Zum Seebergkopf

Nette, nicht überlaufene Bergwanderung, die man am besten zu einer Rundtour gestaltet. (Autor: Horst Höfler, Gerlinde M. Witt)
12 km
750 m
5.00 h
Vom Parkplatz an der Waldkuranlage dem Wegweiser (B2) folgen und durch Wald in Kehren bequem empor. Nach etwa 300 Höhenmetern leitet der Weg waagrecht oder nur mit kleinen Höhenunterschieden an den Osthängen des Seebergs entlang und führt ins Wiesengelände der Neuhütte. Von dort westlich aufwärts zur schön gelegenen Seebergalm. Jetzt östlich in den mit wenigen Bäumen bestandenen Gipfelhang und zum höchsten Punkt mit Kreuz empor. Abstieg - Zurück zur Seebergalm. Nun in westlicher Richtung durch Wald und in freiem Gelände teilweise steil (blaue Markierung) zur Klareralm hinab. Von dort südlich bis zur Wegkreuzung. Man hält sich rechts (westlich) und geht auf der Almstraße oberhalb des Steilenbaches talauswärts, bis man auf das von Mieseben kommende Sträßchen trifft. Diesem folgt man etwa 200 Meter, dann rechts auf einen Weg, der – immer am Alpbach entlang – nach Osterhofen hinausführt. Zuletzt trifft man auf den am Seeberg nördlich entlangführenden Wanderweg. Auf ihm zum Ausgangspunkt zurück.

Dauer - Parkplatz – Neu-hütte 1.15 Std.; Neuhütte – Seebergalm 30 Min.; Seebergalm – Seebergkopf 30 Min.; Seebergkopf – Klareralm 45 Min.; Klareralm – Parkplatz 1.30 Std. Höhenunterschied: Parkplatz – Neuhütte 440 m; Neuhütte – Seebergalm 165 m; Seebergalm – Seebergkopf 138 m.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied750 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortBayrischzell (795 m).
AusgangspunktAm südöstlichen Ortsrand von Bayrischzell; man fährt von der B 307, dort wo sie am weitesten an den Seebergstock heranreicht, auf einer Brücke über den Aubach und zu einem Parkplatz.
TourencharakterHausberg Nummer e ins von Bayrischzell ist der Wendelstein. Er ist, dem Seeberg unmittelbar südwestlich gegenüber, der Grandseigneur. Doch lohnt sich die Ersteigung des Seebergs durchaus. Wenn man ein wenig in die Geschichte Bayrischzells hineinblättert, wird Interessantes aus einer reichen Kultur augenfällig. 1076 errichteten die adeligen Brüder Adalbert und Otto eine Zelle und eine kleine Kirche. Drei Jahre später gründete Gräfin Haziga, die Gemahlin des Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach, »in der Zell« ein Kloster. Es wurde noch vor 1080 mit Benediktinern besetzt. Doch war's denen im Quellgebiet der Leitzach nicht geheuer. Das Klima zu rau, die Wege zu beschwerlich. 1085 durften die Benediktinermönche ihr Klösterchen nach Fischbachau verlegen und 34 Jahre später kam es nach Scheyern. Das Klostergebäude samt -kirche gibt es längst nicht mehr. Indessen ist die Pfarrkirche St. Margaretha aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ein Juwel. »Entdeckt« wurde Bayrischzell erst, nachdem 1911 die Eisenbahnstrecke von Schliersee bis hier verlängert worden war. Sogleich hob der Fremdenverkehr an, der Ort machte sich einen guten Namen. Das Sudelfeld-Skigebiet entstand. Seit 1970 führt die Großkabinenbahn vom Ortsteil Osterhofen zum Wendelsteinhaus. Mit Aufstieg von Bayrischzell über Neuhütten- und Seebergalm und Abstieg nach Westen über die Klareralm bietet der Seeberg eine nette Rundtour. Eindrucksvoll präsentiert sich vom Seeberg aus der Miesing. Er stiehlt der höheren Rotwand links daneben die Schau.
Beste Jahreszeit
KartentippTopogr. Karte Mangfallgebirge, 1 - 50 000, BLVA.
VerkehrsanbindungVon Norden entweder über Schliersee oder über Fischbachau, von Osten (Brannenburg, Oberaudorf) über die Sudelfeldstraße, von Süden (Kufstein, Landl) über den Ursprungpass. Bayrischzell ist Endstation der BOB.

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