Zuckerhütl, 3505 m

Diese kecke Firnkuppe über dem Sulzenauferner ist der höchste Gipfel der Stubaier Berge (wenn auch der benachbarte Wilde Pfaff als Knotenpunkt großer Grate in dieser Rolle viel überzeugender wäre). (Autor: Richard Goedeke)
6 km
700 m
6.00 h
Gipfelaufstieg ab Hütte.
Nach N Steig am kleinen See vorbei und in weitem Bogen nach O, unterhalb vom Schaufelnieder, zum Pfaffenferner. Dieser wird oberhalb der zerrissenen Steilstufe über Schutt querend betreten. An seinem nördlichen Rand zum Pfaffenjoch (3212 m, 1 Std.).
Jenseits in südöstlicher Richtung Hänge queren und über Gletscherboden (Spalten!) zum Pfaffensattel zwischen Wildem Pfaff und Zuckerhütl. Von dort am Ostgrat, zunehmend steiler, zuletzt rechts in der Nordseite (Firn, Eis) oder links (Draht, II) zur Südseite und in Blockkletterei zum Gipfel.
Gipfelaufstieg direkt ab Bergstation (Isidornieder, 3158 m).
Zuerst am nördlichen Rand des Gaißtalferners nach O, dann über Moränen schräg hinab zum Schaufelnieder (3050 m, auch »Fernaujoch«, Liftstation). Nun an Trümmergrat nach O gegen den Aperen Wilden Pfaff etwa 200 mH aufsteigen, dann auf Steig rechts zu Schulter (Steinmann) und Blockhänge abwärts nach O querend zum Pfaffenjoch. Weiter siehe oben.

Hochtour
3000er Gipfeltour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied700 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktTalstation der Stubaier Gletscherbahn
EndpunktZuckerhütl
TourencharakterErstmals erreicht wurde der Gipfel durch J.A. Specht und A. Tanzer im Jahre 1863. Die traditionelle Besteigung erfolgt von der Hildesheimer Hütte und ermöglicht hochalpenvernünftig frühen Aufbruch. Der Berg ist jedoch jetzt auch als Tagestour von der Bergstation am Isidorjoch aus machbar.
Hinweise
Siehe Tour 85 in Karte.
KartentippAV-Karte 1 - 25000, Blatt 31/1 Hochstubai.
VerkehrsanbindungMit Bus oder Auto durch das Stubaital über Ranalt zur Talstation der Stubaier Gletscherbahn (1748 m).
GastronomieHildesheimer Hütte (2900 m; DAV Hildesheim, 100 Schlafplätze, Tel. 0043/5254/ 2300). Aufstieg von Sölden 4 Stunden, vom Wirtshaus Fiegl (Taxidienst) 21/2 Stunden.
Tipps
Aussicht. Nebenan Zentralalpenberge im Süden die Dolomiten.
Informationen
Schwierigkeit. Insgesamt PD– (wenig schwierig). Gletschertour mit steilem Finish – entweder nordseitig Firn/Eis oder südostseitig teils verdrahtete Blockkletterei (bis II). Mühen: Von Bergstation Isidorjoch direkt 110 mH (beim Rückweg Gegensteigung!) und 600mH /. Zur Hütte 250 mH (zurück Gegensteigung!), von dort zum Gipfel 50 mH und dann 650 mH /. Gefahren: Gletscher ernst nehmen! Der sehr steile Gipfelaufbau ist unfallträchtig – besonders wenn hier hektisch überholt wird. Freuden: Die sind hier meist mit vielen anderen Zeitgenossen zu teilen. Karte: Klier, AVF Stubaier Alpen, Bergverlag Rother, München. Nebengipfel: Der Wilde Pfaff (3456 m) vom Pfaffensattel 30 Min. (I).
Höchster Punkt
Zuckerhütl, 3505 m
Unterkunft
Hildesheimer Hütte (2900 m; DAV Hildesheim, 100 Schlafplätze, Tel. 0043/5254/ 2300). Aufstieg von Sölden 4 Stunden, vom Wirtshaus Fiegl (Taxidienst) 21/2 Stunden.
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