Wo der Heidawein reift

Gemütliche Bergabwanderung auf durchwegs guten Wegen. Hübsche Ausblicke in das Vispertal; der Reblehrpfad informiert über den höchsten Weinberg der Alpen und die Oberwalliser Weine. (Autor: Eugen E. Hüsler)
10 km
250 m
2.00 h
Nach dieser Lobpreisung auf den Heida-Wein ist es Zeit, sich aufzumachen, um den höchsten Rebberg der Alpen zu inspizieren. Die Weinwanderung startet oben, in Visperterminen (1336m), führt auf Asphalt zunächst in den Graben des Riedbachs. Beim Hof Unners Ried (1372m) verlässt man die Straße nach links und folgt dem Weg, der, zunächst über Wiesen, dann im Wald, sanft bergab führt, jenseits des Bächjigrabens kurz mit einer Suone. Er mündet auf die Lichtung von Hohtenn (1234m) hoch über dem Vispertal mit schöner Aussicht. Blickfang im Norden, über dem breiten Graben des Rhonetals ist die Felspyramide des Bietschhorns (3934 m) – einer der mächtigsten Gipfel der Berner Alpen. Hier scharf links und durch den Telwald hinunter zum Heida-Rebberg (ca. 1100m), wo man auf eine Asphaltstraße stößt. Sie windet sich in Serpentinen an dem südseitigen Trockenhang hinab zur Straße nach Visperterminen. Dabei kommt die gegenüberliegende Steilflanke des Vispertals mit ihren Weilern und Höfen allmählich näher; im Südosten, über dem Mattertal, ragt die Pyramide des Weisshorns (4505 m) in den Himmel. Man quert den Asphalt beim Bushalt Bächji (851m), wo der 1,2km lange Reblehrpfad beginnt. Schautafeln vermitteln Wissenswertes rund um den Wein; mit etwas Glück entdeckt man zwischen den Rebstöcken eine Gottesanbeterin. Im Vispertal nennt man die Fangschrecke übrigens Wii-Grill. Am Turihubel betritt man das Siedlungsgebiet in Visp (651m; 2:30Std.).

Weinwandern

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied250 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktVisperterminen (1336m) bzw. Visp (651m)
EndpunktWie Ausgangspunkt
Tourencharakter»Heida« heißt das Zauberwort auf dieser Bergabwanderung, und das hat nichts mit dem Heidi der Johanna Spyri zu tun. Es handelt sich um einen Weißwein, der ausschließlich im Rebberg von Visperterminen angebaut wird und als echter Walliser gilt, obwohl er erwiesenermaßen auf den Traminer bzw. den Savagnin blanc zurückgeht. »Strohgelbe Farbe, außerordentlich feines, delikates Bukett mit Aromen von Nüssen, Honig und exotischen Früchten. Auf dem Gaumen körperreich mit schöner Lebhaftigkeit und lang anhaltendem Abgang.« (St.Jodern Kellerei)
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 274 T »Visp«; Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blatt 1288 »Raron«
MarkierungenGelbe Rhomben, dazu gelbe und braune Wegweiser
VerkehrsanbindungVisp ist Station an der Bahnlinie Genfer See–Simplon; Postbus nach Visperterminen.
GastronomieVisperterminen und Visp
Tourismusbüro
Visperterminen Tourismus, 3932 Visperterminen; Tel. 027/9 48 00 48, Fax 9 48 00 49, info@visperterminen.ch, www.visperterminen.ch

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