Wildes Mannle (3023 m)

Bergwege, auf dem Südrücken teilweise etwas steiler, doch ohne Probleme; bei der Überschreitung eine Passage in schönem, festem Fels, Sicherungen; sehr schönes Panorama und besonders eindrucksvolle Nahblicke (Autor: Dieter Seibert)
24 km
670 m
3.00 h
Von Süden auf das Wilde Mannle (2 Std.).
Von Vent per Lift zu den Weideflächen von Stablein (2356 m). Auf breitem Weg Richtung Breslauer Hütte etwa 35 Minuten aufwärts zur Wegverzweigung. Rechts über die Hänge und einen weiträumigen Rücken – stets hindernislose Ausblicke – auf eine grüne Schulter (2820 m, Verzweigung). Gerade über Gras, Geröll und etwas Blockwerk auf den breiten Gipfel.
Überschreitung und Rückweg (1.30 Std.).
Den Steinmännern folgend vom Kreuz über den flachen, blockreichen Kamm nach Norden, dann nach links abbiegen und über eine interessante Felsstufe mit Sicherungen hinab zur Moräne und zu einem tiefblauen See; ganz nahe der wilde Eisbruch des Rofenkar- ferners. Quer und schräg abwärts durch die Hänge zur erwähnten »grünen Schulter«. Von hier auf bekanntem Weg zurück zum Ausgangspunkt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour24 km
Höhenunterschied670 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortVent (1896 m), Bergsteigerdorf im innersten Ötztal mit sehr großer Tourenauswahl
AusgangspunktTalstation des Sesselliftes
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDas ist das Ideal einen Aussichtsberges – speziell für die 3768 Meter hohe Wildspitze, den höchsten Gipfel der Ötztaler Alpen, ja, für den König im gesamten Nordtirol. Nicht von Bergen mit gleichem Niveau wirken die Großen am eindrucksvollsten, sondern aus Zweidrittel-Höhe. In dieser Beziehung bildet unser Wildes Mannle – trotz des Namens ein breiter Berg mit relativ sanften Formen – den besten Logenplatz. Ganz nahe vor dem Betrachter ragt die Wildspitze mit ihrer eisverzierten Westwand in den Himmel, und unmittelbar vor ihm glänzen die wilden Eisbrüche des Rofenkarferners in der Sonne. Zum Panorama gehören zudem zwei Dutzend weiterer Dreitausender. Der Aufstieg von Süden ist einfach, bei der Überschreitung gibt es eine mit Drahtseilen gesicherte Passage und ein paar Überraschungen, etwa eine Eiskaskade und einen Moränensee.
Hinweise
Siehe Tour 20 in Karte.
KartentippAV-Karte, Ötztaler Alpen, Blatt 30/6 (Wildspitze)
VerkehrsanbindungDurch das gesamte Ötztal nach Zwieselstein, dann rechts ab und noch 13 km auf guter Straße nach Vent
Tipps
Panoramaweg, Vernagthütte, Hintergrasleck (3170 m). Wer noch viel Kraft und Zeit hat, baut die Tour zu einer großen Runde aus - Von der beim Rückweg erwähnten Moräne hinüber zur stets sichtbaren Breslauer Hütte (2844 m, 0.30 Std.). Von dort auf dem großartigen Panoramaweg in knapp 3 Std. meist quer durch die Hänge zur Vernagthütte (2755 m, DAV) und auf einem anspruchsvollen Steiglein auf das Hintergrasleck (3170 m, 1.15 Std.), einen Kopf im gleichnamigen, mit spitzen Felsgipfeln gekrönten Kamm über dem Guslarferner. Dann langgestreckter Abstieg durch das Rofental nach Vent (knapp 2.30 Std.) Man könnte auch von der Vernagthütte zum Hochjochhospiz wandern und wie bei Tour 21 über Seikogel und Martin-Busch-Hütte nach Vent zurückkehren.
Höchster Punkt
Wildes Mannle (3023 m)
Unterkunft
Keine notwendig; Abstecher zur nahen Breslauer Hütte (2844 m, DAV, 171 Schlafplätze, Tel. - 05254/8156) lohnend

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