Zugspitze übers Gatterl

Der lange Aufstieg über 2100m Höhendifferenz verlangt beste Kondition. Selbst mit Seilbahnunterstützung bleibt die Tour gewaltig (Auffahrt bis Ehrwalder Alm erspart ca. 1Std. und knapp 400 Höhenmeter). Beim Gipfelanstieg sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich (Steiganlage). (Autor: Siegfried Garnweidner)
Vom Parkplatz bei der Talstation der Ehrwalder Almbahn auf dem Wiesenweg oder in aller Ruhe mit der Seilbahn zur Ehrwalder Alm hinauf. Noch vor dem Wirtshaus Alpenglüh'n links abbiegen und auf einem Fahrweg nur wenig ansteigend nach Osten zur Routenverzweigung gehen. Nun wieder links abbiegen und über die Skiabfahrt zur Jausenstation Hochfeldernalm hinauf. Direkt vor der Berggaststätte abermals links abbiegen und auf einem Bergweg über Weidehänge und durch ein Latschenband zum Brand hinauf. Am Brand wiederum links halten und etwas abwärts zur Routenverzweigung am Feldernjöchl.
Durch das Jöchl und zum Gatterl hinauf, wo zum Gedenken an die Opfer eines Lawinenunglücks vom 20.12.1952 jedes Jahr im Herbst die Gatterlmesse stattfindet. Durch das Gatterl (zugleich Staatsgrenze) und am Plattsteig mehrmals auf und ab, an einer alten Diensthütte vorbei und in langer Hangquerung gegen Norden zur Knorrhütte.
Über dem Unterkunftshaus links schwenken, gegen Westen am kargen Platt weiter und an das Restaurant Sonn-Alpin heran. Nach Kraft raubendem Anstieg durch losen Schotter ans Drahtseil und in felsiger Umgebung zum Wettersteingrat hinauf. Über ihn gegen Norden steil zum Münchner Haus, an allen Bauwerken vorbei und zum Gipfelsteig hinunter. Auf einer kurzen Leiter (bei starkem Gegenverkehr etwas langwierig) hinauf, rechts abzweigen und am kurzen Grat zum Gipfel.
Der Abstieg auf der Anstiegsroute lohnt sich kaum. Am einfachsten ist es, mit der Seilbahn nach Ehrwald hinunterzufahren, oder man übernachtet auf der Zugspitze und sucht sich noch weitere Ziele oder alternative Abstiegsrouten aus (siehe Touren 2, 3 oder 5).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied2050 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktEhrwald, Talstation der Ehrwalder Almbahn.
EndpunktZugspitzgipfel.
TourencharakterEs war eine Wahnsinnstat, zusammen mit meiner Frau von Ehrwald mit dem Mountainbike zur Hochfeldernalm hinaufzustrampeln, zu Fuß übers Gatterl und das monotone Platt zur Zugspitze und am gleichen Tag wieder hinunterzugehen. Zu den 2100 Höhenmetern kamen noch knapp 23 Kilometer Entfernung dazu. Daher empfehle ich allen, die diese interessante Route hinauf und hinunter bewältigen wollen, wenigstens eine Übernachtung einzuplanen (sinnvollerweise in der Knorrhütte). Besser wären zwei Nächtigungen, dann bleibt noch ein wenig Zeit für die Muse.
Beste Jahreszeit
KartentippUK L 31 »Werdenfelser Land«, 1:50000, Bayer. Landesvermessungsamt; Kompass Wanderkarte, 1:50000, Blatt 5; Freytag & Berndt Wanderkarte, 1:50000, Blatt 322.
MarkierungenWegtafeln und rote Markierungszeichen.
VerkehrsanbindungBahnverbindung ab München bzw. Innsbruck nach Ehrwald. Mit dem Auto: Ab dem Autobahnende bei Eschenlohe durch Garmisch-Partenkirchen und weiter Richtung Reutte. Bei der Ehrwalder Eisenbahnbrücke links abbiegen bis nach Ehrwald. Dem Wegweiser zur Ehrwalder Almbahn nach links (Südosten) folgen.
GastronomieEhrwalder Alm, Hochfeldernalm, Knorrhütte, Sonn-Alpin, Münchner Haus.
Tipps
Ambitionierte Mountainbiker können mit ihrem Drahtesel zur Hochfeldernalm hinauffahren (7km, 1:40Std.). Das ist zwar mühsam, doch beim Rückweg zahlt sich diese Anstrengung aus. Dann allerdings kann man nicht auf die Varianten ausweichen, da man ja das Fahrrad wiederholen muss.
Unterkunft
Ehrwalder Alm, Knorrhütte, Münchner Haus.
Tourismusbüro
Ehrwald.
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