Zur Hickelhöhle

Eine lange, aber von den steilen An- und Abstiegen im Bereich der Hickelhöhle abgesehen eben verlaufende Wanderung auf breiten Waldwegen, teilweise Asphalt. (Autor: Tassilo Wengel)
14 km
132 m
4.00 h
Wir wandern von der Neumannmühle in Richtung Zeughaus (Markierung gelber Querstrich), das 1642 zur Aufbewahrung des Jagdgerätes errichtet wurde. Auch der Zeichenschläger wohnte hier, der die Wege zu markieren hatte, damit man sich in dieser Wildnis zurechtfand. Heute lädt der Imbiss beim Zeughaus mit rustikalen, überdachten Sitzplätzen zur Rast ein, bevor die Thorwalder Wände in Angriff genommen werden. Wir setzen unsere Wanderung im Großen Zschand fort (jetzt Markierung roter Querstrich) und erreichen nach 5 Min. einen Abzweig. Wer den strapaziösen Weg zur Hickelhöhle über den Reitsteig nicht scheut, muss ab hier der Markierung grüner Querstrich folgen (bis zur Hickelhöhle 1:15 Std.). Wir bleiben der Markierung roter Querstrich treu und erreichen nach 25 Min. Wanderung einen überdachten Sitzplatz. Beim nächsten Abzweig biegen wir nach links und wandern nun auf schmalem, zunächst leicht ansteigendem Weg zur Hickelhöhle hinauf. Sie ist die zweitgrößte Höhle der Sächsischen Schweiz, 45 m breit, 14 m tief; zeitweise füllt im hinteren Teil klares Sickerwasser ein kleines Becken.
Von der Höhle folgen wir dem Stimmersdorfer Steig auf zahlreichen breiten Holzsprossen aufwärts (roter Querstrich). Vorbei an einer beeindruckenden, porösen Felswand setzen wir unseren Weg auf einem sehr steilen Steig zunächst aufwärts, dann abwärts fort und nähern uns über Treppen, Steine und Wurzeln bald einem breiten Weg. Bei der Stimmersdorfer Brücke überqueren wir die Kirnitzsch, wenden uns nach links und folgen nun einem Asphaltweg (ab hier Markierung blauer Querstrich). An der Niederen Schleuse vorbei, kommen wir zur Thorwalder Brücke, wenden uns nach links, überqueren die Kirnitzsch und gehen nun zum Zeughaus und auf bekanntem Weg zurück zur Neumannmühle.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied132 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz bei der Neumannmühle.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDa im Wesentlichen ohne strapaziöse Anstiege auf Felsgipfel, lässt sich aus dieser Wanderung eine reine Genusstour machen, denn schöne breite Waldwege dominieren – und ab August ist der Pilzreichtum dieser Gegend auch in diesen Wäldern präsent.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:25 000 mit Wanderwegen, Blatt 45 Landesvermessungsamt Sachsen.
MarkierungenGelber Querstrich, roter Querstrich, blauer Querstrich, gelber Querstrich.
VerkehrsanbindungVon Bad Schandau durch das Kirnitzschtal in Richtung Hinterhermsdorf bis zum Parkplatz bei der Neumannmühle. Busverbindung mit Bad Schandau.
GastronomieNeumannmühle; Imbiss am Zeughaus (Mo Ruhetag).
Tipps
Die Niedere Schleuse. Die Niedere Schleuse ist nach einer Rekonstruktion durch Waldarbeiter zwischen 1985 und 1993 wieder funktionsfähig. Die 32 m breite Staumauer hält bei einer Staulänge von 750 m die beachtliche Menge von 28000 Kubikmeter Flutwasser für die Holztrift zurück. Zum Korrigieren des triftenden Holzes wurden Floßhaken verwendet, die im schindelgedeckten Schleusenhäuschen aufbewahrt wurden.
Unterkunft
Im Kirnitzschtal: Neumannmühle, Tel. 035974/50565, Fax 035974/50199; Pension Felsenmühle, Tel. 035974/50088, Fax 035974/50089; Gasthof Lichtenhainer Wasserfall, Tel. 035971/53733, Fax 035971/57780; Hotel Forsthaus, Tel. 035022/5840, Fax 035022/584-188; Pension & Gasthaus Mittelndorfer Mühle, Tel. 035022/5850, Fax 035022/58550.
Tourismusbüro
Fremdenverkehrsamt Altendorf, Sebnitzer Straße 2, 01855 Altendorf, Tel. 035022/42774, Fax 50371; Touristinformation im Bahnhof Bad Schandau, Am Bahnhof 6, 01814 Bad Schandau, Tel. 035022/41247, Fax 035022/44376, Internet www.badschandau.de

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