hochplatte Nach der Einkehr nur kurz der Straße gegen Westen folgen, den Fahrweg in der Rechtskehre verlassen, um geradeaus durch lichten Wald anzusteigen, bis wieder die Almstraße erreicht ist. Man könnte auch dem weiten Straßenschlenker erst nach Norden, dann nach Süden folgen, was zwar bequem, aber deutlich weiter und nicht sehr ansprechend ausfällt. In einer Waldlichtung verzweigt sich die Route. Dort links und am Bergweg nach Süden. Er steigt ziemlich forsch auf einem dicht bewaldeten Rücken an und tritt auf der Höhe von 1600 m aus dem Wald aus. Der Berg flacht spürbar ab und es öffnen sich schöne Blicke zum Juifen und zum markanten Kafellkamm. Dann beginnt der Gipfelspurt, der fast ein wenig grimmig ausfällt. Auf rund 70 Höhenmetern kraxelt man – behände wie der Hochplattentiger – steil über den felsigen Rücken hinauf, bis dieser abflacht und zum Gipfelkreuz hin ausläuft. Sollte jemand vor dem etwas luftigen Gipfelgrat zurückschrecken, kann er, wie das beim Abstieg beschrieben ist, östlich der Hochplatte fast eben weitergehen und über weite Wiesenhänge absolut einfach zum Kreuz ansteigen. Einfacher Rückweg Will man sich den zackigen Gipfelgrat beim Abstieg nicht noch einmal antun, folgt man einfach dem Bergweg, der über weite Wiesenhänge nach Osten, Richtung Seewaldhütte, abfällt. Bei der ersten Hütte zweigt nach links eine Trittspur links ab und quert einen freien Hang gegen Norden. In ihm fühlen sich die Gämsen besonders wohl – und das sollte man respektieren. Also bitte dezent auf sich aufmerksam machen, den Gämsen Zeit lassen, dass sie sich ein wenig zurückziehen können, und dann erst weitergehen. Der Querweg erreicht am Fuße des Gipfelgrats die Aufstiegsroute. Auf ihr bis zum Café Tirolerland im Achental.

Dauer - ges. 41/4 Std. Achental – Falkenmoosalm 11/2 Std., Falkenmoosalm – Hochplatte 11/4 Std., Hochplatte – Falkenmoosalm 3/4 Std., Falkenmoosalm – Achental 3/4 Std. Höhenunterschied: ?? 930 m Achental – Falkenmoosalm ? 440 m, Falkenmoosalm – Hochplatte ? 490 m, Hochplatte – Falkenmoosalm ? 500 m, Falkenmoosalm – Achental ? 440 m

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied930 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAchenkirch, Parkplatz beim Gasthaus Tirolerland, 890 m
TourencharakterAuf den Bergen rund um die Hochplatte wohnt eine nette Schmusekatze, die – ihrer alpinen Umgebung angepasst – erstaunliche bergsteigerische Ambitionen entwickelt hat. Selbst im Winter, wenn unser Gipfelziel fest in den Händen der Skitourengeher liegt, kommt der »Hochplattentiger« durch den Tiefschnee bzw. in der Fellspur munter zum Gipfelkreuz herauf und lässt sich von Bergsteigerinnen und Bergsteigern das Fell kraulen. In erster Linie hat er es aber auf den Rucksackinhalt abgesehen. Und weil die Mieze einen recht gesegneten Appetit entwickelt, ist schon mancher Gipfelsieger mit leerem Brotzeitsackerl wieder abgestiegen, ohne selbst etwas davon gehabt zu haben. BITTE BEACHTEN: Falkenmoosalm, 1328 m, SEIT 2011 NICHT MEHR BEWIRTSCHAFTET.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wanderkarte, 1 - 50000, Blatt 182 (Isarwinkel)
VerkehrsanbindungMit dem Auto aus dem Inntal über die Kanzelkehre und durch das Achental zum Ausgangspunkt oder von Norden über den Achenpass; RVO-Bergsteigerbus ab Lenggries
Tipps
Alternativen Schöne, alternative Routen bieten sich bei der Wegverzweigung oberhalb der Falkenmoosalm an. Da wäre der Weiterweg über die Großzemm- und Lämpereralm ins Marbichler Joch und je nach Lust, Laune und alpinem Geschick zum Juifen (leicht) oder über die Marbichler Spitze auf den langen Kafellkamm (weglos und anspruchsvoll).
Höchster Punkt
Hochplatte, 1813 m
Tourismusbüro
Achensee-Tourismus (Tourismusverband Achenkirch), Tel.: 0043/(0)5246/5300, Internet: www.tirol.at/achenkirch
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