Zur Gipfelkirche des Monte Tobbio

Die aussichtsreiche Wanderung verläuft auf gutem Weg. Der lichte Pinienwald bietet jedoch kaum Schatten. (Autor: Michael Pröttel)
3 km
600 m
2.00 h
Am Colle di Eremiti steht eine kleine Kapelle. Rechts von ihr beginnt ein schmaler Weg, dem wir in Richtung Westen folgen (Markierung: gelber Kreis mit Balken; nicht den Weg links der Kapelle nehmen!). Durch lichten Pinienwald geht es angenehm flach bergauf. Nach einem zumeist ausgetrockneten Bachbett wendet sich der Weg wieder nach Osten und schon bald stoßen wir auf einen breiteren Maultierpfad, dem wir kurz nach rechts folgen. An seiner nächsten Kehre verlassen wir ihn sogleich wieder, indem wir geradeaus gehen. Nach einer langen Querung unterhalb der Nordhänge des Monte Tobbio macht unser Weg vor einer tiefen Rinne ebenfalls eine markante Kehre. Hier sieht man auch schon die auf dem Gipfel stehende weiße Kirche. Kurz darauf erreichen wir den breiten Nordrücken, dem der Weg nun ein Stück lang folgt. Der Umwelt zuliebe sollte man nicht die direkt auf dem Rücken verlaufenden Abschneider nehmen. Solche Varianten verwandeln sich bei starken Gewittern zu kleinen Wildbächen, wodurch die Vegetationsdecke starken Schaden nimmt. Wir queren in die Nordostflanke des Monte Tobbio und stoßen bald auf einen breiteren Weg, dem wir rechts hinauf folgen (Markierung: gelbes Quadrat bzw. Dreieck). An einer Kehre überqueren wir den schwach ausgeprägten Rücken und sehen auch schon den nahen Gipfel. Zuletzt auf schönem Wiesenkamm erreichen wir die weiße Kirche des Monte Tobbio (1092m/1:30Std.). Das Hauptportal ist zwar geschlossen, eine kleine Tür auf der Ostseite ermöglicht aber den Eintritt. Hier befinden sich zwei kleine Räume, die sogar einen Ofen haben (zum Übernachten muss man aber Holz und Isomatte selber mitbringen). Die Kirche feierte im Jahr 1999 übrigens ihr hundertjähriges Bestehen. Zur Gipfelmesse wurde damals extra ein Hubschrauber-Shuttle für die älteren Herrschaften eingerichtet!
Da der Monte Tobbio dem ligurischen Hauptkamm etwas vorgelagert ist, bietet er ein spannungsvolles Panorama: Im Süden grüßen die Berge des Parco Naturale Capanne di Marcarolo zu uns hinüber, deren höchste Erhebung der Monte delle Figne (1172m) ist. Der Blick nach Norden schweift über die breite Flächen der Poebene. Und wenn man Glück hat, reicht die Sicht bis zum Alpenrand. Der Abstieg erfolgt auf gleichem Weg (2:45Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour3 km
Höhenunterschied600 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktColle di Eremiti
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer Monte Tobbio gehört zwar politisch schon zur Region des Piemont, geologisch ist er aber eindeutig ligurischer Abstammung. Bei guter Sicht reicht der Gipfelblick über die Poebene bis zu den Alpen.
Beste Jahreszeit
KartentippCarta dei Sentieri e Rifugi, 1:50000, Nr. 16, Istituto Geografico Centrale
Markierungengelber Kreis mit Balken
VerkehrsanbindungA7 Ausfahrt »Busalla«, dann weiter über Voltaggio zum Colle di Eremiti
GastronomieVoltaggio
Tipps
Klarer Blick. Wegen des oben beschriebenen Blickes sollte man sich diese Wanderung unbedingt für das Frühjahr oder den Herbst vornehmen, wenn die Luft noch bzw. wieder klar ist.
Tourismusbüro
Keine

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Region:
Italien
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