Wildspitze, 3768 m

Erstmals bestiegen wurde der Südgipfel durch den Venter Führer Leander Klotz und einen einheimischen Begleiter im Jahre 1848. (Autor: Richard Goedeke)
4 km
850 m
6.00 h
Von der Breslauer Hütte Steig nach NW, zuletzt Steinmännern folgend durch Blockfelder zum Mitterkarferner. Über den Gletscher allmählich steiler hinauf und zuletzt in nördlicher Richtung zur steilen Fels- oder Firnrinne, die von der Mitterkarscharte (auch »Mitterkarjoch«) herabzieht. Der sperrende Felsriegel in der Mitte wird links über eine Platte erklettert (auch Aufstieg rechts über Schutt und Fels möglich, Fixseile), danach steile Flanke zur Scharte (3470 m, hierher auch mit jeweils ausgiebiger und deutlich ernsthafterer Gletscherwanderung von N vom Pitztal her über Mittelbergferner, Mittelbergjoch und oberen Taschachferner oder von W von der Vernagthütte her vom Brochkogeljoch über die Gletscherterrasse unter dem Hinteren Brochkogel durch querend).
Von der Scharte fast eben in nordöstlicher Richtung den Gletscherhang queren in die Firnmulde. Darin steil hinauf (Spalten!) und in flacherem Gelände rechts zum Südwestgrat. Daran über Firn, im Sommer auch jetzt meist völlig ausgeapert über Fels, zum Südgipfel. Bei Übergang zum Nordgipfel ostseitige Wechten beachten!

Hochtour
3000er Gipfeltour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied850 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktVent
EndpunktWildspitze
TourencharakterDas ehemals makellose Weiß dieses mächtigen Berges hat in den letzten Jahrzehnten gelitten – in den südseitigen Flanken wird im Sommer Felsbraun dominant, der einstmals höhere Nordgipfel hat durch Abschmelzen seiner Firnkappe 4 Meter an Höhe verloren, das ehemals pralle Firndreieck der Nordwand zeigt zunehmend Fels, und die Gletscher sind auch nicht mehr, was sie mal waren.
Hinweise
Siehe Tour 59 in Karte.
KartentippAV-Karte 1 - 25000, Blatt 30/6 Ötztaler Alpen, Wildspitze.
VerkehrsanbindungDurch das Ötztal über Sölden nach Vent (1895 m).
GastronomieWeg Nr. 919 oder Lift hinauf zu den Stableiner Mähdern (2356 m) und das Tal des Rofenbaches querend zur Breslauer Hütte (2844 m, DAV, 200 Schlafplätze, Tel. 0043/5254/81 56).
Informationen
Schwierigkeit. PD– (wenig schwierig), mehr wegen des hochalpinen Ambientes als wegen technischer Geländeschwierigkeiten. Gefahren: Bei gutem Wetter und gebahnter Spur am ehesten solche, die durch Fehlverhalten von den dann meist zahlreich vertretenen Zeitgenossen ausgehen. Anseilen auf dem Gletscher allemal ratsam. Außerdem ist hinreichende Akklimatisation nötig, sonst kann es hier im Gipfelbereich bei nur noch zwei Drittel des auf Meereshöhe verfügbaren Sauerstoffs für entsprechend sensible Menschen schon zu heftigen Entzugserscheinungen kommen. Mühen: Zur Hütte klassisch ab Vent 950 mH (3 Std.), bei Benutzung des bei Bedarf auch schon früh um 5 Uhr fahrenden Liftes 500 mH (2 Std.). Auch Rucksacktransport bis ganz zur Hütte ist im Angebot. Gipfelaufstieg ab Breslauer Hütte 950 mH (3 Std.), ab Pitztaler Tunnelbahnstation oder Braunschweiger Hütte 850 mH, aber weit durch Skizirkus und über Gletscher (4–5 Std.). Freuden: Umso größer, je mehr man durch azyklisches Steigen die große Zahl von Mitbesteigern vermeiden kann. Spezialführer: Klier, AVF Ötztaler Alpen, Bergverlag Rother, München.
Höchster Punkt
Wildspitze, 3768 m
Unterkunft
Weg Nr. 919 oder Lift hinauf zu den Stableiner Mähdern (2356 m) und das Tal des Rofenbaches querend zur Breslauer Hütte (2844 m, DAV, 200 Schlafplätze, Tel. 0043/5254/81 56).
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