Wurmaulspitze (3022 m)

Bergtour ohne Felsstellen, jedoch nur ein ganz kleiner, steiler, teilweise etwas erdiger Pfad; etwas Trittsicherheit nötig, bei Nässe rutschig (Autor: Dieter Seibert)
14 km
1320 m
6.00 h
Zur Brixner Hütte (1.45 Std.).
Vom Parkplatz an den vielen Almhütten vorbei und auf breitem Weg durch eine malerische Schlucht aus dunklen, »marmorierten« Schiefern in das obere Tal mit seinen weiten, welligen Mattenböden. Genau nach Norden weit empor, dann über den Bach nach rechts und in einer Schleife zur längst sichtbaren Hütte (2307 m).
Aufstieg über Westflanke und Südrücken (2 Std.).
Von der Hütte nach Osten, über einen Bach, dann schräg nach rechts empor durch die recht steilen, begrünten Hänge und um eine Geländekante mit besonders schönem Blick nach Süden. Über zwei scharf eingeschnittene Bachläufe, dann auf dem immer wieder sehr steilen Steig über einen Hang empor ins dann flachere Gelände. Es folgen schöne Böden und kleine Stufen bis in die Nähe des Südgrates schon ein Stückchen ober- halb des tiefsten Sattels im Kamm, der zur Rotwand zieht. Der Weiterweg führt über erstaunlich weite, mit Schieferschutt bedeckte Böden – mit hindernislosen Ausblicken – noch ein gutes Stück empor, bis das Gelände wieder steil wird. Das bescheidene Steiglein überquert am Gipfelgrat ein paar scharfe Rippen zum höchsten Punkt mit Kreuz und Buch.
Abstieg (2.45 Std.).
Beim Abstieg auf dem manchmal etwas undeutlichen Steig sollte man genau auf die Route achten, um nicht in allzu steiles Gelände zu geraten.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied1320 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
StartortVals (1354 m), Hauptort des gleichnamigen, stillen und noch unverbauten Tales
AusgangspunktParkplatz (1720 m) kurz vor der Fanealm
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDieser behäbige, aber doch markante Dreitausender lädt zu einer weiteren Tour über der Brixner Hütte ein. Ein kleiner, bescheidener Steig führt über die bis weit hinauf mit Gras bedeckten Hänge und Böden zum höchsten Punkt mit Kreuz und Buch. Die Überraschung dort oben – nach Osten bricht das Massiv 700 Meter tief mit mächtiger, zerklüfteter Flanke ab. Unternimmt man diese Tour im Frühsommer, dann begleitet einen eine wahre Blütenpracht bis hinauf zum Gipfel. Eindrucksvoll ist der Blick von dort oben auf weite Teile des Zillertaler Hauptkammes; besonders fallen Schrammacher und Hochfeiler (3510 m) ins Auge, an dem man die Aufstiegsroute, die wir bei Tour 45 beschreiben, studieren kann. Die direkten Nachbarberge im Norden und Süden sind zwar ungleich niedriger, zeigen aber sehr auffallende Formen; so bilden Rübe- und Sandspitze bunt gefärbte Felsruinen, während die Rotwand (2939 m) eine kilometerbreite Felsmauer aus rostbraunem, kantigem Gneis präsentiert, also ihrem Namen voll gerecht wird.
Hinweise
Siehe Tour 48 in Karte.
KartentippTabacco-Karte, Blatt 037 (Pfundererberge)
VerkehrsanbindungVon der Brenner-Autobahn (Ausfahrt Brixen) nach Osten im Pustertal bis Mühlbach, dann nach Norden 5 km nach Vals und zum Ausgangspunkt
Höchster Punkt
Wurmaulspitze (3022 m)
Unterkunft
Brixner Hütte (2307 m), AV Südtirol, 43 Schlafplätze, Tel. - 0472/547131

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