Wenderkogel-Überschreitung, 2220 m

Zu Füßen des Fundusfeilers - Im Prinzip ist die Wanderung leicht. Doch sind Auf- und Abstieg sehr steil und deshalb anstrengend. Trittsicherheit kann wegen des groben Blockwerks am Gipfelgrat nicht schaden. Kurz unter dem Gipfel muss man einen Meter über einen steilen Felsen hinauf. (Autor: Siegfried Garnweidner)
6 km
870 m
4.00 h
Hinauf ins Schartle Vom Parkplatz gegen Westen am beschilderten, steinigen Waldweg zur Asphaltstraße hinauf, die am Holzplatz erreicht wird. Dem Straßenverlauf ein paar Meter nach links folgen und an der Straßenverzweigung rechts abdrehen. Am Fahrweg aus dem Wald heraus und dort links schwenken, um moderat gegen Südwesten anzusteigen. In der Rechtskehre die Straße nach links verlassen und durch eine breite Waldlichtung geradewegs hinauf. Der Anstieg ist zwar am Fahrweg entlang beschildert, aber diese Route bietet keine besonderen Reize und dürfte vielen zu langweilig sein. Man quert in der Lichtung mehrmals einen Fahrweg, zuletzt auf der Höhe von 1600 m. Nun in jedem Fall geradewegs gegen Westen in den Jungwald hinein und stramm ansteigend – meist im Wald – in vielen Kehren dem Weg bis ins Schartle, 2084 m, folgen. Am Blockgrat zum Gipfel Im Schartle hält man sich rechts, geht also gegen Norden weiter. Dabei wird man sehr bald feststellen, dass der lange Gratübergang landschaftlich zwar besonders reizvoll ist, weil das Blockwerk und die stämmigen Zirben schön anzusehen sind; aber er verlangt auch Konzentration, denn das Hüpfen von einem Felsenblock zum nächsten will mitunter gut überlegt sein. So geht es nun etwa eine geschlagene Stunde, abwechselnd auf der linken und der rechten Gratseite dahin. Mehrmals führt der Weg auf und ab, über ein paar unbedeutende Vorgipfel hinweg, und an einigen kurzen Stellen heißt es aufpassen, dass man nicht hinunterfällt. Der Wald lichtet sich, es geht in eine weite Wiese hinein und nach rechts zweigt der Abstiegsweg ab. Dort geradeaus und als letzter Trumpf etwa einen Meter auf einen Felsen hinauf, den man quasi als kleinen alpinen Test ansehen kann, ob man eines so schönen Aussichtsgipfels auch würdig ist ... Am höchsten Punkt angekommen wird man das Kreuz vermissen - Es steht etwas nordöstlich des Gipfels und rund 40 Höhenmeter weiter unten. Dort lässt es sich nämlich vom Tal aus sehen. Rückweg Bis zur oben geschilderten Wegabzweigung geht man ein paar Minuten entlang der Aufstiegsroute hinab. Dann links abbiegen und am schmalen Steig über einen freien, sehr steilen Hang in Kehren gegen Osten hinunter. Allmählich kommt man in den Wald hinein und steigt über einen Rücken, bis man vor einem Blockfeld rechts abdreht. Bald darauf wieder links und neben dem Blockhang sehr steil und schlecht markiert zur kleinen Jagdhütte auf der Höhe von ca. 1900 m. Dort finden sich wieder deutlichere Markierungszeichen, und der Zustand des Wegs ist auch wesentlich besser. Nun ein längeres Stück nach Nordosten ausholend absteigen, dann nach Süden abdrehen und durch Wald und über Wiesen zu einem Forststräßchen hinab. Auf ihm links halten und am Fahrweg zur Aufstiegsroute, die oberhalb von Köfels erreicht wird. Auf ihr das letzte Stück hinaus.

Dauer - ges. 41/2 Std. Köfels – Schartle 2 Std., Schartle – Wenderkogel 1 Std., Wenderkogel – Köfels 11/2 Std. Höhenunterschied: ?? 870 m Köfels – Schartle ? 685 m, Schartle – Wenderkogel ? 65 m ? 181 m, Wenderkogel – Jagdhütte ? 300 m, Jagdhütte – Köfels 500 m

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied870 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKöfels (über Umhausen im Ötztal), 1401 m
TourencharakterEigentlich kennt man aus den Ötztaler Alpen besonders die hohen, vergletscherten Bergriesen. Dass es dort auch etliche kleinere, nette Wandergipfel gibt, liegt zwar auf der Hand, doch viele beachten diese kleineren Gipfel gar nicht. Dabei haben sie alle großartige Ausblicke auf die eisgekrönten Bergeshäupter zu bieten und sind obendrein meist schnell und leicht zu erreichen. Einer dieser interessanten Wandergipfel ist der Wenderkogel, der in der Nachbarschaft des Fundusfeilers steht, der als einfaches Hochtourenziel recht beliebt ist.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wanderkarte, 1 - 50000, Blatt 43 (Ötztaler Alpen)
VerkehrsanbindungDie Ötztalstraße nach Süden hinauf, bis hinter Umhausen nach rechts die schmale, steile, aber gute Straße nach Köfels abzweigt. Kostenpflichtiger Parkplatz am Ausgangspunkt
GastronomieAlpengasthof Köfels
Tipps
Einfachere Variante Es ist nicht jedermanns Sache, den steilen, streckenweise etwas schlecht zu findenden Abstieg zu meistern. Einfacher wäre es deshalb, vom Gipfel entlang der Aufstiegsroute abzusteigen. Der Preis für diese Vereinfachung ist die nochmalige Bewältigung des langen Blockgrats bis zum Schartle.
Höchster Punkt
Wenderkogel, 2220 m
Unterkunft
Alpengasthof Köfels
Tourismusbüro
Umhausen, Tel.: 0043/(0)5255/5209; Internet: www.tirol.at/umhausen
Mehr zum Thema