Zu den Feuersteinfeldern bei Mukran

Bequeme Waldwanderung auf breiten Wegen, viel Schatten, im Bereich der Feuersteinfelder etwas schwieriger zu gehen. (Autor: Tassilo Wengel)
Wir starten in Lietzow beim Parkplatz am Straßen- und Eisenbahndamm zwischen dem Großen und Kleinen Jasmunder Bodden. Dort überqueren wir die Bahngleise an der Schranke und folgen dem Wegweiser »Feuersteinfelder«.
Die auf der Karte ausgewiesene Markierung roter Querstrich existierte im Sommer 2003 nicht, aber verfehlen kann man den Weg nicht. Auf einer breiten Plattenstraße, die in einen festen Sandweg übergeht, wandern wir am Kleinen Jasmunder Bodden entlang bis zur Tafel Naturschutzgebiet Buddelin, einem naturnahen Buchenwald auf einer Endmoräne. Dort schwenken wir nach links (Wegweiser »Feuersteinfelder«) und überqueren damit die Bahnlinie von Bergen nach Binz. Unser Weg führt in den Wald und durchquert das leicht hügelige Gelände von Schäferberg (33 m) und Blomerberg (32 m). Schließlich trifft unser Wanderweg auf den vom Parkplatz »Feuersteinfelder« an der Straße bei Neu Mukran her führenden Weg, und wir überqueren die Gleise der Bahnlinie Lietzow-Binz. Nach einem Linksschwenk gehen wir ein kurzes Stück an der Bahnlinie entlang und wenden uns dann nach rechts. Nun durchqueren wir einen schönen Kiefernwald, auf dem Weg sind streckenweise Feuersteinstreifen zu erkennen, bevor wir das eigentliche Naturschutzgebiet Feuersteinfelder erreichen (1:30 Std.).
Es liegt im nördlichen Abschnitt der Schmalen Heide und ist geologisch eine Rarität. Auf einer Länge von etwa zwei Kilometern dehnen sich bis 20 Meter breite Strandwallfächer aus, die bis zu 90 Prozent aus weißlich-grauen, leicht abgeschliffenen Feuersteinen bestehen. Diese für Europa einmalige fossile Küstenbildung entstand vor etwa 3500 Jahren, als der Ostseespiegel ein bis anderthalb Meter höher lag. Heute liegen sie etwa drei Meter über dem Meeresspiegel. Zahlreiche Trockenheit liebende Pflanzenarten haben sich hier angesiedelt, denn in den lockeren, hoch liegenden Geröllstrandwällen versickern die Niederschläge sehr rasch. Außer Kiefern konnten hier Wacholder, Wildbirnen, Hundsrosen und auch verschiedene Heidegewächse Fuß fassen. Der Rückweg erfolgt auf der gleichen Route (3 Std.). Variante: Man kann die Wanderung auch beim Parkplatz »Feuersteinfelder« an der Straße bei Neu Mukran beginnen. Die Strecke ist kürzer (5 km) und die Wanderung dauert etwa 1:30 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktLietzow, Parkplatz.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie Feuersteinfelder zwischen Lietzow und Mukran gehören zu den beeindruckendsten geologischen Erscheinungen im Süden der Halbinsel Jasmund und sind auf diesem Spaziergang leicht zu erkunden.
Beste Jahreszeit
KartentippOffizielle Rad- und Wanderkarte Rügen, Maßstab 1:50000.
MarkierungenWegweiser.
VerkehrsanbindungAuf der B96 Greifswald – Stralsund bis Reinberg, mit der Autofähre von Stahlbrode bis Glewitz oder B105 von Rostock nach Stralsund und über den Rügendamm, auf B96 über Bergen bis Lietzow. Busverbindung mit Bergen.
GastronomieLietzow: Traditionsräucherei, Spitzer Ort 7; Café Essente, Boddenstraße 63.
Unterkunft
P Unterkunft: Ralswiek: Pension und Restaurant Zum Likedeeler, Tel. 03838/31130, Fax 03838/311313, E-Mail: willkommen@ZumLikedeeler.de; Moisselbritz: Landhaus Moisselbritz, Tel. 03838/313213, Fax 03838/313666, E-Mail: LandhausMoisselbritz@t-online.de
Tourismusbüro
Touristen-Information Bergen, Markt 23, 18528 Bergen, Tel. 03838/256095, 811206, Fax 03838/256096.
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