Zum Entrée ein Gipfel

Verhältnismäßig kurze, aber durchaus alpine Gipfeltour, lohnend vor allem der fantastischen Aussicht wegen. Trittsicherheit unerlässlich! (Autor: Eugen E. Hüsler)
Der Aufstieg beginnt direkt am Grimselpass (2164m) und folgt zunächst der Werkstraße zum Oberaarsee. Nach etwa 500m biegt man an einer Tafel links in den Weg ein, der in kurzen Kehren an dem vom Gletschereis gezeichneten Granitrücken ansteigt. Bei der Husegghütte (2441m) zweigt rechts eine Route zum Triebtenseewli (2365m) ab. Der weitere Anstieg zum Sidelhorn wird durch den Nordostgrat vorgezeichnet. Zuletzt leiten die Markierungen über einen Blockhang zum Gipfel (1:45Std.).
Für den Abstieg bietet sich das Steiglein an, das nordwestlich gegen das Triebtenseewli hinabzieht. An der Verzweigung oberhalb des Sees hält man sich rechts und wandert, zuerst an-, dann wieder absteigend, hinüber zur Husegghütte. Auf dem Anstiegsweg hinab zum Grimselpass (3:30Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied665 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGrimselpass (2164m)
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterWege führen mehrere ins obere Wallis, alte, beschwerliche und moderne. Der schnellste ist zurzeit im Bau und wird Bahnreisende pfeilgeschwind vom Berner Oberland ins Rhonetal befördern – durch den neuen Lötschberg-Basistunnel. Vom Genfer See (Lac Léman) herauf zieht das breite Asphaltband der Autobahn bis ins Oberwallis. Entschieden kurvenreicher ist jene Fahrspur, die aus dem Haslital über die Grimsel führt: ein Einstieg von oben. Wer Zeit und Muße hat, kann ihn zu Fuß gehen, den Spuren der Bauern und Händler folgen, die seit dem ausgehenden Mittelalter den Weg über diesen Alpenpass nahmen.
Heute ist der Grimselpass (2164m) vor allem ein Fixpunkt im Innerschweizer Alpentourismus und auch bei Bikern mit und ohne Motor sehr beliebt. Zusammen mit der Furka (2431m) und dem Susten (2225m) bildet er ein legendäres Pässedreieck. Die Fahrt vom Brienzer See herauf wird von Mauern geprägt, die natürlichen bestehen aus Aaregranit, die neuen aus Beton: Staumauern. Die KWO (Kraftwerke Oberhasli) haben im Quellgebiet der Aare vier große Speicherseen errichtet, deren Wasser im Tal drunten Turbinen antreiben: Strom für die Zentren des Landes. Und die möchten noch mehr davon, weshalb immer wieder von einem Ausbau der Anlagen die Rede ist. So soll der Grimselsee (1909m), das Herzstück der KWO, aufgestockt werden, was im Tal mehrheitlich begrüßt wird, bei den Naturschützern auf schroffe Ablehnung stößt.
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 265 T »Nufenenpass«; Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blatt 1250 »Ulrichen«
MarkierungenWeiß-rot-weiß, gelbe Wegweiser
VerkehrsanbindungDie Grimselstraße verbindet Meiringen im Haslital mit Gletsch bzw. Oberwald am Westportal des Furka-Eisenbahntunnels. Über den Pass führt eine Postbuslinie.
GastronomieAm Grimselpass
Tourismusbüro
Verkehrsbüro, 3999 Oberwald; Tel. 027/9 73 22 03, Fax 9 732826, gemeinde@oberwald.ch, www.obergoms.ch

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