Zum Großen Prebischtor

Rundwanderung auf bequemen Wegen, die nur wegen der Länge etwas anstrengend ist. (Autor: Tassilo Wengel)
16 km
819 m
4.00 h
Wir starten in Herrnskretschen dort, wo die Kamenice in die Elbe mündet, nur wenige Meter von der Anlegestelle der Fähre. Hier finden wir bereits den Wegweiser zum Prebischtor (Pravcícká brána). Der Ort Herrnskretschen zieht sich beiderseits der Kamenice entlang und wir folgen ihr zunächst zwischen zahlreichen Verkaufsständen, an mehreren Restaurants und Hotels vorbei, bis wir den Ortsausgang von Herrnskretschen erreichen. Zunächst gilt die Markierung roter Querstrich, der wir auf einer Asphaltstraße leicht ansteigend folgen. Wir wandern etwa 30 Min. und erreichen den Abzweig zum Prebischtor mit einer Informationstafel und Wanderkarte.
Auf einem breiten Waldweg, der mit Steinen belegt ist, kommen wir gut voran. Allmählich ansteigend, gelangen wir auf zahlreichen Kehren schnell nach oben, rechts bieten sich ab und zu schöne Ausblicke auf malerische Sandsteinfelsen; auch unseren Weg begleiten interessante Felsgebilde. Wir erreichen einen Abzweig (Wegweiser Jeskyne Ceskych), wo ein 200 m langer Weg zu einer kleinen Höhle führt. Hier wandern wir weiter geradeaus aufwärts und gelangen zu einer Weggabelung unterhalb vom Prebischtor. Um diese imposante Touristenattraktion aus nächster Nähe bestaunen zu können, biegen wir hier nach links. Auf einem kehrenreichen Weg gelangen wir in 15 Min. zur berühmten Aussicht und zur Gaststätte Falkenhorst (Sokolí hnízdo, normalerweise von 10–18 Uhr geöffnet, aber bei ungünstigem Wetter manchmal auch geschlossen!). Eindrucksvoll ist der Anblick dieses größten Sandsteintors in Europa, aber auch die Aussicht auf die Sächsische und Böhmische Schweiz vom Edmundstein, einem Labyrinth von Aussichtspunkten.
Nach dieser Verschnaufpause gehen wir zunächst den gleichen Weg zurück, bis wir an die Wegkreuzung kommen. Hier gehen wir nun geradeaus weiter und folgen dem Gabrielensteig (roter Querstrich) nach Rainwiese. Es ist ein sehr schöner und malerischer Weg entlang der Flügelwände, von mächtigen Sandsteinfelsen begleitet. Auffällig ist hier die sehr poröse Struktur; tiefe Löcher gleich Bienenwaben und so genannte Sandsteinnester mit lockerem Sand bestimmen die interessante Struktur ebenso wie die ausgeprägte Schichtung, die auf eindrucksvolle Weise einen Einblick in die Beschaffenheit der Zeit vor Millionen von Jahren geben. Unser Weg führt am Hang entlang, gibt ab und zu zwischen den Bäumen die Blicke auf die Hügellandschaft der Böhmischen Schweiz frei. An steil aufragenden Felsen vorbei führt unser Weg schließlich auf Stufen aus Holz abwärts. Es folgt ein bequemer Weg, der immer breiter wird und uns nach Rainwiese (Mezn?í Louka) bringt. Nur wenige Häuser bestimmen den Ort, von denen das Hotel Mezn?í Louka besonders auffällig ist und mit Restaurant und Freiterrasse zur Rast einlädt. Anschließend setzen wir unsere Wanderung rechts vom Hotel fort (grüner Querstrich). Am Rand einer Asphaltstraße wandern wir nun nach Stimmersdorf (Mezná), wo mehrere Restaurants Gelegenheit zur Stärkung bieten. An einer Wegkreuzung mit Wegweiser angekommen, biegen wir nach links ab und folgen dem Hinweis zur Edmundsklamm (Soutesky vchod, Markierung grüner Querstrich). Nach 500 m erreichen wir die Bootsstation, wo wir die Wanderung mit einer Kahnfahrt vertauschen. Knapp 1000 m sind es, die wir auf dem Wasser zurücklegen, unterwegs »begegnen« uns von der Natur geformte Gestalten verschiedenster Art, bei denen man sich an Gestalten aus Gruselgeschichten und aus Märchen erinnert fühlt. Schließlich führt die Fahrt an einem Wasserfall vorbei, und der Rest der Klamm von etwa 1500m wird wieder auf Schusters Rappen zurückgelegt (grüner Schrägstrich). Wir erreichen Herrnskretschen, wandern an der Kamenice entlang auf bekanntem Weg zum Parkplatz oder zur Fähre nach Schöna.
