Zu Füßen der wildreichen Geislerspitzen

Leichte Wanderung auf fein geschottertem und breitem Waldweg, geschlossene Wegrunde für den Erlebnisweg, daher keinerlei Orientierungsprobleme, Querungen der Wanderrouten stets beschildert. (Autor: Peter Mertz)
3 km
50 m
1.00 h
15 Stationen zur Gebirgsnatur der Zanser Alm Der Weg beginnt am zentralen Parkplatz gleich gegenüber dem Informationskiosk mit einer großen Informationstafel, die den Streckenverlauf und die verschiedenen Stationen darstellt. Wir folgen dem breiten Weg in Richtung Gasthof Sas Rigais, hinter dem sich gleich die zweite Station mit den Mager- und Fettwiesen befasst. Dabei erhaschen wir herrliche Blicke über die Bergwiesen der Zanser Alm in Richtung Villnösser Tal. Mit leichtem Anstieg verlassen wir bald den Wanderweg und folgen der nach links abbiegenden Lehrwegtrasse zur Station 3. Hier sollen wir den zahlreichen Geräuschen lauschen, die aus der Natur an unser Ohr dringen: Blätter singen, Tropfen trommeln, Gras flüstert, Bäche murmeln. Weiterhin leicht ansteigend begegnen wir großen Schnitzfiguren, die Tiere des Waldes darstellen. Die fünfte Station stellt uns die imposanten Wände der Geislerspitzen samt deren Erstbesteigern vor. Wenn wir die Schublade unter dem schön gestalteten Relief hervorziehen, bekommen wir unter anderem einige Male den Namen Reinhold Messner zu lesen. Er wuchs im Villnösstal auf und machte einige Erstbegehungen in den senkrechten Dolomitwänden.Knapp vor der Brücke über den Graben des Kasserillbachs lädt die Station 6 zu einem Lied ein, das vom Rauschen des Baches begleitet wird. Am anderen Ufer zweigen nach rechts Wanderrouten zur Schlüterhütte sowie zur Gampen und Kasserillalm ab. Wir folgen der Lehrwegtrasse nach links und beginnen leicht abwärts zu wandern. Station 7 stellt uns Wildbäche als typische Fließgewässer des Hoch-gebirges vor, die unverbaut mit aller Urgewalt ihres Wassers durch enge Täler hinabstürzen können. Vorbei an den Tieren des Waldes und einem Modell eines Ameisenhaufens bei den Stationen 8 und 9 erreichen wir das Wildtiergehege mit den Rothirschen. In diesem Bereich treffen wir auch auf den restaurierten Kalkbrennofen, der zusammen mit informativen Tafeln die Station 10 bildet.Zurück zum Ausgangspunkt Wir verlassen nun den Wald und durchqueren eingezäunte Kulturwiesen. Bei Station 11 steht die Geo-logie der Geislerspitzen auf dem Programm, die nun unverstellt vor uns aufragen. Die interessant gestaltete Schautafel stellt die geo-logischen Schichtungen anhand eines Ori-ginalfotos dar, das man unmittelbar vor den Augen mit der Realität vergleichen kann. Daneben hat man große Blöcke der am Aufbau der Geislerspitzen beteiligten Gesteine auf-gestellt. Bei einem alten Heustadel wird die Bedeutung der alpinen Kulturlandschaft in Form der Bergmähder und der Viehwirtschaft erklärt. In der Haarnadelkurve an der westlichen Wende erwartet uns ein überdimensional großes Pendel, das zusammen mit Informationstafeln die Funktion des Waldes verdeutlicht. Bei der nächsten, bereits vorletzten Station werden wir aufgefordert, im vor uns aufragenden Gebirgspanorama die Umrisse eines Frosches zu suchen. Dies ist angesichts der auffälligen Silhouette der Spitzen und Grate recht leicht. Parallel zur Zufahrts-straße zur Zanser Alm gelangen wir zur letzten Station, die auf mehreren Schautafeln die Rehe und Rothirsche als Bewohner des Wildtiergeheges vorstellt. Nach wenigen Hundert Metern schließt sich die etwa drei Kilometer lange Wegrunde beim Informationskiosk.

Rundwanderung im engeren Gebiet nördlich der Zanser Alm; 3 km, 1 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour3 km
Höhenunterschied50 m
Dauer1.00 h
AusgangspunktZanser Alm im Talschluss des Villnösser Tales (1689 m).
EndpunktZanser Alm im Talschluss des Villnösser Tales (1689 m).
TourencharakterEin behindertengerechter Erlebnisweg Die herrliche Natur des Vill-

nösser Tales erleben, dazu lädt der Naturerlebnisweg Zanser Alm ein. Es

ist einer der ersten Wege in Südtirol, der durch eine komplett neue Weg-

anlage behindertengerecht geschaffen wurde. Dabei hat man sowohl Rücksicht auf die Breite des Weges wie auch auf die Überwindung des

Höhenunterschiedes genommen. Die Steigungen sind lang gezogen und flach, die Schotterauflage fein und daher für Rollstühle wie für Kinder-

wagen im gleichen Maße sehr gut geeignet. Der von der Verwaltung des Naturparks Puez-Geisler angelegte Erlebnisweg weist 15 Stationen auf und befasst sich mit der Gebirgsnatur des Villnösser Tales samt seiner Tier- und Pflanzenwelt. Auch kulturhistorische Einrichtungen wie ein restaurierter Kalkbrennofen sind zu sehen.
KartentippKompass, Blatt 56 Brixen, 1:50 000.
MarkierungenWegweiser zu den Wanderwegen samt Übersichtstafel, eigene Wegweisung für den Naturerlebnisweg.
VerkehrsanbindungBei Klausen von der A22 abfahren, auf der Staatsstraße nordwärts, nach 2 km Abzweigung ins Villnösser Tal. Durch das gesamte Tal bis zur Zanser Alm (23 km); dort große gebührenpflichtige Parkplätze. Anfahrt mit dem Bus Busverbindung von Klausen zur Zanser Alm.
GastronomieGasthaus Sas Rigais, Kiosk am Parkplatz gegenüber dem Ausgangspunkt.
Informationen
Im Sommer können die Parkplätze an der Zanser Alm überfüllt sein, dann ist die Auffahrt nicht gestattet (Ampelregelung). Man muss dann in St. Magdalena nahe der Kirche St. Johann parken und den Wanderweg 28 und später 33 entlang dem Villnösser Bach zur Zanser Alm benützen. Die 15 Stationen 1 Startpunkt 2 Mager- und Fettwiesen 3 Konzertsaal Natur 4 Wer ist denn da? 5 Berge zum Anfassen 6 Brücken zueinander 7 Lebensraum Bach 8 Tiere des Waldes 9 Die Welt der Ameisen 10 Kalkofen 11 Das Geschichtsbuch der Erde 12 Kulturlandschaft 13 Die Funktionen des Waldes 14 Schau dich um! 15 Wildarten im Gehege

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