Zu den Schwarzentennalmen

Gemütliche Vorgebirgswanderung. (Autor: Heinrich Bauregger)
17 km
695 m
4.00 h
Dass der Tegernsee von jeher Wahlheimat von Künstlern ist, denken wir nur an Thoma oder Gulbransson, und dass er sich heutzutage als Kurort und Ausflugsziel größter Beliebtheit erfreut, das liegt nicht nur an der reizvollen Landschaft und dem voralpinen Klima, das liegt schon auch daran, dass es sich hier nach Herzenslust spazieren und wandern lässt. Die Berge rund um den Tegernsee sind allesamt kleine Berühmtheiten - Wallberg, Hirschberg, Leonhardstein. Heute aber soll einmal kein Gipfel das Ziel sein, sondern vielmehr ein gemütlicher Weg zu Almen im Herzen der Tegernseer Berge.
Am südlichen Ortsende von Bad Wiessee, in Abwinkl, schnürt man die Wanderschuhe. Entlang des Söllbachs führt ein waldschattiger Forstweg talein. Den nimmt man für den Hinweg; unverfehlbar zieht er auf etwa neun Kilometern Länge zu den Schwarzentennalmen. Rechter Hand tun sich die Kampen auf, zur Linken wandert man gemächlich unter dem Hirschberg vorbei. Es sind gerade zwei Stunden vom Ort bis zu den Almen, die auch mit einem Berggasthof aufwarten können. Aber diese zwei Stunden Weg erzählen viel vom Reiz der Tegernseer Berge. Alle typischen Merkmale dieses Gebirges am Nordrand der Alpen sind hier zu erleben: Die Bequemlichkeit der talnahen Wege und der Waldreichtum, von dem sie gesäumt sind. Die Bäche und Wildwasser, die hier zum Erscheinungsbild gehören und die der Landschaft einen durchaus wildromantischen Charakter geben. Die Ausblicke auf grasige Berge, wo Kühe weiden und bei deren Besteigung die größte alpinistische Gefahr darin läge, in einen frischen Kuhfladen zu treten. Aber auch auf Berge, die zwar nicht allzu hoch sind, so doch mit felsigen Flanken zum Ausdruck bringen, dass es sich um ernstzunehmende Ziele für Bergfreunde handelt. Für Ausdauernde böten sich von den Schwarzentennalmen Tourenmöglichkeiten genug: Hinauf zum Leonhardstein zum Beispiel oder aber zu Roß- und Buchstein. Da es aber für dieses Mal ein beschaulicher Alpenspaziergang bleiben soll, beschränken wir uns auf den Weg zurück. Zunächst folgt man dem Anstiegsweg, bis nach etwa eineinhalb Kilometern bei der Luckengrabenalm rechts ein Forstweg abzweigt. Den schlägt man ein und wandert auf ihm zum Bauer in der Au, 904 m, der schon legendären Ausflugsgaststätte. Nach geradezu unverzichtbarer Einkehr ist der Rest Formsache: auf breitem Weg hinab nach Abwinkl, wo der Wandertag begann.

Dauer - Für Hin- und Rückweg jeweils 2 Std.; insgesamt: etwa 4 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Höhenunterschied695 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortBad Wiessee
AusgangspunktWanderparkplatz, Eingang Söllbachtal
EndpunktWanderparkplatz, Eingang Söllbachtal
TourencharakterGemütliche Vorgebirgswanderung.
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte 1 - 50 000 Mangfallgebirge (BLVA).
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der Autobahn München–Salzburg bis Ausfahrt Holzkirchen, weiter über Gmund nach Bad Wiessee, dort Richtung Gasthaus Sonnenbichl, nach 400 m links zum Wanderparkplatz am Eingang ins Söllbachtal. Mit der Oberlandbahn auf der Linie München– Tegernsee. Ab Tegernsee mittels Bus oder Fährschiff nach Bad Wiessee.
GastronomieBerggasthof Schwarzentennalm (ganzjährig geöffnet, von Oktober bis Mai Dienstag und Mittwoch Ruhetag). Beim Rückweg empfiehlt sich der Bauer in der Au als bekannte und beliebte Ausflugsgaststätte.
Tipps
Und nach der Tour - Bad Wiessee führt seit 1922 das Prädikat »Bad«. Und natürlich gibt es dort die entsprechenden Einrichtungen - ein Kurhaus und eine Wandelhalle, eine ausgedehnte Uferpromenade und zahlreiche Ruhezonen. Oder wollen wir doch mal dem Spielcasino unsere Aufwartung machen?
Höchster Punkt
Schwarzentennalmen, 1027 m

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