Wimbachklamm und Wimbachgrieshütte

Leichte Tour auf breitem Wanderweg. Die Durchquerung der Wimbachklamm erfolgt auf gut gesichertem Steig. (Autor: Heinrich Bauregger)
17 km
757 m
5.00 h
Wir beginnen unsere Wanderung am Parkplatz Wimbachbrücke und gehen zunächst auf dem zu Beginn asphaltierten Fahrweg steil hinauf zum Eingang der Wimbachklamm. Nachdem wir unseren Obulus entrichtet haben, lassen wir die rauschende, gurgelnde Felsenge auf uns wirken, die während der Schneeschmelze und nach starken Regenfällen ein besonders eindrucksvolles Erlebnis darstellt. Auf Holzstegen entlang und über Brücken hinweg genießen wir das Schauspiel der Wassermassen. Im Jahr 1843 wurde durch die Klamm zum letzten Mal Holz für den Salinenbetrieb getriftet, und 1847 hat man sie für den Ausflugsverkehr geöffnet.
Doch bald ist die Abwechslung auch schon wieder vorbei, wir betreten das weite, wilde Wimbachtal. Auf nur langsam ansteigendem und breitem Wanderweg (Markierungsnummer 421) erreichen wir das Wimbachschloss (937 m). Es wurde 1784 vom letzten Propst als Jagdschloss erbaut und dient heute als reizvolle Einkehr am Weg. Die alpine Kulisse entlang des Weiterwegs wird immer dramatischer. Im Jahr 1959 gab es hier einen gewaltigen Bergsturz, bei dem einige hunderttausend Kubikmeter Felstrümmer zu Tal stürzten. Unser Ziel, die Wimbachgrieshütte (der Begriff »Gries« bezeichnet einen breiten Strom von Steinschutt), wurde 1924 als Stützpunkt eröffnet.
Der Rückweg erfolgt auf dem Anstiegsweg, wobei wir die gebührenpflichtige Klamm auf dem steilen Zufahrtsweg umgehen können.

Dauer - Durch die Wimbachklamm und zum Wimbachschloss 1 1/2 Std., Weiterweg zur Wimbachgrieshütte 1 1/2 Std., Rückkehr 2 1/2 Std.; insgesamt 5 1/2 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Höhenunterschied757 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortRamsau
AusgangspunktParkplatz Wimbachbrücke
EndpunktParkplatz Wimbachbrücke
TourencharakterDas Wimbachtal, das die beiden hochalpinen Felsriesen Watzmann und Hochkalter trennt, gehört zu den ursprünglichsten Tälern des deutschen Alpenraums. Nach der letzten Eiszeit staute sich dort ein See auf, der durch nachrückendes Felsmaterial das Wasser über die Barriere ins Ramsauer Tal drückte und so im Lauf der Zeit die Wimbachklamm entstehen ließ. Spektakuläre Felsstürze haben dann in der Folge den wilden Charakter des Tals noch verstärkt. Seine Abgeschiedenheit sorgte für einen großen Wildreichtum, den zunächst die Fürstpröpste, später die bayerischen Regenten nutzten. Ziel unserer Wanderung ist die Wimbachgrieshütte, wo wir einkehren und die hochalpine Szenerie auf uns wirken lassen können.
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte 1 - 50 000, Berchtesgadener Alpen (BLVA).
VerkehrsanbindungSalzburger Autobahn bis Ausfahrt Piding/ Bad Reichenhall, dann weiter nach Berchtesgaden; wo die B 20 auf die B 305 trifft rechts weiter Richtung Ramsau zum Parkplatz Wimbachbrücke. Mit der Bahn nach Berchtesgaden, vom Bahnhof mit RVO-Bus bis zum Ausgangs- punkt Wimbachbrücke.
GastronomieDas Wimbachschloss ist im Sommer, die Wimbachgrieshütte von Mai bis Ende Oktober bewirtschaftet (mit Übernachtungsmöglichkeit).
Tipps
Und nach der Tour - Ein Abstecher zum Aschauer Weiher, eine landschaftlich reizvolle Bademöglichkeit bei Bischofswiesen.
Höchster Punkt
Wimbachgrieshütte, 1327 m.