Zu den einsamen Stuiben-Gipfeln

Im Prinzip ist diese Tour nicht schwierig, aber sie zieht sich in die Länge, es sei denn, man kürzt mit der Seilbahn ab oder startet in Garmisch-Partenkirchen mit dem Mountainbike. In jedem Fall ist einwandfreie Kondition erforderlich. (Autor: Siegfried Garnweidner)
17 km
1935 m
8.00 h
Wie bei Tour 9 oder 11 steigt man von Hammersbach über die Waldeck-Diensthütte oder von Garmisch-Partenkirchen über die Tröglhütte auf. Man kann auch mit der Seilbahn zum Kreuzeck fahren.
In der Nähe des Kreuzecks am Höhenweg angekommen, folgt man dem Sträßchen nach Süden, Richtung Hochalm, zweigt aber bald nach links auf den beschilderten Bernadeinweg ab. Er fällt ein wenig ab und verläuft unter der Hochalm in weitem Bogen von Süden nach Osten. Dabei führt er mehrmals etwas auf und ab, und zwischendurch kommt man an eigentümlichen Felsgestalten vorbei.
Bei der Bernadein-Diensthütte knickt die Route scharf rechts ab, quert die Trasse des Bernadeinlifts und dreht wieder gegen Südosten, später Osten ab. Unter den nördlichen Ausläufern der Stuibenwand geht es noch etwas gegen Osten weiter, und bei der Wegkreuzung muss man rechts abzweigen, um gegen Süden zur Stuibenhütte anzusteigen, die im Sommer nicht bewirtschaftet ist. Oberhalb der Hütte gibt es keinen Weg mehr. Man steigt also in den Wiesenhängen nach Süden auf, hält sich im Latschenbuschwerk etwas links (gegen Südosten) und zweigt dann rechts ab, um auf undeutlichen Trittspuren zum scharf geschnittenen Nordgipfel des Stuiben anzusteigen. Vom Gipfel etwa 5 Minuten auf der Aufstiegsroute zurückgehen, dann rechts halten und ohne Weg auf einem Rücken zum unscheinbaren, aber höheren Südgipfel hinaufsteigen.
Vom Südgipfel über einen kurzen Wiesenhang nach Süden hinunter und zu einer Wegmarkierung. Dort rechts schwenken, bei allen Verzweigungen rechts halten und das steile Tal westlich der Stuibenwand hinunter. Bei nassem Wetter kann es dort recht rutschig werden, also aufpassen!
Die nicht ganz leicht zu findende Abstiegsroute stößt schließlich auf den breiten Bernadeinweg, dem man nach links folgt. Der Rest verläuft entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Höhenunterschied1935 m
Dauer8.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHammersbach.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterBerühmte Berggestalten wie Zugspitze und Alpspitze werden oft und gerne bestiegen. Dabei sieht man von diesen berühmten Gipfeln, wenn man oben steht, recht wenig vom Berg selbst. Die unbekannten Gipfel am Rande berühmter Berggruppen aber sind es, die meist die schönsten Ausblicke zu den Paradezielen gewähren. So ein wenig bekannter und wenig besuchter Berg ist der Stuiben. Er hat gleich zwei schöne Gipfel im Bergsteigerprogramm, und dennoch führt bis zu den beiden höchsten Punkten nicht einmal ein Weg hinauf.
Beste Jahreszeit
KartentippUK L 31 »Werdenfelser Land«, 1:50000, Bayer. Landesvermessungsamt; Kompass Wanderkarte, 1:50000, Blatt 5; Freytag & Berndt Wanderkarte, 1:50000, Blatt 322.
MarkierungenWegtafeln und rote Punkte.
VerkehrsanbindungBahnverbindung ab München oder Innsbruck nach Garmisch-Partenkirchen. Mit der Bayerischen Zugspitzbahn zur Talstation der Osterfelderbahn. Mit dem Auto ab dem Autobahnende bei Eschenlohe auf der Bundesstraße bis Garmisch-Partenkirchen.
GastronomieDirekt an der Route gibt es keine Möglichkeit, aber zum Kreuzeckhaus und zur Hochalm ist es nicht sehr weit.
Tipps
Alternative für Mountainbiker. Es gibt eine höchst interessante Aufstiegs- und Abstiegsvariante, die allerdings nur für Mountainbiker lohnend ist. Sie beginnt beim Olympiastadion in Garmisch-Partenkirchen, steigt extrem steil zur Partnachalm an und verläuft dann in nimmer enden wollendem Auf und Ab zur Wegverzweigung jenseits der Bodenlaine (1:30Std., 6,36km). Dort stellt man das Rad ab und folgt dem Wanderweg gegen Südwesten durch den Wald, bis der Bernadeinweg erreicht ist. Der Rest der Route verläuft wie hier beschrieben.
Unterkunft
Kreuzeckhaus, Hochalm.
Tourismusbüro
Grainau.
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