West-Ost-Querung Pfälzerwald

Anspruchsvolle Zwei- bis Drei-Tages-Wanderung quer durch den Pfälzerwald. (Autor: Matthias Wittber)
Vom Hauptbahnhof in Pirmasens erreicht man mit der Buslinie 6 den Wasserbehälter Horeb. Von dort gehen wir ein Stück zurück durch die Wohnbebauung und folgen der »rot-gelben« Markierung. Wir passieren das Naturfreundehaus (geöffnet täglich außer Montag) und gehen weiter hinunter zur Straße (Bushaltestelle Frühwiese). Dort hinüber und weiterhin der Markierung »rot-gelb« folgen. Nach einem leichten Anstieg kommen wir zu einem Sandsteintorbogen (Felsentor) und beginnen mit dem kurzen Abstieg, der uns zum Waldklassenzimmer führt (Schutzhütte mit Bänken in Klassenzimmeranordnung). Kurz danach erreichen wir das Forsthaus Beckenhof (bewirtschaftet). Wir überqueren den Parkplatz und finden auf der anderen Seite die Markierung »grünes Kreuz« (Maiblumenfelsen 3 km). Nicht gleich auf den ersten Blick erkennt man den Gedenkstein für den Generalobersten und Widerstandskämpfer Ludwig Beck. Einer der Vorfahren Becks hatte 1781 den Beckenhof erbaut.
Nach einem leichten Anstieg geht es recht eben durch Mischwald an Buntsandsteinformationen entlang, bis wir den Orientierungspunkt Maiblumenfelsen erreichen. Der Weg führt nun bergab zum Kleinen Maiblumenfelsen, in dessen Sandstein vor langer Zeit vom Pfälzerwald-Verein kunstvoll Treppen gehauen wurden. Bald erreichen wir die vierspurige Bundesstraße 10, die wir auf einer neu errichteten Holzbrücke überqueren dürfen. Von der Brücke geht es ein Stück nach links; nach 100Metern finden wir einen Wegweiser mit dem »grünen Kreuz«, der uns wieder in den Wald hineinführt.
Kurz darauf erreichen wir die Bebauung von Münchweiler. Gleich bei den ersten Häusern geht nach rechts unser Weg ab. Dieser ist ab sofort mit einem »weißen Punkt« markiert. Vor dem örtlichen Schützenverein geht es nach rechts zur Fritz-Claus-Hütte des Pfälzerwald-Vereins (geöffnet nur nach Vereinbarung). Der Weg führt links an der Hütte vorbei und steigt jetzt wieder an. Wir passieren ein Wasserreservoir und treffen an einer Abzweigung dann auf den Weg mit der »rot-blauen« Markierung, der wir nach links folgen, bis wir nach einem kurzen Abstieg den Ort Hinterweidenthal erreichen.
Vom Bahnhof gehen wir ein Stück hinunter zur Straße, zweigen nach links ab und gehen ein Stück an der viel befahrenen B 10 entlang. Über den dortigen Pendlerparkplatz gelangen wir zur Unterführung der Bahnlinie, die von Landau nach Pirmasens führt. Dahinter nehmen wir die Markierung »Balken blau-rot« auf. Rechts des Informationspavillons des Biosphärenreservats Pfälzerwald beginnt unser Weg.
Nach dem ersten steilen Anstieg folgt bald flacheres Weggelände. Auf dem auch als Kuhpfad bezeichneten Weg erreichen wir den Orientierungspunkt Wildsauhütte und passieren die Anhöhen Große und Spitze Boll. Schließlich kommen wir zur Ansiedlung Hermersbergerhof. Vor dem Ort geht es nach links zum Luitpoldstein und nach einem kurzen Anstieg zum Luitpoldturm. Wir folgen weiter der Markierung »blau-rot« und erreichen über Hofstätten die Bundesstraße 48. Ab hier führt uns die Markierung »gelber Strich« nach einem Anstieg zum Fernwanderweg E8 (Markierung »rotes Kreuz«). Diese Markierung wird uns jetzt bis Edenkoben führen. Wir zweigen nach rechts ab und erreichen bald das Forsthaus Taubensuhl (bewirtschaftet, montags geschlossen).
Es folgt eine lange Strecke durch den Wald; vereinzelt gibt es unbewirtschaftete Schutzhütten. Über Gewanne Freßwasen, Feuerplatz und Pfaffenkopf erreichen wir das Forsthaus Heldenstein und schließlich den Schänzelturm (613m). Von hier geht es nur noch bergab. Über die Lolosruhe und die Edenkobener Hütte (bewirtschaftet, Übernachtungsmöglichkeit, Dienstag Ruhetag) treten wir beim Luitpoldhain aus dem Wald in die Rebenlandschaft hinaus. Über den interessanten Weinlehrpfad erreichen wir Edenkoben. Die Markierung »rotes Kreuz« führt durch den südlichen Teil der Stadt zur Bahnlinie Landau – Neustadt/Weinstraße. Vor Erreichen der Bahnlinie geht nach links der Weg zum Bahnhof Edenkoben ab.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour57 km
Höhenunterschied1370 m
Dauer10.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktPirmasens.
EndpunktEdenkoben.
TourencharakterDiese mehrtägige Streckenwanderung führt von der Schuhstadt Pirmasens über Hinterweidenthal ins Zentrum des rheinpfälzischen Weinbaus nach Edenkoben.
Beste Jahreszeit
KartentippVon Johanniskreuz bis Pirmasens, Oberhaardt von Neustadt an der Weinstraße bis zum Queichtal, 1:25000 (Wanderkarte des Pfälzerwald-Vereins e.V.).
MarkierungenSiehe Beschreibung.
VerkehrsanbindungAuf der A 65 bis Landau, dann über die B10 bis Pirmasens. Mit der Bahn von Karlsruhe oder Neustadt/Weinstraße nach Landau. Von dort weiter nach Pirmasens.
GastronomiePirmasens, Hinterweidenthal, Hermersbergerhof, Hofstätten, Edenkoben.
Tourismusbüro
Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH, Löhrstraße 103–105, 56068 Koblenz, Tel 0261/91520-0, www.rlp-info.de

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