Zum Rachelsee und auf den Rachel

Überwiegend bequeme Waldwanderung mit einigen steileren Wurzel- und Felspassagen, die festes Schuhwerk erforderlich machen. (Autor: Bernhard Pollmann)
18 km
850 m
6.00 h
Vom Gfällparkplatz folgen wir der »Auerhahn«-Markierung westwärts auf einem bequemen Forstweg, passieren eine Informationsstelle zu Windwurf und Käfern, durchwandern prachtvolle Laub- und Mischwälder und erreichen die Schutzhütte Feistenberg. Gleich darauf verschmälert sich der Weg am Schmutzer-Kreuz zu einem Steig, der sich durch Laubwald mit moosüberwucherten Felsen schlängelt. Wir erreichen den Aussichtspunkt Bankl und wenig später den Rachelsee. Über diesem wunderschön gelegenen Moränenstausee erhebt sich die von urwaldartigem Bergfichtenwald bestockte Rachelseewand.
Talseitig hinter der Informationshütte beim See entdecken wir die »Specht«-Markierung und folgen ihr neben Bächen und über Stege bergan, ehe wir an einer Schutzhütte neben einer Bergwiese die südwestexponierte Felsenkanzel erreichen; eine Holzleiter führt hinauf auf diesen Felsen, der zu den schönsten Aussichts- und Rastorten dieser Wanderung zählt. Von der Felsenkanzel leitet die Specht-Markierung hinab zur Racheldiensthütte und wieder Richtung Rachelsee, bald begleitet von den Tafeln eines Eiszeitlehrpfads und dem Rauschen des Seebachs, des höchsten Quellbachs der Ilz. Kurz nach Überqueren des Bachs stehen wir zum zweiten Mal am Rachelsee. Während die Wanderung bisher bequem war, bezeichnet ein Schild den nun beginnenden Kapellensteig als »beschwerlich«: Die »Auerhahn«-Markierung verlässt den See in der Nähe des Ausflusses und leitet auf einem Urwaldlehrpfad aufwärts zur Rachelsee-Kapelle, einer Schutzhütte mit Tiefblick zum See. Nun verlässt der Weg die Seewand und durchzieht den stimmungsvollen Fichtenhochwald der Kammregion an der Grenze zu Böhmen, ehe wir die Gneisrippe auf dem Gipfel des Großen Rachel ersteigen; die Aussicht wird ein wenig durch hoch aufgeschossene Fichten beeinträchtigt. Vom Gipfel steigen wir zum Gasthaus Waldschmidthaus ab, dann leitet der »Auerhahn«-Weg zurück zum Ausgangspunkt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour18 km
Höhenunterschied850 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGefällparkplatz (950 m) nördlich von Spiegelau; die Straßen zum Gfällparkplatz und zum Parkplatz an der Racheldiensthütte sind saisonal für Pkw gesperrt; sie sind dann mit dem Nationalparkbus erreichbar.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDiese abwechslungsreiche Nationalpark-Wanderung führt zum idyllischen Rachelsee und auf die aussichtsreiche Felsenkanzel sowie auf den Großen Rachel, einen der schönsten Gipfel des Bayerischen Walds.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:25 000, Blatt UK 3: Nationalpark Bayerischer Wald oder Topografische Karte 1:50 000, Blatt UK L9: Naturpark Bayerischer Wald (Bayerisches Landesvermessungsamt).
MarkierungenAuerhahn-Markierung vom Gfällparkplatz zum Rachelsee, auf den Großen Rachel und zurück; Specht-Markierung vom Rachelsee, zur Felsenkanzel, zur Rachelsee-Diensthütte und zurück zum Rachelsee.
VerkehrsanbindungB 12 Passau – Freyung, dann über Grafenau nach Spiegelau.
GastronomieWaldschmidthaus, Racheldiensthütte (keine Übernachtung!).
Informationen
Mountainbikegeeignet: nein.
Unterkunft
In Spiegelau gibt es sieben Hotels, sechs Gasthöfe und 14 Pensionen sowie einen Campingplatz.
Tourismusbüro
Verkehrsamt Spiegelau, Hauptstraße 30, D-94518 Spiegelau, Tel. 08553-960017, Fax 08553-960042.
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