Variante: Wer nicht die Klammfahrt machen möchte, kann beim Wegweiser am Parkplatz in Stimmersdorf der Markierung gelber Querstrich folgen und erreicht auf einem schönen Wald- und Wiesenweg bei Tri prameny die Asphaltstraße und gelangt auf bekanntem Weg nach Herrnskretschen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour16 km
Höhenunterschied819 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHerrnskretschen (Hrensko).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterEindrucksvolle Gegensätze sind das Motto dieser Wanderung, die eine der schönsten in der Böhmischen Schweiz ist. Auf reizvollen Wegen lassen sich die Schönheiten der Natur hautnah erleben und dazu gibt es immer wieder schöne Ausblicke ins Land.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:25 000 mit Wanderwegen, Blatt 45 Landesvermessungsamt Sachsen.
MarkierungenRoter Querstrich, grüner Querstrich.
VerkehrsanbindungÜber die Autobahn A 4 oder A 13, Ausfahrt Dresden-Altstadt, durch Dresden Richtung Pirna bzw. Transit auf der B 172 über Bad Schandau, Schmilka bis Hrensko oder Auto auf P. in Schmilka abstellen und bis Herrnskretschen (Hrensko) laufen (ca. 2 km). S-Bahn bis Schöna, dann mit Fähre nach Herrnskretschen (Hrensko) übersetzen lassen.
GastronomieHrensko: Restaurant Klepác am Ortsausgang von Hrensko; Café-Restaurant Lugano, Hrensko Nr. 113/42; Restaurant U rakýa, Hrensko Nr. 28/37; Restaurant U draka, Hrensko Nr. 159 (rot). Am Prebischtor: Restaurant Sokolí hnízdu. Mezni Louka: Hotel Mezni Louka mit Restaurant und Terrasse. Mezna: Restaurace u Josefa, Mezna Nr. 26 (Mi Ruhetag), Restaurant Cedos, Mezna 61.
Tipps
Der Edmundstein. Der Name des Edmundsteins geht auf den Fürst Edmund Clary-Aldringen zurück, der von 1813–1894 lebte und die touristische Erschließung rund um das Prebischtor förderte. Er ließ 1881 das Hotel Falkenhorst neben dem Prebischtor bauen und legte auch den »Gabrielensteig« an, den er nach der Schwester seiner Frau benannte. Auch den Weg durch die Edmundsklamm ließ er 1898 einrichten und anschließend die wilde Klamm touristisch ausbauen. Jährlich kommen mehr als 100 000 Besucher hierher, um sich an der imposanten Natur zu erfreuen. Das »große Thor«. Schon 1410 wird das Prebischtor als das »große Thor« benannt und mit dem historischen Fremdenweg vom Winterberg her erschlossen. Diese kuriose Felsformation wurde durch Verwitterung aus dem Felsen geformt und hat eine Höhe von 16 m, ist knapp 8 m breit und an der schwächsten Stelle nur noch 3 m dick. Um das Tor für die nächsten Generationen zu erhalten, ist der Zugang über den Bogen seit 1982 gesperrt.
Unterkunft
Hrensko: Hotel Praha, Tel. 00420/412/554006, Fax 00420/412/554162; Hotel U Lipy, Hrensko 35 (blau), Tel. 00420/412/554017; Hotel Hawel, Hrensko 16, Tel./Fax 00420/412/554010.
Tourismusbüro
Sokoli Hnizdo, 40717 Hrensko 82, Tschechische Republik, Tel./Fax 00420/412/554286.

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