Zum Wildpark Hundshaupten

Wanderung auf breiten Wegen, vorwiegend im Wald, teilweise zwischen Obstgärten, streckenweise auf Asphaltstraße mit wenig Verkehr. (Autor: Tassilo Wengel)
9 km
100 m
2.00 h
Aus dem Trubachtal zum Wildpark.
Vom Wegweiser neben dem Parkplatz am Brauereigasthof folgen wir dem Hinweis zum Wildpark Hundshaupten mit der Markierung grüner Ring. Beim Café Hohlweg verlassen wir den Ort und genießen auf einer Asphaltstraße zwischen Feldern die schöne Landschaft im breiten Trubachtal. Nach etwa 15 Minuten verlassen wir die Straße, schwenken nach rechts und wandern auf einem Schotterweg leicht bergan durch den Wald. An der folgenden Gabelung treffen wir abermals auf einen Wegweiser zum Wildpark und erreichen auf einem schönen Weg durch Buchenwald den Wild- park. Hier lohnt sich ein längerer Aufenthalt, denn zahlreiche heimische Tiere lassen sich gut beobachten, und im Streichelzoo warten Zwerg- ziegen auf kleine Besucher. Als Spaziergänge bieten sich ein kleiner Rundweg (60 Min.), der Aufstieg zum Breitenstein (60 Min.) und der Weg zum Freigehege für Rot-, Dam- und Muffelwild (45 Min.) an.
Zwischen Obstwiesen und Waldflächen Nach dem Aufenthalt im Wildpark folgen wir der Straße weiter aufwärts nach Hundshaupten. Dieses kleine Juradorf liegt auf einer Höhe von 450 Metern und ist von Obstbaumwiesen und Mischwald umgeben. Die Geschichte des Dorfes ist eng mit dem Schloss verbunden, dessen Anfänge bis in das 13. Jh. zurückreichen. Nach Zerstörung, Wiederaufbau und Finanzstreitereien erwarb 1661 Hieronymus Christoph von Pölnitz das Schloss. Die letzte Besitzerin, Gundila Freifrau von Pölnitz, schenkte 1991 das wertvolle Anwesen mit rund 120 Hektar Land dem Landkreis Forchheim. Nachdem das Schloss 2005 an die Erben zurückgegeben werden musste, ist eine Besichtigung nicht mehr möglich. Allerdings finden noch von April bis Juli im Schlosshof die beliebten Konzerte statt (Auskunft unter Tel. 09191/708121 oder www.schloss.hundshaupten.de). Wir setzen unseren Weg geradewegs durch den Ort in Richtung Hundsboden fort. Obstgärten begleiten uns zu einem Abzweig, wo wir der Markierung roter Punkt sowie diagonal rot-weiß geteiltes Rechteck nach links folgen. Wir wandern nun auf einem schönen Wiesenweg, erreichen den Mischwald aus Buchen und Fichten und gehen wieder an einer Obstwiese vorbei auf Egloffsteinerhüll zu. Kurz vor dem Ort führt unser Wanderweg auf einem Wiesenweg weiter, der in den Wald mündet. Bei einem Querweg biegen wir nach links ab und kommen an einer Wiese zur nächsten Gabelung. Dort folgen wir weiter der Markierung diagonal rot-weiß geteiltes Rechteck auf einem Forstweg, bis wir scharf nach rechts abbiegen müssen (am Baum Markierung diagonal rot-weiß geteiltes Rechteck mit schwarzem Pfeil). Wir gelangen auf einen breiten Waldweg, wenden uns dort nach links und halten uns am querenden Forstweg abermals links. Wir wandern am Wegweiser nach Hundshaupten vorbei und verlassen nach ca. 150 Metern die Forststraße. Nun folgen wir einem rechts abwärts führenden Pfad (Markierung nicht sichtbar). Unser Weg führt recht steil hinab und mündet in einen Weg mit der Markierung grüner Querstrich. Dieser Markierung folgen wir nach links und halten uns an der folgenden Gabelung rechts. Wir erreichen Oberzaunsbach über eine kleine Brücke, schwenken nach rechts und wenden uns beim Gasthaus mit der Brennerei Renate Hofmann nach links, um auf der Asphaltstraße zurück nach Unterzaunsbach zu gelangen.
Pretzfeld und der Kirschenanbau.
Dort, wo die Trubach in die Wiesent mündet, liegt Pretzfeld. Der Ort hat sich seinen ländlich-idyllischen Charakter bewahrt und gilt als das Tor zum Trubachtal. Hoch oben thront das Schloss, das in seiner heutigen Gestalt aus dem 18. Jh. stammt und von einem großen Park mit altem Baumbestand umgeben ist. Im Schloss befinden sich Bilder des Neo- Impressionisten Curt Herrmann (1854–1929), der ab 1896 in Pretzfeld lebte. Außerdem kann man in der St.-Kilian-Kirche pracht- volle Rokokokunst bestaunen. Der Ort ist von ausgedehnten Kirschenplantagen umgeben, die zur Blütezeit Ende April die Landschaft »verzaubern« und in ein weißes Blütenmeer tauchen. Da die Gemeinde schon seit dem Dreißigjährigen Krieg das Zentrum eines großen Kirschenanbaugebietes ist, findet seit 1967 jährlich Mitte Juli im Kellerwald das Fränkische Kirschenfest statt. Es gilt als eines der schönsten Sommerfeste in der Fränkischen Schweiz und dauert fünf Tage.

