Widerwaage und Polsterberger Hubhaus

Leichte Waldwanderung. (Autor: Chris Bergmann)
7 km
200 m
3.00 h
Vom Parkplatz am Entensumpf führt eine Diabasweg genannte Forststraße sacht aufwärts im Wald und überschreitet den Rücken des Kehrzugs. In der Biegung während des Abstiegs verlassen wir die rechts weiterführende Forststraße und steigen vergleichsweise steil hinab zur Huttaler Widerwaage. Hier münden zwei in den Berg geschlagene Wasserkanäle und der Huttaler Graben in ein Ausgleichsbecken. Das 1763–67 errichtete System aus Kanälen, Stauteichen und unterirdischen Stollen steht in Verbindung mit dem Hirschler und dem Jägersbleeker Teich; es sollte die Versorgung der Clausthaler Gruben Dorothea und Caroline mit Wasser zum Antrieb der Pumpen und Förderräder optimieren.
Von der Widerwaage folgen wir dem Huttaler Graben, der ohne Gefälle verläuft, um einen Wasserfluss in beide Richtungen zu erlauben, im Hang des tief eingeschnittenen Huttals, auf das sich bald ein hervorragender Blick öffnet. Am Ende des Huttaler Grabens lag früher der Neue Huttaler Teich; hier befindet sich an einem Damm ein kleines Wehr, das den Zulauf zu einem unter der Wasserscheide Huttal-Polstertal verlaufenden Stollen regelt; dieser Schwarzenberger Wasserlauf mündet nördlich der B 242 in den Tränkegraben.
Auf der Forststraße im Huttal wenden wir uns links hinauf, queren die Bundesstraße und wandern zum ausgeschilderten Polsterberger Hubhaus, einer beliebten Waldgaststätte. Hier verläuft der Tränkegraben, der nun die Route vorgibt. Bald nach Kreuzen der nächsten Forststraße erreichen wir den Jägersbleeker Teich (Schutzhütte), einen waldumrahmten Teich mit schönen Sonnenbadewiesen. Wir überqueren die Dammkrone in Richtung Clausthal, nun sacht ansteigend im Wald. Am nächsten Wegedreieck wenden wir uns links und erreichen bald das Trinkwasserreservoir Hirschler Teich. Von der Dammkrone des Teichs bietet sich ein guter Blick über die Kaskade der Pfauenteiche bei Clausthal. Am Ende des Damms führt ein Waldweg links zur Bundesstraße und zum Ausgangspunkt am Entensumpf zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied200 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz Entensumpf (600 m) an der B 242 Clausthal-Zellerfeld – Braunlage.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDas Kulturdenkmal Oberharzer Wasserregal bei Clausthal-Zellerfeld bietet eine Fülle schöner Wandermöglichkeiten, die für montanhistorisch Interessierte ebenso reizvoll sind wie für Naturliebhaber. Die folgende Wald-, Wiesen- und Teichewanderung erschließt das berühmte System der Huttaler Widerwaage, Informationstafeln erläutern das komplexe Teich-Graben-Wasserlauf-System.
Beste Jahreszeit
KartentippWandern im Westharz (Landesvermessungsamt Niedersachsen).
MarkierungenNamentliche Ausschilderung.
VerkehrsanbindungB 242 Clausthal-Zellerfeld – Braunlage.
GastronomiePolsterberger Hubhaus (Montag Ruhetag).
Tipps
Das Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld ist eines der ältesten technikgeschichtlichen Museen Deutschlands. Der Exponatenbestand des Schaubergwerks, der in Verbindung mit den originalen Bergbauanlagen im Freigelände einmalig ist, dokumentiert die Entwicklung des Erzbergbaus vom Mittelalter bis zum Ende des 19. Jhs. Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstraße 16, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323/9 89 50.
Unterkunft
Die Oberharzer Bergstadt Clausthal-Zellerfeld verfügt als Luftkurort und Wintersportplatz über Unterkünfte aller Kategorien.
Tourismusbüro
Tourist-Information Clausthal-Zellerfeld, Bergstr. 31 (Dietzelhaus), 38678 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323/81024, Internet: www.clausthal-zellerfeld.de

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Chris Bergmann

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