Zum Schartschrofen

Auf schmalen, steinigen Steigen ohne große Mühen auf den Schartschrofen, der herrliche Nah- und Fernblicke bietet. Kinder sollten für diese Tour etwas Bergerfahrung und Trittsicherheit besitzen. Der erwähnte Abstecher auf die Läuferspitze bleibt erfahrenen Bergsteigern vorbehalten. Die Tour lässt sich mit Wanderung 27 oder 28 zu einer längeren Unternehmung verknüpfen. (Autor: Bernhard Irlinger)
3 km
360 m
1.00 h
Am Füssener Jöchl (1818m) folgen wir dem Weg nach rechts, der durch die Bergwiese sanft bergab läuft (Wegweiser Schartschrofen). Nach kurzer Strecke bleibt der steile Anstieg zur Läuferspitze rechts, die von versierten Bergsteigern überschritten werden kann (man trifft dann wieder auf den beschriebenen Weg). Wir folgen dem gemütlichen Weg und erreichen nach einem kurzen Anstieg das Reintaljoch. Wir halten uns rechts (Wegweiser Schartschrofen), gehen an einer Weggabelung vor den Felsen der Läuferspitze geradeaus (Wegweiser Schartschrofen) und queren dann die steile Ostflanke der Läuferspitze. Ein kurzer felsiger Abschnitt verlangt etwas Konzentration, ehe wir eine zwischen Läuferspitze und Hallerschrofen eingelassene Scharte erreichen. Hier trifft der Weg über die Läuferspitze wieder auf den beschriebenen Anstieg. Nach einem zweiten Schärtchen wird der felsige Gipfel des Hallerschrofens rechts in der Westflanke umgangen und wir erreichen einen Bergkamm. Zum ersten Mal geht der Blick zum Schartschrofen, der von den Felswänden des Gimpel und der Roten Flüh überragt wird. Unser Weg folgt nur kurz dem Kamm und schlängelt sich dann abwärts zur Hallergernjoch (1851m). An dieser Stelle beginnt geradewegs der Gipfelanstieg zum Schartschrofen, der anfangs steil in Serpentinen bergan führt. Bald legt sich das Gelände jedoch zurück und wir steigen ohne große Mühen durch Latschen bergan. Ein kurzer Schlussanstieg bringt uns auf den Gipfel des Schartschrofens (1968m). Hier beginnt der mit Stahlseilen gesicherte Friedberger Steig, der beeindruckend steil in die Gelbe Scharte hinabzieht. Wir begnügen uns mit dem atemberaubenden Nahblick zum Gimpel und zur Roten Flüh und kehren auf unserem Anstiegsweg wieder zum Hallergernjoch (1851m) zurück.
Wer nicht auf demselben Weg zum Füssener Jöchl zurückwandern möchte, kann hier dem schmalen Weglein links Richtung Tannheimer Tal folgen (Wegweiser Haller, Grän). Es läuft kurz abwärts und schwenkt dann nach rechts. Bald müssen wir uns kurz am Rand einer steilen Rinne abwärts mühen, ehe uns der Steig unter Felswänden nach rechts zu einer Wegkreuzung führt. Wir halten uns erneut rechts (Wegweiser Füssener Jöchl) und wandern auf dem teils neu angelegten Weg am Rand des Pistengebietes hinauf zur Bergstation der Seilbahn am Füssener Jöchl (1818m).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour3 km
Höhenunterschied360 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDie Bergstation der Bergbahn zum Füssener Jöchl.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterVom Füssener Jöchl zieht ein Bergkamm mit mehreren Felsgipfeln zu den beeindruckenden Steilwänden der Tannheimer Kletterberge Gimpel und Rote Flüh. Der letzte und höchste dieser kleinen Berge, die beeindruckende Nahblicke in die Felsflanken der Tannheimer Berge bieten, ist der Schartschrofen.
Beste Jahreszeit
MarkierungenWegweiser und Farbmarkierungen.
VerkehrsanbindungMit eigenem Fahrzeug bei Grän von der B199, die durch das Tannheimer Tal läuft, auf die nach Pfronten ausgeschilderte Straße durch das Engetal abbiegen. Am Ortsrand der Beschilderung zur Füssener-Jöchl-Bahn folgen und kurz aufwärts zum großen Parkplatz an der Talstation. Grän liegt an der Buslinie, die von Reutte durch das Tannheimer Tal zum Oberjoch verkehrt, und an der Buslinie, die Pfronten mit Tannheim und dem Vilsalpsee verbindet.
GastronomieAn der Bergstation am Füssener Jöchl.
Unterkunft
In Grän und den Nachbarorten im Tannheimer Tal.
Tourismusbüro
Tourismusbüro Grän, Tel. ++43(0)5675/6285; Liftgesellschaft Grän, Tel. ++43(0)5675/6363.

Buchtipp

Bernhard Irlinger

Ostallgäu und Tannheimer Berge

40 Touren für jeden Anspruch: über sanfte Hügel bis zu Gipfelbesteigungen – zum Teil mit Seilbahnunterstützung

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