Gehzeiten.
Unterzaunsbach – Wildpark Hundshaupten 3/4 Std. – Oberzaunsbach 11/2 Std. – zurück nach Unterzaunsbach 1/4 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied100 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortUnterzaunsbach
AusgangspunktUnterzaunsbach, Brauereigasthof Meister.
EndpunktUnterzaunsbach, Brauereigasthof Meister.
TourencharakterDas Trubachtal zählt zu den reizvollsten Tälern in der Fränkischen Schweiz. Zahlreiche Mühlen, Schlösser und Burgruinen reihen sich im 25 Kilometer langen Tal aneinander, das mit seinen unberührten Seitentälern zum Wandern einlädt. Hauptattraktion der Gegend und ein lohnendes Wander- ziel ist der Wildpark Hundshaupten unweit des gleichnamigen Dorfes. In Unterzaunsbach bietet der Brauereigasthof Meister eine preiswerte Einkehr im kleinen Biergarten oder in der gemütlichen Gaststube.
Beste Jahreszeit
KartentippFritsch Wanderkarte Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst – Hersbrucker Alb, Blatt Süd, Maßstab 1 - 50000.
VerkehrsanbindungAuto. Auf der Autobahn A 73 bis zur Anschlussstelle Forchheim-Nord oder -Süd, auf der B 470 bis Abzweig Pretzfeld und über Pretzfeld nach Unterzaunsbach. Bahn. Bahnstation Forchheim, mit dem Bus bis Unterzaunsbach.
GastronomieUnterzaunsbach - Brauereigasthof Meister, Tel. 09194/9126 (Di Ruhetag). Wildpark Hundshaupten: Restaurant im Wildgehege mit Biergarten, Tel. 09197/697759 (kein Ruhetag).
Tipps
Auf dem Kirschenlehrpfad. Der Rundweg ist 9 Kilometer lang und vermittelt auf 15 Stationstafeln Informationen zu Natur, Geschichte, Kirschenanbau und mehr. Er dauert 2 bis 3 Stunden und führt von Pretzfeld aus über den Kirschenfestparkplatz, den Kellerwald, die Ruine Dietrichstein nach Wannbach. Hier lädt der traditionsreiche Gasthof Mühlhauser im Ortszentrum zur Rast ein. Leckerer Wildschweinbraten und frische Forellen sind die Spezialität des Hauses, Edelobstbrände von Obst aus eigenem Anbau werden seit Generationen gebrannt. Von Wannbach geht es nach Hagenbach, wo sich der Gasthof Richter für eine Verschnaufpause anbietet. Gutbürgerliche Gerichte aus eigener Metzgerei sowie Karpfen und Forelle als Hausspezialitäten werden im gemütlichen Gastraum und im Biergarten serviert. Jeden Dienstag gibt es die beliebte Schlachtschüssel. Zur Verdauung bieten sich Obstbrände aus eigener Brennerei an, die von ausgesuchten Früchten der Fränkischen Schweiz stammen. Nach dieser Erholungspause wandert man wieder bequem zurück nach Pretzfeld.
Informationen
Der Brauereigasthof Meister. Direkt an der Hauptstraße in Unterzaunsbach erwartet der Brauereigasthof Meister seine Besucher in der gemütlichen Gaststube oder im kleinen Biergarten, der direkt am Ufer der Trubach liegt. Frisch aus dem Bach kommen die Forellen, die gebacken, blau oder geräuchert angeboten werden. Auch Schnitzel und Bratwürste sowie Brotzeiten aus eigener Schlachtung schmecken zum selbst gebrauten Bier und den selbst gebrannten Schnäpsen aus Kirschen, Williams-Birne und Zwetschgen. Als Spezialität gibt es auch Bierschnaps.
Unterkunft
Egloffstein - Gasthof-Hotel Zur Post, Talstraße 8, Tel. 09197/555, www.gasthof-zurpost-egloffstein.de; Gasthof Schäfer, Tel. 09197/295, www.landgasthof-schaefer.de; Pension Mühle, Tel. 09197/1544, www.pension-muehle.de.
Tourismusbüro
Tourist-Information Egloffstein, Felsenkellerstraße 20, 91349 Egloffstein, Tel. 09197/202, E-Mail: egloffstein@trubachtal.de, www.trubachtal.com.

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