Zum großen Monte-Rosa-Blick

Passwanderung auf den Spuren der Walser. Von der Scheitelhöhe großartiger Blick in die Ostwand des Monte Rosa. Bei Nebel ist die Orientierung nicht ganz einfach. (Autor: Eugen E. Hüsler)
12 km
1070 m
6.00 h
Die ersten 780m der Passwanderung führen über den Erddamm (Kronenhöhe 115m) ans Ostufer des Stausees. Nun auf breitem Weg unter den Felsen der Seeflue in leichtem Auf und Ab zu einer Wassereinleitung. Gleich danach zweigt links ein schmaler Pfad ab. Er steigt über die steinigen Wiesenhänge an gegen das Ofental, das links vom Stellihorn (3436m) überragt wird. An der Verzweigung (2505m; 1:45Std.) hält man sich rechts, die gut markierte Spur steigt sanft an zur ausgedehnten grünen Terrasse von Galmen. Hoch über dem milchiggrünen Stausee wandert man taleinwärts, im Westen ragt das Strahlhorn (4190m) über seinen Gletschern in den Himmel. Der Weg quert den Stafelbach und steigt dann an einem felsigen Steilhang hinunter in den Tälliboden (2492m). Hier stößt man auf die alte Passroute der Walser. Sie führt in einer zunehmend unwirtlicheren Kulisse hinauf zum Monte-Moro-Pass (2868m; 3:45Std.), wo zwischen den Felsbuckeln das ganze Jahr über Schneeflecken liegen. Rechts über dem Pass glänzt eine »goldene« Marienstatue. Naturfreunde gucken zuerst nach der 21/2 km hohen Monte-Rosa-Nordostwand, dem finalen Traumbild der Wanderung. Die versteckt sich aber gerne hinter Nebeln, was bei den gewaltigen Höhenunterschieden nicht weiter verwundert. So stand schon mancher oben am Monte Moro im Grau und hoffte vergebens auf Einsicht des Wettergottes…
Knapp jenseits der Passhöhe endet die von Macugnaga (1307m) heraufziehende Seilbahn.
Beim Abstieg folgt man dem historischen Passweg über den Tälliboden und einer markanten Geländestufe bis hinunter zum oberen Seeende. Auf der westseitigen Uferstraße geht es abschließend zurück zum Staudamm (6Std.), zuletzt durch einen längeren Tunnel.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied1070 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz am Stausee Mattmark (2180m)
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterAlt und neu, Geschichte und moderne Technik prägen neben der großartigen Landschaft diese Wanderung. Sie folgt den Spuren der Walser, die einst jenseits des Monte Moro im heute italienischen Tal von Macugnaga siedelten.
Heute führt der Weg hinauf zu dem Grenzpass an einem mehr als 3km langen Stausee entlang. Sein Fassungsvermögen beträgt rund 100Mill. m3 Wasser, die in den Kraftwerkturbinen in Elektrizität umgewandelt werden – Energie für die Städte des Schweizer Mittellands.
Die Saaser sperrten sich lange gegen den Bau des Speichersees, vor allem aus Angst vor dem Allalingletscher. Der hatte bei früheren Vorstößen wiederholt Quellbäche der Saaser Vispa aufgestaut, was bei den unvermeidlichen Wasserausbrüchen jeweils im Tal zu schweren Überschwemmungen führte. Diese Gefahr besteht längst nicht mehr, der mächtige Gletscher hat sich inzwischen in höhere (und kühlere) Regionen zurückgezogen. Dabei zeigte er aber nochmals wie unberechenbar die Bergnatur sein kann: Beim Bau des Staudamms verschüttete 1965 ein Eis- und Felssturz über achtzig Arbeiter.
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 284 »Mischabel«; Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blätter 1329 »Saas« und 1349 »Monte Moro«
MarkierungenWeiß-rot-weiß, gelbe Wegweiser
VerkehrsanbindungDurch das Saaser Tal führt eine gute Straße via Saas Almagell (1670m) bis zum Mattmark-Stausee (2197m). Postbuslinie
GastronomieRestaurant an der Staumauer des Mattmarksees (2180m); Rifugio Città di Malnate (2796m), bewirtschaftet Mitte Juni bis Ende September
Tipps
Erlebnisweg Almagellerhorn. Ein Wanderweg der besonderen Art verläuft oberhalb von Saas Almagell (1670m) durch die Sockelfelsen des Almagellerhorns, vom Weiler Furggstalden (1893m) hinüber bis zur Mündung des Almagellertals. Neben einer Eisenstiege bilden zwei Hängebrücken – beide etwa 40m lang – das Kernstück dieses Erlebnisweges, den sich jeder einigermaßen trittsichere und schwindelfreie Bergwanderer zutrauen darf. Die solide verankerten Konstruktionen wackeln zwar etwas, was bei der beachtlichen Spannweite aber nicht weiter erstaunt. Gehzeit für die Runde ab Saas Almagell knapp 2Std.
Tourismusbüro
Saastal Tourismus, Postfach, 3910 Saas Grund; Tel. 027/9 58 66 66, Fax 9 58 66 67, ferien@saastal.ch, www.saas-fee.ch

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