Zum Naturschutzgebiet Wittwesee

Angenehme Waldwanderung auf breiten Wegen, schöne Ausblicke zum Wittwesee, mehrere idyllische Badestellen. (Autor: Tassilo Wengel)
Wir starten am Markt in Rheinsberg gegenüber vom Schloßparkeingang und gehen die Schloßstraße bis zur Paulshorster Straße.
Dort wenden wir uns nach links und folgen ihr (Markierung blauer Querstrich) zum Ortsausgang, gehen dort auf dem Plattenweg weiter durch Wald und kommen nach Paulshorst (45 Min.). Wir wandern geradeaus auf einem breiten Fahrweg weiter und kommen an vier großen Findlingen vorbei, die kurz vor einem Bahnübergang auf der linken Seite im Wald liegen. Unser Weg führt über die Bahngleise weiter und erreicht den Wittwesee, ein Naturschutzgebiet mit einzigartiger Unterwasserflora und -fauna. Wir kommen zu einem überdachten Sitzplatz mit Informationstafel und können dort an mehreren idyllischen Badebuchten eine Pause einlegen (1:15 Std.).
Unser Waldweg folgt weiter dem breiten Waldweg (Markierung blauer Querstrich), der bei der nächsten Info-Tafel einen Rechtsbogen beschreibt und gemeinsam mit der Markierung grüner Querstrich nach Feldgrieben führt (1:45 Std.).
Wir bleiben auf dem breiten Weg und wandern zwischen Wiesenflächen in einen Kiefernwald. An einem überdachten Sitzplatz schwenken wir nach rechts (Wegweiser Wittwesee, Kölpinsee) und folgen unserem breiten Weg durch Mischwald (Markierung grüner Querstrich), der an einem Sumpfgebiet mit dem seltenen Sumpfporst und Wollgras vorbei führt. An der folgenden Weggabelung schwenken wir nach rechts (Wegweiser Kölpinsee, Wittwesee, Rheinsberg), wählen an der folgenden Gabelung ohne Markierung den linken Weg und folgen am nächsten Abzweig dem Wegweiser Wittwesee nach rechts. Nun wandern wir durch Mischwald aus Kiefern, Buchen und Eichen, wählen an der folgenden Gabelung (Wegweiser Feldgrieben) den linken Weg und wandern nun geradewegs – immer auf dem breiten Waldweg bleibend – nach Rheinsberg, das wir auf der Paulshorster Straße erreichen. Dort wenden wir uns nach links und gehen auf bekannten Weg zum Ausgangspunkt zurück (4 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktRheinsberg, Markt.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer Wittwesee liegt umgeben von dichten Wäldern in einer fast unberührten Landschaft. Nur selten trifft man auf Badegäste, die das klare Wasser des Sees schätzen und eine der zahlreichen idyllischen Badestellen aufsuchen. Die Figur des Fritzchen – vom Alten Fritz abgeleitet – begleitet den Wanderer auf dieser schönen Tour.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wander- und Radtourenkarte Nr. 743, Ruppiner Land, 1:50000.
MarkierungenBlauer Querstrich, grüner Querstrich.
VerkehrsanbindungAutobahn A 24 Berlin–Hamburg, Ausfahrt Neuruppin, auf B 167 über Neuruppin nach Rheinsberg.
GastronomieRheinsberg: Ratskeller Rheinsberg, Markt 1. Gasthaus-Brauerei Zum Alten Brauhaus, Rhinhöher Weg 1; Gast- und Logierhaus Zum jungen Fritz, Schloßstraße 8.
Tipps
Im nahen Neuruppin schuf Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff zwischen 1732 und 1736 für den damaligen Kronprinzen den Tempelgarten – auch als Amaltheagarten bekannt. Mitte des 19. Jh. erhielt der Garten mit türkischer Villa und einer Mauer im maurischen Stil ein orientalisches Gesicht, gleichzeitig wurden Sandsteinfiguren aus dem 18. Jh. aufgestellt. Als einer der herausragendsten Architekten Preußens gilt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699–1753). Neben dem Bau der Staatsoper in Berlin sowie Erweiterungen und Umbauten von Schlössern in Berlin und Potsdam gehört der Umbau von Schloss Rheinsberg zu seinem Hauptwerk. Kurt Tucholsky setzte Rheinsberg 1912 mit seinem »Bilderbuch für Verliebte« ein literarisches Denkmal, und Friedrich der Große, von allen »der Alte Fritz« genannt, verbrachte im malerisch gelegenen Schloß Rheinsberg die letzten vier Jahre seiner Kronprinzenzeit. Rheinsberg wurde dadurch für die europäische Geistesgeschichte ein Symbol friderizianischer Aufklärung. Der Kronprinz befasste sich mit Philosophie, Geschichte und Sprachen und pflegte mit einem Freundeskreis Dichtkunst, Musik und Theater.
Unterkunft
Rheinsberg: Der Seehof Rheinsberg, Tel. 033931/403-0, Fax 033931/40399; Gast- und Logierhaus Zum jungen Fritz, Tel. 033931/ 4090, Fax 033931/40934; Haus Rheinsberg Hotel am See, Tel. 033931/34696, Fax 033931/34697, E-Mail: post@hausrheinsberg.de, www.hausrheinsberg.de
Tourismusbüro
Touristinformation des Verkehrsvereins Rheinsberger Seenkette e.V., Kavalierhaus/Markt, 16831 Rheinsberg, Tel. 033931/2059.

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