Zur Burg Falkenstein

Bequeme Wiesen- und Waldwanderung mit nur zwei kurzen Anstiegen. (Autor: Chris Bergmann)
19 km
480 m
5.00 h
Das Selketal ist eines der landschaftlich reizvollsten Täler des Harzes. Vom Quellgebiet bei Stiege bis zum Harzgeroder Ortsteil Mägdesprung wird es von der Selketalbahn durchfahren. Mit seinen Felsklippen und Wasserfällen bildet vor allem der Talabschnitt zwischen den Erholungsorten Alexisbad und Mägdesprung ein viel besuchtes Ausflugsziel. Während die Schmalspurbahn in Mägdesprung das Tal verlässt und in die Domstadt Gernrode fährt, beginnt an der Selkemühle unterhalb von Mägdesprung das von der Ruine Anhalt und der Burg Falkenstein überragte Naturschutzgebiet Selketal.
Von der Selkemühle leitet die Markierung »blaue Scheibe« durch die Wiesen und Laubwälder des Selketals. Zwischendurch fällt der Blick hinauf zur Burg Falkenstein, dann passieren wir die Talmühle und erreichen die Gaststätte Zum Falken. Hier ist rechts der steile Weg hinauf zu Burg Falkenstein ausgeschildert, die auf einem Bergsporn 150 m über dem Tal thront. Errichtet im 12. Jh. als spätromanische Wehranlage, vermittelt sie das Bild einer über Jahrhunderte hinweg gewachsenen Burg mit Stilelementen von Romanik und Gotik bis hin zum Fachwerkbaustil des 16./17. Jh. Die Kernburg ist als Museum zugänglich. Für Graf Falkenstein verfasste ein Schöffe um 1225 auf Burg Falkenstein den »Sachsenspiegel«, das bedeutendste deutsche Rechtsbuch des Mittelalters.
Nach diesem Abstecher geht es auf demselben Weg zurück ins Selketal. Die Markierung »blaue Scheibe« leitet kurz weiter talabwärts, wechselt dann links in den Hang und führt im Wald hinauf zum Eckartsberg (Sitzbänke). Dort führt die Markierung »rote Scheibe« links weiter auf dem Forstweg Meisdorfer Trift; schon bald ist der Abstecher zur Falkensicht ausgeschildert: Hier bietet sich ein schöner Blick in das Selketal und hinüber zu Burg Falkenstein. Die Meisdorfer Trift führt weiter zur Hohen Warte (Rastplatz), dort wechselt die Markierung »rote Scheibe« halb links auf den Waldweg Leimuferstraße und führt zurück zum Ausgangspunkt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour19 km
Höhenunterschied480 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz beim Hotel Selkemühle nordöstlich von Harzgerode.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDurch die Wiesen und Wälder des unter Naturschutz stehenden Selketals führt diese Wanderung zur Burg Falkenstein, der einzigen unzerstört gebliebenen Harzburg, und über die bewaldeten Höhen über dem Tal zurück zur Selkemühle.
Beste Jahreszeit
KartentippWandern im Ostharz (Landesvermessungsamt Sachsen-Anhalt).
MarkierungenBlaue Scheibe und rote Scheibe, namentliche Ausschilderungen.
VerkehrsanbindungVon der B 185 Ballenstedt – Alexisbad zweigt in Mägdesprung die Stichstraße zur Selkemühle ab.
GastronomieSelkemühle, Talmühle, Zum Falken, Burg Falkenstein.
Tipps
Burg Anhalt, deren Ruinen auf dem Großen Hausberg 250 m über dem Selketal thronen, wurde um 1050 von Esiko von Ballenstedt errichtet. Nach der Umwandlung von Burg Ballenstedt in ein geistliches Stift (1043) wurde sie die Stammburg der Askanier, die sich ab 1212 »Grafen von Anhalt« nannten. Das askanische Stammland im Ostharz und das von Abrecht dem Bären erworbene Land an der Elbe bei Magdeburg wurde 1218 zum Fürstentum Anhalt vereinigt. Infolge der zahlreichen Teilungen dieses Fürstentums verlor die Burg an Bedeutung und fiel ab dem 14. Jh. wüst.
Unterkunft
Harzgerode, die »Hauptstadt des Unterharzes« mit den Ortsteilen Alexisbad, Mägdesprung und Silberhütte, verfügt über zahlreiche Hotels, Gasthöfe und Pensionen.
Tourismusbüro
Stadtinformation Harzgerode, Markt 7, 06493 Harzgerode, Tel./Fax 039484/3 24 21, Internet www.harzgerode.de.

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Chris Bergmann

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