Zum Jagdschloss Granitz

Reizvolle Wanderung auf bequemen Wegen durch die Buchenwälder der Granitz und mit schönen Aussichten vom Hochuferweg. (Autor: Tassilo Wengel)
15 km
100 m
4.00 h
Wir beginnen unsere Wanderung in der Wilhelmstraße von Sellin, oberhalb der Seebrücke, und gehen bis zur Kirchstraße. Dort wenden wir uns nach rechts und kommen bei der Tourist-Information zu einem Wegweiser. Hier folgen wir zunächst der Markierung roter Querstrich und gelber Querstrich in Richtung Binz auf einer Asphaltstraße. Nach der evangelischen Kirche treffen wir auf eine Information über das Naturschutzgebiet Granitz, das weitgehend aus naturnahen Traubeneichen- und Buchenwäldern besteht. An der nächsten Gabelung schwenken wir nach links und folgen nun der Markierung roter Querstrich. Hohe Farne bedecken den Waldboden, duftendes Waldgeißblatt windet sich um Büsche und Bäume, und wir erreichen einen Sitzplatz (30 Min.).
Hier wenden wir uns nach rechts (Wegweiser »Jagdschloss 3,8km«) und tangieren bald die Gleise der Rügener Kleinbahn, des »Rasenden Roland«. Bei einem Sitzplatz nehmen wir den Weg nach links, am Nationalparkamt halten wir uns rechts. Es folgt ein leicht ansteigender Weg, der direkt zum Jagdschloss Granitz führt (1:45 Std.).
Vom Jagdschloss leitet uns die Markierung roter Querstrich auf einem Pfad neben der Straße abwärts, bei einer Schranke schwenken wir nach rechts in den Eichenweg und an der folgenden Gabelung wieder links. Beim Abenteuerspielplatz am Klünderberg erreichen wir Binz und treffen auf einen Wegweiser (»Sellin 6,5 km, Schwarzer See 3,6 km«, Markierung gelber Querstrich; 2 Std.). Wer einen Aufenthalt in Binz bevorzugt, geht die Straße Klünderberg abwärts zur Heinrich-Heine-Straße. Sie mündet auf die Hauptstraße – die Flaniermeile von Binz – und führt zur Seebrücke, wo wir rechts schwenkend zum Hochuferweg gelangen.
Wir folgen am Klünderberg dem Wegweiser Richtung Schwarzer See und Sellin (Markierung gelber Querstrich) und gelangen so auf den Hochuferweg, der durch die Wälder der Granitz geleitet, die besonders schön im Frühling oder Herbst sind. Als ersten markanten Punkt erreichen wir nach einem Abstecher den Silvitzer Ort, einen 20 Meter hohen Aussichtsfelsen, von dem der Blick über die Prorer Wiek schweift. Wir folgen weiter der Markierung gelber Querstrich zum Schwarzen See, etwas abseits des Weges (3:45 Std.). Es handelt sich um einen Hochmoorsee, dessen Randbereiche eine sehenswerte Moorvegetation mit Rosmarinheide, Wollgras, Moosbeeren und anderen Arten enthalten. Vom Schwarzen See gehen wir auf dem Weg zurück, um unsere Wanderung fortzusetzen. Nach etwa 300 Metern kommen wir zu einer Weggabelung, wo zwei verschiedene Wege nach Sellin angezeigt sind. Wir entscheiden uns für den schwarz markierten Weg, der stellenweise bis an das Hochufer reicht und bald einen herrlichen Blick auf den Strand von Sellin bietet. Unser Weg mündet bei einigen Treppen, die direkt auf die Wilhelmstraße führen (4:45 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour15 km
Höhenunterschied100 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSellin, Wilhelmstraße.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie schönen Buchenwälder der Granitz verlocken vor allem im Frühjahr und Herbst zu genussreichen Wanderungen. Ein Höhepunkt ist der Besuch des Jagdschlosses Granitz mit großartigen Aussichten.
Beste Jahreszeit
KartentippOffizielle Rad- und Wanderkarte Rügen, Maßstab 1:50000.
MarkierungenRoter Querstrich, gelber Querstrich, schwarzer Querstrich.
VerkehrsanbindungAuf der B96 Greifswald – Stralsund bis Reinberg, mit der Autofähre von Stahlbrode bis Glewitz oder B105 von Rostock nach Stralsund und über den Rügendamm, auf B96/B196 über Bergen nach Sellin. Busverbindung mit Bergen.
GastronomieBeim Jagdschloss: Wirtshaus Alte Brennerei mit Biergarten. Binz: Zahlreiche Gaststätten und Cafés.
Tipps
Jagdschloss Granitz. Der Tempelberg ist die höchste Erhebung der Granitz, wo das weithin sichtbare Jagdschloss steht. Es wurde 1836 bis 1846 nach Plänen von Johann Gottfried Steinmeyer für Fürst Wilhelm Malte I. gebaut und erhielt 1844 den markanten Aussichtsturm nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel. Ein hervorragendes Beispiel der Eisengießerei ist die Wendeltreppe im Turm mit ihren 154 Stufen. Belohnt wird der Aufstieg mit einem großartigen Rundblick.
Unterkunft
Zahlreiche Hotels und Pensionen, Informationen unter Tel. 038303/87006, Fax 038303/86075.
Tourismusbüro
Tourist-Information Sellin, August-Bebel-Straße 5, 18586 Sellin, Tel. 038303/87006, Fax 038303/86075.
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