Zum Vorder-Unnütz

Überraschend lohnende Tour, für die im Gipfelbereich Trittsicherheit angenehm ist; ab Köglalm reiner Süd- anstieg, daher nicht unbedingt eine Hochsommerwanderung. (Autor: Horst Höfler, Gerlinde M. Witt)
10 km
1150 m
6.00 h
Vom Parkplatz an der Achenseestraße auf dem bezeichneten Weg immer in südöstlicher Richtung steil durch Wald zur Köglalm (1431 m). Von dort in Nordostrichtung weiter. Bald mündet der von Steinberg durch das Schönjochtal heraufführende Weg ein. Es geht erst durch Mischwald, danach durch Latschen nördlich in wechselnder Steigung aufwärts. Später verläuft der Pfad über schrofendurchsetzte Grashänge. Am Beginn des eigentlichen Gipfelaufbaus vereinigt sich unser Anstieg mit demjenigen von Steinberg über die Kotalm. Etwas unterhalb der Gratlinie vollends zum Gipfelkreuz. Abstieg - Auf der gleichen Route.

Dauer - Achensee – Köglalm knapp 1.30 Std.; Köglalm – Vorder-Unnütz knapp 2 Std.; Vorder-Unnütz – Achensee 2.15 Std. Höhenunterschied: Achensee – Köglalm 500 m; Köglalm – Vorder-Unnütz knapp 650 m.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied1150 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAchensee (932 m). Wandererparkplatz nahe der Gaststätte Seeblick, an der Ostseite der Bundesstraße.
Tourencharakter»Er war halt der ›Unnutz‹, weil ma dort nicht klettern kennen hat«, erzählte uns schmunzelnd Mathias Rebitsch, der große, in Brixlegg geborene Bergsteiger und kühne Freikletterer. Später, als der Hias älter geworden, seine leistungssportliche Sturm- und Drangzeit beendet war, lernte er auch den »Unnutz« schätzen. Auch ich habe ihn lange gemieden, denn er schaut – wenn man von Norden kommend auf Achenkirch zufährt – nicht sehr einladend aus - ein mächtiges, dunkles Bergmassiv, viel bedrohlicher als der hellfelsige Guffert. Von diesem gesehen macht der Unnütz schon einen weitaus günstigeren Eindruck, wenngleich dieser »Brocken« von einem Berg eine durchaus anstrengende Tour erwarten lässt. Doch es ist alles halb so wild. Der Südanstieg von Achensee über die Köglalm gibt sich abwechslungsreich, überraschend lieblich und gar nicht so sehr mühsam. Wie der Guffert so steht auch der Unnütz nordseitig vor dem eigentlichen Rofanstock. Man ist noch näher dran an den steilen Rofanwänden, die besonders für am Felsklettern Interessierte Blickfang sind. Auch der Guffert macht sich nicht schlecht. Man staunt über die Länge seines Westgrats, ist überrascht ob der durchgehend steilen Südwände, die rechts von der gestuften Südkante begrenzt werden. Man glaubt, der Guffert wäre nur auf schwierigen Routen ersteigbar. Gott sei Dank ist dem nicht so, wie unsere Tour 31 beweist. Das Unnützmassiv wird von drei Gipfeln gekrönt: von (im Norden beginnend) Hinter-Unnütz (2007 m), Hoch-Unnütz (2075 m) und Vorder-Unnütz. Kurioserweise ist dieser um drei Meter höher als der Hoch-Unnütz. Und wir gehen auf den höchsten. Der Übergang vom Vorder- zum Hoch-Unnütz würde eine knappe Stunde Zeit in Anspruch nehmen und Übung im Begehen von Schrofengelände verlangen. Zumal der Abstieg vom Hoch-Unnütz nach Achenkirch auch nicht überaus schön ist, sei hier nur die Südroute des Vorder-Unnütz für Auf- und Abstieg empfohlen.
Beste Jahreszeit
KartentippFreytag & Berndt-Wanderkarte 321 (Achensee, Rofan, Unterinntal), 1 - 50 000; Kompass-Wanderkarte 27 (Achensee, Rofangebirge), 1:50 000.
VerkehrsanbindungVon Achental (siehe Tour 31) über Achenkirch; von Süden über Maurach und die Achenseestraße. Bestgelegene Bahnstation ist Lenggries (BOB); von dort Busverbindung nach Achensee/Achenkirch.
GastronomieKöglalm (1431 m), Bewirtschaftung während der Weidezeit.

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