Zum Wildbarren über dem Bichlersee

Unschwierige, auch im Hochsommer relativ kühle, knappe Halbtages-Bergwanderung, für die Trittsicherheit angenehm ist; überraschend schöne Aussichtsplätze. (Autor: Horst Höfler, Gerlinde M. Witt)
6 km
550 m
3.00 h
Vom Parkplatz retour zum Gasthaus und noch etwa 350 Meter auf dem Sträßchen zurück, bis links (Wegweiser »Wildbarren«) eine Almstraße abzweigt, der man – teils steil – in Ostrichtung folgt. Noch ehe die Straße zur Riedleitner Alm hinunterführt, zweigt nach links der Weg zum Wildbarren ab. Er führt – eigentlich ist er nur ein Pfad – teils bequem, teils etwas steil aufwärts, verläuft ein kurzes Stück ziemlich eben dahin (Blick zum Gipfel) und leitet erneut durch Wald bis unterhalb des Gipfelkammes, der mit Kehren erreicht wird. Auf dem bewaldeten Kamm flach in Nordrichtung zum Kreuz. Abstieg - Über den flachen Kamm zurück. Dort wo sich der Aufstiegsweg nach links hinunterwendet, geradeaus weiter (Wegweiser »Bichlersee«) und steil durch Wald abwärts ins freie Gelände gegenüber dem Jochstein. Weiterhin durch Wald hinunter, bis man auf eine Forststraße trifft. Auf ihr hinab. Sie mündet in eine weitere Forststraße. Man folgt ihr nach links und gelangt oberhalb des Bichlersees zum Parkplatz und nach Regau zurück.

Dauer - Regau – Wildbarren 1.45 Std.; Wildbarren – Regau 1.15 Std. Höhenunterschied: Regau – Wildbarren 550 m.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied550 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortNiederaudorf, 476 m.
AusgangspunktRegau, Gasthaus Bichlersee (940 m). Auf der Tatzelwurmstraße bis Agg. Knapp 700 m dahinter zweigt rechts das Teersträßchen nach Regau ab.
TourencharakterWissen Sie, wie man einen Gipfel sehr rasch für sich allein hat? Ganz einfach, Sie nehmen Begleiter mit, die unter Keuchhusten leiden, und kommentieren das typisch ziehende Gebell mit einem »wird denn dein Keuchhusten überhaupt nicht besser?«. So schnell können Sie gar nicht gucken, wie der Platz ums Gipfelkreuz herum leer wird. Wir haben es ausprobiert. Bei meiner Tochter flaute der Husten zwar bereits ab, aber sie brachte das »Ziehen« – wohlgeübt – auch künstlich zustande. Horst jedoch steckte zu seinem Ärger noch mittendrin in dieser unangenehmen Kinderkrankheit, die er von Angelika aufgeschnappt hatte. Von Anfällen gebeutelt husteten sich die beiden also dem Wildbarren zu. Sie waren offensichtlich nicht so gut disponiert wie sonst. Mir ging's dadurch gar nicht schlecht, weil der Freund nicht so rennen konnte. Überdies ist der Aufstieg nicht allzu lang. Der Wildbarren ist ein mächtiger, bewaldeter Buckel, an dem wir – ihn wohl registrierend – immer nur vorbeigefahren sind. Erst als nahezu sämtliche Voralpenberge sozusagen »abgehakt« waren, besannen wir uns auf ihn, und diese Wanderung erwies sich als überraschend nett. Klar, man geht vielfach im Wald »spazieren«, aber er ist immer wieder durch freie Flächen aufgelockert. Schon weit oben mahnt ein erosionsgeschädigter Hang – die Zerstörung ist von Mal zu Mal, da wir am Wildbarren unterwegs waren, größer geworden –, so dass man immer auf dem Weg bleiben und Kehrenabkürzer vermeiden soll, ja muss. Der Gipfelausblick überrascht. Er ist fast »erste Sahne«. Vollkommen frei steht das Kaisergebirge da, und gen Osten geschaut erkennt man die Loferer und die Leoganger Steinberge und sogar Teile der Berchtesgadener Alpen. Der Tiefblick wird bestimmt durch die Siedlungen Oberaudorf, Niederndorf, Ebbs … Der Abstiegspfad westseitig hinunter in Richtung Bichlersee gibt sich kurzweilig. Eine Passage ist besonders schön - Von einem freien Aussichtspunkt erblickt man einen lotrechten Felspfeiler, den Jochstein, und links davon im Hintergrund den (leider begradigten) Inn sowie die allerletzten Ausläufer der Inntalberge gegen die Ebene hin. Noch oberhalb der Bichleralm bekommt man »Anschluss« an den von den Astenhöfen herüberführenden Weg. Vielleicht macht man noch den kurzen Abstecher zum Bichlersee. So oder so wird bald wieder Regau erreicht, wo man sich im Gasthaus »Bichlersee« (bei schönem Wetter natürlich im Freien) eine gute Brotzeit schmecken lässt. (G. W.)
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte Mangfallgebirge, 1 - 50 000, BLVA.
VerkehrsanbindungAuf der Inntalautobahn bis Ausfahrt Oberaudorf/ Niederndorf, nördlich durch Oberaudorf und weiter in Richtung Niederaudorf bis zur Abzweigung der Straße nach Bayrischzell/Tatzelwurm fahren.
GastronomieGasthaus »Bichlersee«.
Unterkunft
Gasthaus »Bichlersee«.

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